Der Börsen-Tag
25. Mai 2022
imageHeute mit Max Borowski und Thomas Badtke
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17:39 Uhr

"DAX am Gängelband der Wall Street"

Zur Wochenmitte startet der DAX zunächst mit deutlichen Gewinnen in den Handel, kann diese aber im Verlauf nicht halten und rutscht zeitweise wieder unter die Marke von 14.000 Punkten. Aus dem Geschäft verabschiedet sich der deutsche Börsenleitindex aber mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent und einem Stand von 14.008 Zählern. Der Index bewegt sich im Verlauf zwischen 13.871 und 14.054 Stellen, an der Wall Street stehen große Kursausschläge zunächst auf der Tagesordnung, auch wenn die Notierungen zulegen. Der Grund: Am Abend wird das Protokoll der vergangenen Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) veröffentlicht. Investoren dürften es genau zur Kenntnis nehmen, stehen die Zeichen in den USA doch auf kräftig steigende Leitzinsen zur Bekämpfung der Inflation.

"Der DAX ist schwankend unterwegs - und am Gängelband der Wall Street. Das Plus dort hilft auch den Kursen hierzulande", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "An der Börse wird immer in die Zukunft geschaut: Wie wird es der Wirtschaft gehen? Werden die Zinserhöhungen die Konjunktur ausbremsen oder gar abwürgen? Diese Fragen bereiten den DAX-Anlegern Kopfzerbrechen", erläutert Dofel. "Deshalb kommt es bereits bei geringeren Kurssteigerungen zu schnellen Gewinnmitnahmen."

Bei den Einzelwerten im Leitindex setzen sich die Corona-Krisenprofiteure Hellofresh, Delivery Hero und Zalando an die Spitze der Gewinner. Die Papiere legen zwischen knapp drei und rund vier Prozent zu. Auf der Gewinnerliste finden sich auch die Versorger RWE und Eon. Hier ziehen die Kurse um 1 bis 1,5 Prozent an. Sie erholten sich damit etwas von Verlusten am Vortag, als ein Pressebericht über eine drohende Sondersteuer auf hohe Gewinne von Stromerzeugern in Großbritannien die Branche stark belastet hatte. Auf der Verliererseite finden sich Deutsche Börse und Heidelbergcement mit Abgaben von rund ein Prozent.

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"DAX am Gängelband der Wall Street"
17:27 Uhr

BMW startet Batterie-Recycling in China

BMW baut in China ein Recycling für seine ausrangierten Elektroauto-Batterien auf. Eine 100-Kilowattstunden-Batterie enthalte rund 90 Kilogramm Nickel, Lithium und Kobalt. Diese Rohstoffe würden größtenteils zurückgewonnen und für neue Zellen verwendet, teilt der Autokonzern mit. Das spare Ressourcen und senke den CO2-Ausstoß um 70 Prozent.

China ist der größte Markt für E-Fahrzeuge, bis 2025 dürften dort etwa 780 000 Tonnen an ausgemusterten Batterien anfallen. Das Land hat Autobauer verpflichtet, ein Rückverfolgungssystem einzurichten, um Recycling sicherzustellen. BMW-Regionalchef Jochen Goller sagte, die Abhängigkeit von Rohstoffen müsse wegen der Verknappung und der steigenden Preise verringert werden.

BMW startet Batterie-Recycling in China
17:11 Uhr

Diese Medizintechnik-Aktie ist derzeit gefragt

Ein überraschend starkes Quartalsergebnis schiebt die Aktien von Elekta an. Die Titel des schwedischen Herstellers von Strahlentherapiegeräten steigen um mehr als fünf Prozent. Der Betriebsgewinn legte im vierten Quartal um 4,6 Prozent auf 570 Millionen schwedische Kronen zu und lag damit über den Analystenschätzungen, obwohl die Firma unter anderem mit Engpässen in den Lieferketten zu kämpfen hatte. Laut Jefferies blieb der Auftragsbestand stark, aber das Wachstum hat sich verlangsamt.

Diese Medizintechnik-Aktie ist derzeit gefragt
16:59 Uhr

Aussicht auf Anteilsverkauf treibt Bonduelle

Die Aussicht auf einen Teilverkauf einer Sparte hilft dem Kurs von Bonduelle nach oben. Die Aktien des Anbieters von Dosen-Gemüse steigen in Paris um mehr als fünf Prozent. Die Firma führt exklusive Verhandlungen mit Fonds De Solidarite FTQ und CDPQ über die Veräußerung von 65 Prozent von Bonduelle Americas Long Life - einer Konzerneinheit, die Tiefkühl- und Dosen-Gemüse in den USA und Kanada herstellt und vertreibt.

Aussicht auf Anteilsverkauf treibt Bonduelle
16:43 Uhr

Impfstoff-Fehlschlag belastet Curevac

Das Biotech-Unternehmen Curevac kämpft weiterhin mit den Kosten seines fehlgeschlagenen Corona-Impfstoffs aus dem vergangenen Jahr. Das erste Quartal 2022 sei immer noch von Effekten in Zusammenhang mit früheren Verpflichtungen für den Impfstoffkandidaten der ersten Generation (CVnCoV), beeinflusst worden, sagt Finanzvorstand Pierre Kemula. Man konzentriere sich nun darauf, die Kosten weiter zu kontrollieren.

Der Verlust vor Steuern belief sich demnach im ersten Quartal 2022 auf 15,2 Millionen Euro (2021: 112,2 Millionen Euro). Der Umsatz stieg auf 24,4 Millionen Euro, was einem Plus von 14,4 Millionen Euro im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2021 entspricht. Curevac-Aktien legen rund zwei Prozent zu.

Impfstoff-Fehlschlag belastet Curevac
16:04 Uhr

Wall Street wartet auf Powell

Vor der mit Spannung erwarteten Veröffentlichung der jüngsten Fed-Protokolle decken sich Anleger nur vereinzelt mit US-Aktien ein. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 legen zunächst etwa 0,2 Prozent zu. Investoren würden die Einschätzung der führenden US-Notenbanker zur Entwicklung der Inflation und zum Abbau der Wertpapierbestände besonders aufmerksam unter die Lupe nehmen, prognostizierte Analyst Raffi Boyadjian vom Brokerhaus XM. "Die jüngsten, alles andere als robusten Konjunkturdaten schüren Spekulationen, dass die Fed die Zinsen vielleicht doch nicht so aggressiv anheben muss wie ursprünglich gedacht." Wegen steigender Zinsen und hoher Kosten ist das Geschäft mit Eigenheimen in den USA im April so stark eingebrochen wie zuletzt vor neuen Jahren. Außerdem verringerte sich das Wachstum bei Auftragseingang langlebiger Güter überraschend.

Wall Street wartet auf Powell
15:54 Uhr

US-Aufträge für langlebige Güter legen zu

Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA ist im April leicht gestiegen. Wie das US-Handelsministerium berichtete, erhöhten sich die Orders gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent. Ökonomen hatten mit einem Anstieg von 0,7 Prozent gerechnet. Der Anstieg im Vormonat wurde auf 0,6 (vorläufig: 1,1) Prozent nach unten revidiert.

Für den Ordereingang ohne den Transportbereich wurde ein Plus von 0,3 Prozent gemeldet. Bei den Auftragseingängen außerhalb des Rüstungsbereichs ergab sich ebenfalls eine Zunahme um 0,3 Prozent. Die Bestellungen für zivile Investitionsgüter ohne Flugzeuge, die als wichtige Messgröße für die Unternehmensausgaben gelten, kletterten gleichfalls um 0,3 Prozent.

US-Aufträge für langlebige Güter legen zu
15:40 Uhr

Erst Gewinneinbruch, dann Kurseinbruch: Diese Aktie steht unter Druck

Nach einer Gewinnwarnung brechen De La Rue um fast zehn Prozent ein. Der britische Produzent von Ausweisen und Banknoten hat gewarnt, dass der bereinigte operative Gewinn im Geschäftsjahr 2022/23 von höheren Kosten infolge von Lieferkettenproblemen negativ beeinflusst wird. Das Unternehmen geht von zusätzlichen operativen Kosten von 5 Millionen Pfund aus und erwartet daher, das sich der bereinigte operative Gewinn nur auf dem Niveau des Vorjahres bewegen wird.

Erst Gewinneinbruch, dann Kurseinbruch: Diese Aktie steht unter Druck
15:04 Uhr

Experten: Deutsches BIP schrumpft im zweiten Quartal

ING-Europa-Chefvolkswirt Carsten Brzeski sieht sich mit den neuesten Daten in seiner Erwartung bestätigt, dass das deutsche Bruttoinlandprodukt (BIP) im zweiten Quartal leicht schrumpfen wird. "Der starke Lageraufbau in Verbindung mit den neuen Lockdowns in China und dem Krieg in der Ukraine verheißt nichts Gutes für die Produktion im zweiten Quartal", schreibt der Experte in einem Kommentar. "Die Tatsache, dass der private Verbrauch bereits zu Beginn des Jahres unter den höheren Energiepreisen litt und nicht von einer allmählichen Wiederbelebung der Wirtschaft profitierte, lässt auch für das zweite Quartal nichts Gutes erwarten."

Zugleich hätten die traditionellen Frühindikatoren an Aussagekraft eingebüßt. "Einkaufsmanagerindizes, die deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 liegen, und der Ifo-Index, der zwei Monate in Folge gestiegen ist und eine starke Komponente der aktuellen Einschätzung aufweist, würden normalerweise auf ein solides Wachstum im zweiten Quartal hindeuten", meinte Brzeski. "Vielleicht ist es nur der Reflex der Ökonomen, Indikatoren zu diskreditieren, die nicht mit ihren eigenen Szenarien übereinstimmen, aber die Diskrepanz zwischen Frühindikatoren und harten Makrodaten ist derzeit erheblich."

Experten: Deutsches BIP schrumpft im zweiten Quartal
14:45 Uhr

Baubranche steigert Neugeschäft kräftig

Die deutsche Baubranche hat im März trotz der Folgen des Ukraine-Kriegs beim Neugeschäft kräftig zugelegt. Die Auftragseingänge stiegen preisbereinigt um fast 17 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Zum Vormonat Februar wuchs das Neugeschäft im Bauhauptgewerbe um gut 10 Prozent. Nominal fielen die Zuwächse wegen der stark gestiegenen Baupreise mit fast 33 Prozent binnen Jahresfrist deutlich höher aus.

Der Bauwirtschaft machen Lieferengpässe und rasant gestiegene Preise für Materialien wie Stahl und Bitumen zu schaffen. Zudem hat sich auch Diesel, der für den Transport zu Baustellen in großen Mengen gebraucht wird, stark verteuert. Die Aussichten für die Branche, die der Corona-Krise dank des Immobilienbooms getrotzt hatte, haben sich damit eingetrübt. Im März kletterte der Umsatz preisbereinigt um 1,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wie die Wiesbadener Statistiker weiter berichteten. Im ersten Quartal stand ein Plus von 5,6 Prozent.

Die deutsche Baubranche hatte kürzlich wegen des Ukraine-Kriegs ihre Prognose für das laufende Jahr gesenkt. Sie rechnet für die preisbereinigten Umsätze statt mit Zuwächsen nur noch mit einer Entwicklung zwischen Null und minus zwei Prozent, wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) mitteilte.

Baubranche steigert Neugeschäft kräftig
14:24 Uhr

Japanischer Staatsfonds erwägt Kauf von Toshiba

Der Staatsfonds Japan Investment Corp (JIC) prüft einem Agenturbericht zufolge die Übernahme des japanischen Mischkonzerns Toshiba. Das meldete Bloomberg ohne Angabe von Quellen. Auch die US-Finanzinvestoren Bain Capital und CVC Partner sollen eine Akquisition erwägen. Das Konglomerat, das von Speicherchips über Drucker bis hin zu Klimaanlagen zahlreiche Produkte anbietet, hangelt sich von Krise zu Krise, seit es 2015 in einen Bilanzierungsskandal geriet. Aktivistische Investoren streben einen Verkauf oder eine Minderheitsbeteiligung von Finanzinvestoren an.

Japanischer Staatsfonds erwägt Kauf von Toshiba
13:45 Uhr

Kursrutsch: Anleger strafen Nordex ab

Deutliche Kursverluste von zeitweise zehn Prozent muss Nordex verkraften. Nordex hat die Margenprognose kräftig in den Verlustbereich gesenkt auf minus vier bis null Prozent. Zuvor war ein Plus von 1 bis 3,5 Prozent erwartet worden. Auch die Umsatzerwartung wurde zurückgenommen.

Kursrutsch: Anleger strafen Nordex ab
13:32 Uhr

Hier greifen US-Anleger vorbörslich zu

Bei den US-Einzelwerten legen die Aktien von Wendy's kräftig zu, nachdem der als aktivistischer Investor bekannte Hedgefonds Trian Interesse an einer Übernahme der Burgerkette bekundet hat. Die Aktien springen daraufhin um 11,3 Prozent.

Hier greifen US-Anleger vorbörslich zu
13:15 Uhr

Babynahrung - Danone verdoppelt Lieferungen in die USA

Der französische Lebensmittelkonzern Danone hat seine Lieferungen von Babynahrung für Säuglinge mit Kuhmilchallergie in die USA angesichts der Knappheit dort verdoppelt. Dies sagte Magdalena Broseta, bei Danone zuständig für Spezialnahrung, der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir haben unser Angebot für Neocate-Nahrung überall erhöht."

Der Anbieter Abbott Laboratories hatte im Februar Dutzende von Produkten der Marken Similac, Alimentum und EleCare zurückgerufen und damit die Nahrungsmittelkrise ausgelöst. Die Rückrufaktion betrifft Broseta zufolge 38 Märkte. "Unsere Fabrik in Europa beliefert mehrere Märkte. Natürlich sind die Zahlen und die Mengen in den USA größer, einfach wegen der Größe des Marktes." Es sei einfacher, die Einfuhren von Produkten zu erhöhen, die bereits im Land erhältlich seien, als neue einzuführen. Danone lehnte es jedoch ab, die genaue Anzahl der exportierten Dosen oder Tonnen des Produkts zu beziffern. Danone ist zwar der weltweit zweitgrößte Hersteller von Babynahrung nach dem Schweizer Lebensmittelriesen Nestle, in den USA ist der Konzern aber einer der kleineren Anbieter. Abbott musste seine Produktionsstätte in Sturgis im Bundesstaat Michigan schließen, da Säuglinge mit einem Bakterium infiziert worden waren.

Babynahrung - Danone verdoppelt Lieferungen in die USA
12:58 Uhr

US-Anleger fiebern Fed-Protokoll entgegen

Wenig bewegt zeigen sich die Futures auf die Leitindizes an der Wall Street, da sich die Anleger im Vorfeld des Fed-Protokolls zügeln. Gespannt erhoffen sie sich nähere Fingerzeige zu weiteren Plänen einer geldpolitischen Straffung und werden das Protokoll auf Aussagen zu Wirtschaft und Inflation abklopfen. Allerdings halten manche Teilnehmer das Protokoll für weniger interessant. Michael Hewson vom Broker CMC Markets meint etwa: "In Anbetracht der jüngsten Äußerungen verschiedener Fed-Vertreter könnte man argumentieren, dass dieses Protokoll wahrscheinlich etwas altbacken ist, vor allem angesichts der jüngsten Verschlechterung einiger Wirtschaftsdaten." Es sei weitgehend Konsens, dass bis September zwei Zinserhöhungen um 50 Basispunkte anstehen.

Doch wie auch immer die Bedeutung des Protokolls eingeschätzt wird, eines scheint unbestritten: Dass die Volatilität weiter anhalten wird. Am Vortag hatte die Gewinnwarnung von Snap für Turbulenzen bei den Technologiewerten gesorgt. "Technologieunternehmen haben eindeutig eine Neubewertung erfahren. Es ist unmöglich zu wissen, wie weit das geht, aber einige dieser Unternehmen sind qualitativ hochwertig und deutlich billiger als sie in letzter Zeit gehandelt worden sind", sagt Fahad Kamal, Chief Investment Officer bei Kleinwort Hambros. Für langfristig orientierte Anleger sei das von Interesse.

US-Anleger fiebern Fed-Protokoll entgegen
12:39 Uhr

Deutscher Wirtschaft droht Talfahrt

Der Ukraine-Krieg und die Pandemielage in China bremsen die deutsche Konjunktur nach Ansicht des Berliner Instituts DIW vorübergehend aus. "Angesichts des schwierigen Umfelds hält sich die deutsche Wirtschaft zwar noch gut. Dennoch wird das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal wohl vorübergehend etwas schrumpfen", sagt DIW-Experte Guido Baldi voraus. Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) verharrt demnach im Mai bei 83 Punkten. Gegenüber April hat es sich kaum verändert und liegt weiterhin deutlich unter seinem neutralen Wert von 100.

Dank steigender Investitionen war die Wirtschaft hierzulande im ersten Quartal trotz Corona-Krise und des Krieges vor den Toren der EU leicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte zwischen Januar und März um 0,2 Prozent zum Vorquartal zu. Doch vor allem die deutsche Industrie sei von den Auswirkungen der internationalen Krisen betroffen, so das DIW. Die schon seit der Pandemie bestehenden Lieferengpässe könnten sich kaum entspannen und sorgten für einen anhaltenden Mangel an Vorprodukten und Rohstoffen. Der Produktionsstau im verarbeitenden Gewerbe löst sich dem DIW zufolge nur langsam auf, so dass der hohe Auftragsbestand nur schleppend abgearbeitet werden kann.

Deutscher Wirtschaft droht Talfahrt
12:24 Uhr

DAX gibt Gewinne großteils wieder ab

Kursgewinne im frühen deutschen Aktienhandel sind am Mittag fast wieder Makulatur. War der Leitindex DAX in den ersten Handelsminuten noch um ein knappes Prozent gestiegen, so lag er zuletzt noch mit 0,23 Prozent im Plus bei 13 952 Punkten. "Es fehlen derzeit einfach die Impulse, die den Deutschen Aktienindex in irgendeine Richtung und damit weg von der 14 000er-Marke bewegen können", sagt Marktstratege Jürgen Molnar von Robomarkets.

DAX gibt Gewinne großteils wieder ab
12:10 Uhr

Neue iPhone-Modelle leiden unter China-Lockdowns

Die chinesischen Corona-Lockdowns belasten einem Medienbericht zufolge die Entwicklung neuer iPhone-Modelle von Apple. Der Zeitplan für mindestens ein Modell habe sich nach hinten verschoben, meldete Nikkei unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Im schlimmsten Fall könnten sich die Produktionspläne verzögern und weniger Geräte hergestellt werden. iPhone-Fertiger Pegatron musste wegen der Lockdowns seine Aktivitäten in den Werken Shanghai wie auch Kunshan vorübergehend einstellen. Apple hat bereits selbst erklärt, die chinesischen Lockdowns verkomplizierten die Produktion und belasteten die Nachfrage in der Volksrepublik.

Appl

Neue iPhone-Modelle leiden unter China-Lockdowns
11:33 Uhr

Fuchs Petrolub steigt bei Batterie-Spezialisten ein

Der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub erweitert seinen Tätigkeitsbereich und steigt in den Batteriemarkt ein. Das Mannheimer Unternehmen übernimmt laut Mitteilung 28 Prozent an der E-Lyte Innovations GmbH. Das Unternehmen entwickelt und produziert Flüssig-Elektrolyte für hochleistungsfähige Batterien im industriellen und im automotiven Bereich. "Damit setzen wir den Fuß auf für uns neues Terrain außerhalb der klassischen Einsatzgebiete für Schmierstoffe", so Fuchs-Petrolub-Vorstandschef Stefan Fuchs.

Insgesamt investierte der im MDAX notierte Konzern rund 8 Millionen Euro in das neue Tätigkeitsfeld. Die beiden Unternehmen wollen am Standort von Fuchs Petrolub in Kaiserslautern die Fertigungsinfrastruktur schaffen, um die Industrialisierung, Skalierung und das weitere Wachstum zu ermöglichen. Die Produktion soll im Sommer 2023 starten. Dritter Partner des Joint-Ventures sei die deutsche Customcells Holding GmbH, die sich auf die Entwicklung von hochleistungsfähigen Lithium-Ionen-Batteriezellen spezialisiert hat.

Die Beteiligung an E-Lyte könne sukzessive erhöht werden. Elektrolyte sind ein wesentlicher Bestandteil von Lithium-Ionen-Batterien unter anderem für die E-Mobilität.

Fuchs Petrolub steigt bei Batterie-Spezialisten ein
11:20 Uhr

Zahlen von Marks & Spencer nur teilweise überzeugend

Gemischt sind die Zahlen von Marks & Spencer ausgefallen, heißt es im Handel. Der britische Einzelhändler habe zwar einen kräftigen Erholungskurs vorgelegt und den Vorsteuergewinn in seinem Fiskaljahr deutlich verbessert, einige Analysten hatten aber noch mehr erwartet. Zudem blicke das Unternehmen sehr vorsichtig auf das neue Fiskaljahr, unter anderem wegen des nun fehlenden Gewinnbeitrags aus Russland. "Die Aktie bröckelt schon seit Jahresbeginn ab, daher dürfte der vorsichtige Ausblick nicht mehr so stark belasten", meint ein Händler. Für die Titel geht es um 2,0 Prozent aufwärts.

Zahlen von Marks & Spencer nur teilweise überzeugend
11:08 Uhr

Immobilienfirma im Aufwind

Das Immobilienunternehmen Aroundtown hat im ersten Quartal zugelegt. Der in der Branche entscheidende Kernwert FFO I kletterte um drei Prozent auf 89,3 Millionen Euro. Dank der Einbeziehung der Wohnimmobilientochter Grand City Properties (GCP) schnellten die Mieteinnahmen um 32 Prozent auf 309 Millionen Euro. Der Vorstand bekräftigte seine Jahresziele.

Immobilienfirma im Aufwind
10:50 Uhr

EZB warnt vor Korrektur am Immobilienmarkt

Die EZB warnt vor einer Preiskorrektur am überhitzten Häusermarkt bei abrupt steigenden Hypothekenzinsen. Dies geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Finanzstabilitätsbericht hervor. Demnach sind Häuser in der Euro-Zone jetzt im Schnitt um fast 15 Prozent überbewertet und in einigen Ländern sogar um bis zu 60 Prozent. Der Boom am Immobilienmarkt ist durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) über viele Jahre befeuert worden, da damit auch die Baufinanzierungskosten niedrig gehalten wurden. Mit der rasant steigenden Inflation steht die Zentralbank jedoch vor einer Zinswende, die womöglich im Juli kommen wird.

Laut ihrer März-Prognose erwarten die Volkswirte der EZB für das laufende Jahr eine durchschnittliche Teuerungsrate im Euroraum von 5,1 Prozent. 2023 soll sie bei 2,1 Prozent liegen und 2024 dann auf 1,9 Prozent nachgeben. Laut EZB-Chefin Christine Lagarde dürften Negativzinsen bis Ende des dritten Quartals wohl Geschichte sein und weitere Anhebungen dürften folgen. Damit werden voraussichtlich auch die Hypothekenzinsen weiter anziehen. Die EZB rechnete nun vor, dass die Häuserpreise inflationsbereinigt um 0,83 bis 1,17 Prozent für jeden Zehntel-Prozentpunkt an Hypothekenzins-Erhöhungen fallen dürften.

EZB warnt vor Korrektur am Immobilienmarkt
10:38 Uhr

Totalenergies kauft in USA zu

Der französische Ölkonzern Totalenergies kauft Global Infrastructure Partners die Hälfte an dem Erneuerbare-Energie-Unternehmen Clearway Energy ab. Dafür erhält der Infrastrukturfonds 1,6 Milliarden Dollar in bar zuzüglich einer Beteiligung in Höhe von 50 Prozent minus einer Aktie an einer Totalenergies-Tochter, die wiederum 50,6 Prozent an dem US-Solarenergie-Unternehmen Sunpower hält.

Die Transaktion bewertet Clearway Energy nach Angaben von Totalenergies mit 35,10 Dollar je Aktie und Sunpower mit 18 Dollar je Anteilsschein. Mit dem Zukauf erhöht sich das Erneuerbare-Energien-Portfolio von Totalenergies in den USA auf mehr als 25 Gigawatt.

Totalenergies kauft in USA zu
10:23 Uhr

Explodierende Nahrungsmittelpreise treffen EU-Länder stark

Die seit dem Ukraine-Krieg massiv steigenden Lebensmittelpreise belasten in der EU vor allem Verbraucher in den östlichen Staaten. So mussten Menschen in Litauen im April 22,1 Prozent mehr für Nahrungsmittel zahlen als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. In Bulgarien zogen die Preise um 21 Prozent an und in Lettland um 17,7 Prozent. Auch in Ungarn, Estland, Rumänien und der Slowakei verteuerten sich Lebensmittel mit mehr als 14 Prozent deutlich und damit stärker als im EU-Durchschnitt von 8,9 Prozent. In Deutschland lag der Preisanstieg mit 8,5 Prozent so hoch wie seit März 2008 nicht mehr. Die EU-weit geringsten Zuwächse verzeichneten Irland (+3,6 Prozent) und Frankreich (+4,3 Prozent).

Russland und die Ukraine gehören zu den führenden Exporteuren von Weizen und anderem Getreide. Der Krieg und die Sanktionen des Westens gegen die Regierung in Moskau haben viele Rohstoffe sowie Energie verteuert und sorgen für Lieferengpässe. In der Folge verteuern sich Essen und die gesamte Lebenshaltung spürbar. Davon sind wichtige Grundnahrungsmittel betroffen. So verteuerten sich Speisefette und Speiseöle im April EU-weit um 23 Prozent zum Vorjahr, in Spanien (+48,4 Prozent), Portugal (+43,8 Prozent) und Bulgarien (+43,6 Prozent) sogar etwa doppelt so stark. In Deutschland ging es hier 27 Prozent bergauf.

Explodierende Nahrungsmittelpreise treffen EU-Länder stark
10:07 Uhr

Konsumklima zeigt weiter Einbruch

Für nur wenig Erleichterung sorgt der Gfk-Konsumklima-Indikator. "Er ist zwar grottenschlecht, aber zumindest nicht noch weiter abgestürzt", sagt ein Händler. Dies war angesichts der nach oben schnellenden Inflationsraten und der daraus folgenden Konsumzurückhaltung befürchtet worden. Mit einem Wert von minus 26,0 liegt er aber zumindest im erwarteten Rahmen. "Die schlechte Nachricht ist aber, dass damit die Kaufbereitschaft weiter extrem niedrig bleibt und die Handelsumsätze belasten wird", so der Händler weiter. Die Konsum-Komponente im BIP zum zweiten Quartal dürfte daher deutlich schwächer ausfallen als bisher eingepreist.

Konsumklima zeigt weiter Einbruch
09:53 Uhr

Epic ist an der Börse

Die Aktien der Gewerbeimmobilienfirma Epic Suisse haben sich beim Börsengang an der Schweizer SIX etwas fester gezeigt. Kurz nach dem Handelsstart notieren die Titel bei 68,42 Franken und damit leicht über dem Ausgabepreis von 68 Franken je Aktie. Die anfänglich angepeilte Preisspanne hatte von 67 bis 77 Franken gereicht. Epic kommt damit auf eine Marktkapitalisierung von rund 700 Millionen Franken. Den Bruttoerlös des Börsengangs von rund 183 Millionen Franken will die Firma neben der Ablösung von Bankkrediten und Gesellschafterdarlehen auch zur Finanzierung der laufenden Entwicklungsprojekte sowie möglicher künftiger Akquisitionen verwenden.

Epic ist an der Börse
09:36 Uhr

Deutschland schrammt knapp an Rezession vorbei

Die deutsche Wirtschaft ist mit einem Mini-Wachstum in ein schwieriges Jahr gestartet. Trotz anhaltender Corona-Pandemie und erster Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine legte die Wirtschaftsleistung im ersten Vierteljahr 2022 um 0,2 Prozent zum Vorquartal zu. Das Statistische Bundesamt bestätigte seine erste Schätzung zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im ersten Quartal von Ende April. Das befürchtete zweite Minusquartal in Folge und damit eine sogenannte technische Rezession blieb zumindest aus.

Zum Vorjahreszeitraum legte die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal kalenderbereingt um 3,8 Prozent zum Vorjahr zu. In der ersten Veröffentlichung waren 3,7 Prozent vermeldet worden. Für den Aktienmarkt wirke diese Nachricht entlastend, heißt es aus dem Börsenhandel.

Allerdings haben sich die Aussichten für die Wirtschaft in Deutschland und im Euroraum erheblich eingetrübt: Steigende Energiepreise und Lieferengpässe werden zunehmend zur Belastung für die Industrie, die höchste Inflation seit Jahrzehnten bremst den privaten Konsum. Die EU-Kommission korrigierte jüngst ihre Wachstumserwartungen sowohl für die europäische Wirtschaft als auch für Europas größte Volkswirtschaft Deutschland kräftig nach unten: Für die Europäische Union sowie die Euroländer erwartet Brüssel im laufenden Jahr statt 4 Prozent nur noch jeweils 2,7 Prozent Wachstum. Die BIP-Prognose für Deutschland wurde von 3,6 Prozent auf 1,6 Prozent gesenkt.

Deutschland schrammt knapp an Rezession vorbei
09:25 Uhr

Douglas schüttelt Corona-Krise ab

Die Parfümeriekette Douglas lässt die Folgen der Corona-Krise hinter sich. Durch die Lockerung der Corona-Auflagen in zahlreichen europäischen Ländern und die Wiedereröffnung von Filialen steigerte Douglas den Umsatz von Januar bis März um über 30 Prozent auf 719 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilt. Der Umsatz habe damit auch über dem Niveau vor der Corona-Krise gelegen. Das operative Konzernergebnis (bereinigtes Ebitda) stieg nach einem Verlust im Vorjahr auf 25 Millionen Euro. "Wir erleben die Rückkehr des stationären Geschäfts und spüren zugleich weiterhin eine starke Online-Nachfrage", sagt Douglas-Chefin Tina Müller.

Douglas-Mehrheitseigner CVC hatte in der Vergangenheit Möglichkeiten für eine Rückkehr der Parfümeriekette an die Börse ausgelotet. Ein Börsengang sei für Douglas "immer eine Option", hatte Müller erst im Februar gesagt.

Douglas schüttelt Corona-Krise ab
09:07 Uhr

DAX geht munter rauf und runter

Das Auf und Ab an den Aktienmärkten hat sich auch in der laufenden Handelswoche fortgesetzt und den DAX am Dienstag erneut unter die 14.000er-Marke gedrückt - nur um ihn zum Handelsstart am Mittwoch wieder darüber zu heben. Der deutsche Börsenleitindex notiert im frühen Geschäft mit 0,6 Prozent im Plus bei Kursen um 14.015 Zähler. Die endgültigen deutschen BIP-Zahlen, die für das erste Quartal ein Mini-Wachstum von 0,2 Prozent ergaben, stützen etwas. Es sei auch ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung durchaus möglich gewesen und damit eine technische Rezession, kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf.

DAX geht munter rauf und runter
08:46 Uhr

Finanzinvestoren vor Übernahme von Aareal-Bank

Die Finanzinvestoren Advent, Centerbridge und der staatliche kanadische Pensionsfonds CPPIB haben mit ihrer zwei Milliarden Euro schweren Übernahme-Offerte für die Aareal Bank eine wichtige Hürde übersprungen.

Sie sammelten mehr als 60 Prozent der Anteile ein, wie sie am Morgen mitteilten. "Wir freuen uns über das erfolgreiche Übernahmeangebot, das die langfristige Entwicklung und die Position der Aareal Bank als führendes Unternehmen ihrer Branche stärken wird", sagte Ranjan Sen, Managing Partner von Advent.

Die Investoren hatten den Vollzug ihres Angebots unter anderem an die Bedingung geknüpft, mindestens 60 Prozent der Aktien des Geldhauses einzusammeln. Dies ist ihnen nun gelungen. Mit einem ersten Übernahmeversuch waren die Finanzinvestoren im Februar gescheitert, als sie die Hürde von 60 Prozent rissen.

Doch mit ihrer erhöhten neuen Offerte haben sie die Hedgefonds Petrus und Teleios auf ihre Seite gezogen. Diese hatten den ersten Vorstoß zu Fall gebracht. Die Investoren hatten sich verpflichtet, den Wachstumskurs der Bank zu unterstützen und die lukrative IT-Tochter Aareon für zumindest drei Jahre nicht zu verkaufen. Die Bank soll nach der Übernahme von der Börse genommen werden.

Finanzinvestoren vor Übernahme von Aareal-Bank
08:37 Uhr

"Absoluter Tiefpunkt" - Inflation zerstört Konsumklima

Die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland bleibt angesichts der hohen Inflation schlecht. Sehr schlecht!

Das vom Marktforschungsunternehmen GfK ermittelte Konsumklima verbesserte sich im Mai zwar geringfügig, "ist aber nach wie vor an einem absoluten Tiefpunkt", erklärte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl am Mittwoch. Der GfK-Index war im April auf einen noch niedrigeren Wert als im ersten Corona-Lockdown gefallen. Im Mai brach die Verbraucherstimmung nun wenigstens nicht weiter ein, wie Bürkl sagte. Der GfK-Index erreichte minus 26,6 Punkte. Für Juni erwarten die Marktforscher minus 26 Punkte.

Die Verbraucher fürchten laut GfK-Umfrage immer noch eine Rezession. Die Einkommenserwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher verbesserten sich zwar etwas - das Niveau bleibe aber "weiterhin enorm niedrig", wie Bürkl sagte. Grund sei neben der Verunsicherung durch den Ukraine-Krieg vor allem die hohe Inflation: "Explosionsartig gestiegene Energie- und Lebensmittelpreise knabbern an der Kaufkraft der Haushalte und verhindern derzeit eine bessere Entwicklung des Einkommensindikators", erläuterte Bürkl.

"Absoluter Tiefpunkt" - Inflation zerstört Konsumklima
08:12 Uhr

Ölpreis legt noch einmal deutlich zu

Die Ölpreise steigen im frühen Handel. Am Morgen kostet ein Barrel Brent 114,89 US-Dollar. Das sind 1,33 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI steigt um 1,30 Dollar auf 111,07 Dollar.

Auftrieb erhalten die Rohölpreise durch neue Lagerdaten aus den USA. Nach Angaben des Branchenverbands American Petroleum Institute sind die landesweiten Bestände an Benzin und Diesel in der vergangenen Woche gefallen. Am Ölmarkt sorgte dies vor der bald beginnenden Sommerreisesaison für steigende Notierungen. Am Nachmittag gibt die US-Regierung ihre wöchentlichen Vorratszahlen bekannt.

Ölpreis legt noch einmal deutlich zu
08:04 Uhr

Kiwi-Dollar legt zu - Euro schwächelt

Der Euro tendiert am Morgen etwas schwächer.

Im frühen Handel kostet die Gemeinschaftswährung 1,0705 US-Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Am Dienstag war der Euro mit 1,0749 auf einen einmonatigen Höchststand gestiegen. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,0720 Dollar festgesetzt. Euro / Dollar

Kursgewinne verzeichnete am Morgen der neuseeländische Dollar. Die Notenbank des Landes hob ihren Leitzins zum zweiten Mal in Folge deutlich um 0,5 Prozentpunkte an. Sie zählt damit zu den größeren Zentralbanken, die sich am entschiedensten gegen die hohe Teuerung stemmen. Große Zinsschritte um einen halben Prozentpunkt hatten zuletzt unter anderem die Notenbanken der USA und Kanadas vorgenommen. In der EZB gehen die Meinungen über ein solches Vorgehen auseinander.

Auch im Tagesverlauf dürfte die Geldpolitik breiten Raum einnehmen. Am Abend veröffentlicht die US-Zentralbank Federal Reserve ihr Protokoll zur jüngsten Zinssitzung.

Kiwi-Dollar legt zu - Euro schwächelt
07:49 Uhr

Firmen wollen mehr einstellen, doch Stellen bleiben unbesetzt

Trotz vieler Unsicherheiten wie dem Krieg in der Ukraine und den Corona-Lockdowns beim wichtigsten Handelspartner China planen die Unternehmen in Deutschland vermehrt Neueinstellungen. Das Beschäftigungsbarometer kletterte im Mai um 1,2 auf 104,0 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch zu seiner monatlichen Umfrage unter Tausenden Unternehmen mitteilte. "Die robuste Wirtschaftsentwicklung in Deutschland zeigt sich auch auf dem Arbeitsmarkt", sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. "Der Fachkräftemangel bleibt indes hoch. Die Unternehmen können nicht alle offenen Stellen besetzen."

Firmen wollen mehr einstellen, doch Stellen bleiben unbesetzt
07:27 Uhr

Nächster Fahrdienstvermittler tritt auf die Sparbremse

Der US-Mitfahranbieter Lyft plant Sparmaßnahmen. Zum einen tritt er bei Neueinstellungen auf die Bremse, kappt die Budgets einiger Abteilungen und gewährt einigen Mitarbeitern neue Aktienoptionen, um den fallenden Aktienkurs auszugleichen.

Damit schließt sich die Lyft Inc. dem Rivalen Uber Technologies Inc. an, der angesichts der abkühlenden Anleger-Euphorie für Tech-Aktien ebenfalls Einschnitte vornimmt. Lyft-Präsident John Zimmer kündigte die Maßnahmen am Dienstag in einem Memo an die Mitarbeiter an.

Das bedeutet, dass das Unternehmen weniger Initiativen Priorität einräumt, viele der derzeit offenen Stellen nicht besetzt und sich bei Neueinstellungen auf die als kritisch erachteten Stellen konzentriert, wie zum Beispiel im Kerngeschäft Fahrten, so Lyft-Boss John Zimmer. Er sagte, dass keine Entlassungen geplant sind.

Die Aktien von Lyft haben seit Jahresbeginn mehr als 60 Prozent verloren, mehr als doppelt so viel wie der Nasdaq Composite Index. Nachdem sie am Dienstag um mehr als 15 Prozent gefallen waren, stiegen sie im nachbörslichen Handel nach dem Bericht des Journals um weniger als 1,5 Prozent.

Nächster Fahrdienstvermittler tritt auf die Sparbremse
07:12 Uhr

Asiens Anleger machen sich Sorgen um Inflation und Wachstum

Die Börsen in Asien starten durchwachsen in den Handel. Die Anleger sind besorgt über die Konjunkturabschwächung: Die Gewinnspannen der Unternehmen sind wegen Lieferkettenengpässen und steigender Kosten unter Druck geraten und die steigende Inflation zwingt die Verbraucher, ihre privaten Ausgaben zu kürzen.

"Das Problem der Fed ist derzeit, dass viele schwache Indikatoren und Umfragen auf eine Verlangsamung hindeuten", sagte Steve Englander von der Standard Chartered Bank. "Zwar deuten die harten Daten zu Aktivität und Inflation nicht auf eine bevorstehende Verlangsamung hin, doch ist es schwer zu ignorieren, wenn an nur einem Tag der S&P-Dienstleistungs-PMI, die Verkäufe neuer Häuser und der Richmond-Fed-Index alle unter den niedrigsten Erwartungen liegen."

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent tiefer bei 26.713 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index blieb unverändert und lag bei 1878 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,1 Prozent.

Asiens Anleger machen sich Sorgen um Inflation und Wachstum
06:30 Uhr

Das wird für den DAX heute wichtig

"Wie gewonnen, so zerronnen" lautete wieder einmal das Motto an den europäischen Aktienmärkten. Nach ihren jüngsten Kursgewinnen gingen die Indizes am Dienstag wieder auf Tauchstation. Auch an der Frankfurter Börse herrschte Katerstimmung, mit dem DAX ging es deutlich abwärts.

"Aufgrund zahlreicher Krisen verlangsamt sich das Wachstum, während die Inflation steigt und die Notenbanken zu einer restriktiven Politik zwingt, was wiederum die Finanzierungsbedingungen und damit auch die Risikoeinstellung der Investoren insgesamt verschlechtert", fasste Anlagestratege Jürgen Molnar vom Brokerhaus RoboMarkets die Gemengelage zusammen. "Kein Wunder also, dass die Stimmung an der Börse aktuell so negativ ist wie schon lange nicht mehr."

Diese Themen werden das Handelsgeschehen weiter bestimmen, zumal die Datenlage an der Konjunkturfront relativ dünn ist. Eine Stunde vor Handelsbeginn gibt es den GfK-Konsumklimaindikator für Juni. Zudem werden Daten zur Auftragslage im deutschen Bauhauptgewerbe im März veröffentlicht.

Interessant wird es am Abend, wenn das Protokoll zur jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank veröffentlicht wird. Am Nachmittag gibt es aus den USA Zahlen zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im April.

Das wird für den DAX heute wichtig