Mittwoch, 07. November 2018Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper
17:59 Uhr

US-Zwischenwahl stützt den Dax

Dax
Dax 15.348,53

Nach einem kurzen Aufatmen kehrt der deutsche Aktienmarkt nach den US-Kongresswahlen wieder zur Tagesordnung zurück. Der Dax schließt bei 11.579 Punkten 0,8 Prozent höher.

Ganz unten stehen mit Abschlägen von je 3,5 Prozent Adidas und BMW. Anleger machen bei dem Sportartikelhersteller trotz einer höheren Gewinnprognose für 2018 Kasse. Beim Autobauer nehmen die Anleger nach einem unerwartet hohen Gewinneinbruch Reißaus.

Gesucht sind hingegen die Aktien des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care. Die Ablehnung eines Bürgerbegehrens in Kalifornien bewahrt den Konzern vor Gewinnminderungen im wichtigen US-Geschäft. FMC-Aktien steigen 9,6 Prozent und liegen damit vor den Papieren der Konzernmutter Fresenius, die 3,3 Prozent gewinnt, an der Dax-Spitze.

17:24 Uhr

EZB nominiert neuen Bankenaufseher der Euro-Zone

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Andrea Enria

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) nominiert den Italiener Andrea Enria als Nachfolger der scheidenden SSM-Chefin Daniele Nouy. Nach Mitteilung der EZB wurde der Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments (EP) darüber informiert.

  • Stimmen EP und die Staats- und Regierungschefs zu, kann Enria 2019 den Single Supervisory Mechanism (SSM) leiten, der die direkte Aufsicht über die 119 größten Banken des Euroraums ausübt. Gegenwärtig wird er von der Französin Daniele Nouy geleitet, deren Amtszeit im Dezember ausläuft.
  • Enria ist Chef der Bankenaufsichtsbehörde EBA, unter deren Leitung unter anderem die Stresstests der europäischen Banken stattfinden.
  • Die Abstimmung erfolgte in geheimer Wahl. Wegen der Rotation der Stimmrechte haben die Zentralbankgouverneure von Frankreich, Lettland, Litauen und Luxemburg nicht an der Abstimmung teilgenommen. Sloweniens Zentralbank hat derzeit keinen Gouverneur.
  • Die Wahl des Italieners Enria erhöht die Chancen des Gouverneurs der irischen Zentralbank, Philip Lane, im nächsten Jahr Mitglied des EZB-Direktoriums zu werden, wenn der Belgier Peter Praet aus dem Gremium ausscheidet.
16:40 Uhr

Spanien drückt Banken eine neue Steuer auf

Caixabank
Caixabank 2,48

Auf die spanischen Banken kommt eine neue Steuer zu. Die Regierung will mit einer Gesetzesänderung dafür sorgen, dass die Geldhäuser künftig für die sogenannte Stempelsteuer bei Hypothekendarlehen aufkommen müssen. Bisher müssen die Kunden die Abgabe zahlen, die für die Ausstellung der Dokumente fällig wird. Das Gesetz werde in Kraft treten, erklärte die Regierung.

  • Die Aktien der großen spanischen Banken legen dennoch deutlich zu, da die Steuer nicht rückwirkend gelten wird. Mit der Gesetzesänderung sorgt die Regierung dafür, dass die Banken trotz einer gegenteiligen Entscheidung des Obersten Gerichts künftig für die Abgabe aufkommen müssen.
  • Die Richter hatten am Dienstag überraschend geurteilt, dass die Stempelsteuer weiterhin von den Kunden getragen werden muss.
  • Die Entscheidung bewahrte die Banken vor möglichen Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe und beflügelte die Aktien spanischer Geldhäuser.
  • Die Papiere der Caixabank notieren am Nachmittag rund vier Prozent höher. Die Aktien von Banco Sabadell und Santander legen je rund drei Prozent zu, BBVA und Bankinter gewannen je rund zwei Prozent.
15:59 Uhr

US-Zwischenwahlen: Investoren hoffen auf Stabilität

Dow Jones
Dow Jones 33.919,84

Die Wall Street reagiert mit Gewinnen auf den Ausgang der US-Kongresswahlen. Überwiegend sei mit dem Ergebnis gerechnet worden, erklären Händler. Der Dow Jones liegt kurz nach Handelsbeginn knapp ein Prozent höher bei 25.850 Punkten.

"Die Märkte können traditionell mit einer Aufteilung von Repräsentantenhaus und Senat gut leben", sagt Investment-Stratege Todd Jablonski von Principal Portfolio Strategies. "Die Investoren sehen darin eine Form von Stabilität und die Aussicht, dass es nicht schnell zu radikalen Veränderungen kommt", sagt der Teilnehmer weiter.

Einige Anleger geben sich zuversichtlich, dass Demokraten und Republikaner sich beim Thema Infrastruktur zusammenraufen werden. Ein entsprechendes Programm könnte der ganzen inländischen Wirtschaft zugute kommen, sagte Analyst Jim Lydotes vom Brokerhaus BNY Mellon Global Infrastructure Income Fund.

15:07 Uhr

Spekulationen über Förderdrosselung treiben Ölpreis an

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In den vergangenen Tagen hatten die Ölpreise deutlich nachgegeben, unter anderem wegen Ausnahmeregeln für Länder, die iranisches Öl einführen.

picture alliance / dpa

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 70,52

Berichte, wonach Saudi-Arabien und Russland über Fördersenkungen im kommenden Jahr sprechen, lassen die Ölpreise kräftig zulegen.

Wie die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Opec-Kreise berichtete, sollen die beiden Länder bilaterale Gespräche über mögliche Produktionskürzungen für 2019 gestartet haben. Der Vorschlag sei von Saudi-Arabien gekommen, hieß es. "Meiner Meinung nach ist das eine Form von verbaler Intervention, um die Spekulationen auf steigende Preise im Markt wieder anzuheizen", sagte Analyst Olivier Jakob von Petromatrix.

Klarheit könnte bereits das Opec-Treffen am Wochenende liefern. Daneben stehen die wöchentlichen US-Lagerdaten im Fokus. Am Vorabend vermeldete das API eine erneute Zunahme um 7,8 Millionen Barrel - viel mehr als von Analysten erwartet. Nun werde auf die offiziellen Daten gewartet. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI klettert um 0,9 Prozent auf 62,80 Dollar. Für Brent geht es um 1,2 Prozent auf 73,03 Dollar nach oben.

14:02 Uhr

Kann US-Wahl Handelsstreit mit China entschärfen?

Während viele Währungen nach den US-Zwischenwahlen zum Dollar zulegen, gibt der Yuan nach. Für einen Dollar wurden zwischenzeitlich 6,9414 sogenannte Onshore-Yuan (CNY) gezahlt. Zum Ende des asiatisch dominierten Handels erholte sich der Yuan auf 6,9253 je Dollar, blieb damit aber unter seinem Tageshoch von etwa 6,9125.

  • Das Wahlergebnis habe voraussichtlich keinen Einfluss auf den Handelsstreit zwischen den USA und China, meint die RBC. Die Analysten verweisen auf die "Autorität" des US-Präsidenten Donald Trump, was die Handelspolitik angeht.
  • Überdies finde die Strategie des Präsidenten überparteilich Zustimmung. Die Investmentbank erwartet daher "fortgesetzten Druck an dieser Front" und sieht das "Risiko, dass Trump eine noch aggressivere Haltung" einnimmt.
13:48 Uhr

Dollar fällt auf Zwei-Wochen-Tief

US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,85

Nach der US-Kongresswahl wagen sich Investoren aus der Deckung. Auch Torsten Slok, internationaler Chefökonom der Deutschen Bank, ist optimistisch. "Während die gegenläufigen Mehrheiten in der Regel zu einem politischen Stillstand im Kongress führen, sind die Auswirkungen auf die Aktienmärkte wohl eher positiv: Historisch gesehen haben sich Aktien gut entwickelt, wenn der Kongress gespalten war", erläuterte Slok.

Beim Dollar treten Devisenanleger hingegen den Rückzug an. Der Dollar-Index, der die Leitwährung zu anderen wichtigen Devisen misst, fiel um ein halbes Prozent auf ein Zwei-Wochen-Tief von 95,82 Punkten. Der Euro legte auf 1,1486 Dollar zu.

12:56 Uhr

Draghi stellt klare Forderungen an Italien

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(Foto: REUTERS)

EZB-Präsident Mario Draghi fordert den italienischen Finanzminister Giovanni Tria nach Informationen aus EU-Kreisen zur strikten Haushaltsdisziplin auf. Dies sei aus Draghis Sicht wegen der hohen Schulden Italiens und des geringen Wirtschaftswachstums wichtig, sagten zwei EU-Insider. Die Disziplin müsse über das hinausgehen, was in den EU-Bestimmungen geregelt sei, habe Draghi seinem Landsmann Tria in Brüssel am Rande des Treffens der Euro-Finanzminister gesagt. Die Europäische Zentralbank (EZB) war nicht zu einer Stellungnahme dazu bereit.

Italien liegt wegen seiner Etatpläne im Streit mit der EU-Kommission, die bereits mit Strafmaßnahmen gedroht hat. Die populistische Regierung in Rom plant für das kommende Jahr eine deutlich höhere Neuverschuldung als die Vorgängerregierung zugesagt hatte. Das Haushaltsdefizit soll nun 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen. Die Neuverschuldung läge damit unter der im EU-Stabilitätspakt verankerten Grenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung.

11:56 Uhr

Findet Thyssen-Aufzugssparte einen neuen Chef?

ThyssenKrupp
ThyssenKrupp 8,54

Beim Essener Industriekonzern Thyssenkrupp kehrt keine Ruhe ein. Der Chef der Aufzugssparte, Andreas Schierenbeck, steht vor der Ablösung. Es gebe "strategische Diskussionen über die Ausrichtung" des Geschäftsbereichs, heißt es in einem Brief des Vorstands an die Mitarbeiter des Konzerns, über den die "WAZ" berichtet.

In diesem Zusammenhang würden auch "Gespräche über die Auflösung des Anstellungsverhältnisses von Andreas Schierenbeck geführt". Ein Thyssenkrupp-Sprecher wollte sich nicht zu dem Brief äußern. Die Aufzugssparte mit weltweit rund 50.000 Beschäftigten und einem Umsatz von 7,7 Milliarden Euro zählt zu den wichtigsten und ertragreichsten Geschäftsfeldern der Essener.

Neuer Chef der Aufzugsparte von Thyssenkrupp könnte Insidern zufolge Peter Walker werden, der bislang das operative Geschäft der Einheit leitet. Es gebe aber noch keine finale Entscheidung, auch andere Kandidaten könnten in Erwägung gezogen werden, sagten zwei mit der Sache vertraute Personen.

Thyssenkrupp hat turbulente Monate hinter sich. Im Sommer hatten Vorstandschef Heinrich Hiesinger und der Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich Lehner das Handtuch geworfen. Der neue Vorstandsvorsitzende und frühere Finanzchef von Thyssenkrupp, Guido Kerkhoff, will den Traditionskonzern in zwei selbstständige börsennotierte Unternehmen aufspalten.

 

11:03 Uhr

Fresenius hat eine Sorge weniger

FMC
FMC 61,40

Aufatmen beim Dialysekonzern Fresenius Medical Care (FMC) und dessen Anlegern:. Die Kostenerstattung für Dialysebehandlungen im US-Bundesstaat Kalifornien wird nicht gedeckelt. Ein entsprechendes Bürgerbegehren, über das parallel zur Gouverneurswahl entschieden wurde, ist abgelehnt worden. Damit werden die Margen der Dialysebetreiber nicht, wie in dem Bürgerbegehren vorgesehen, bei 15 Prozent gekappt.

Anleger goutierten das für FMC positive Votum zu Handelsbeginn mit kräftigen Kursaufschlägen: FMC-Aktien stiegen im frühen Handel um knapp acht Prozent auf 74,44 Euro und waren damit größter Gewinner im Dax. Mit einer Zustimmung zu dem Bürgerbegehren wären die von den großen Dialyseunternehmen wie FMC und DaVita erzielten Gewinne in den USA begrenzt worden. Gewerkschaften hatten das Bürgerbegehren unterstützt.

10:33 Uhr

Osram will sich auf neue Märkte konzentrieren

Osram
Osram 55,00

Osram treibt seinen Umbau weiter voran. Nach zwei Gewinnwarnungen im nun abgelaufenen Geschäftsjahr wegen Absatzproblemen in der Automobilindustrie und Projektverschiebungen im Smartphone-Sektor waren die Anleger reichlich verschreckt.

  • Mit einer stabilen Dividende, einem weiteren Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 400 Millionen Euro sowie einer neuen Konzernstruktur will der Münchner Lichtkonzern ihr Vertrauen zurückgewinnen. Doch die Verantwortlichen warnen: Leichter wird es in den kommenden Monaten kaum werden.
  • Schon lange betont Vorstandschef Olaf Berlien die Abkehr vom klassischen Leuchtengeschäft und die Konzentration auf neue Wachstumsmärkte in Hightech-Bereichen wie der Photonik und optischen Technologien.
  • "Wir werden unser Profil weiter schärfen und uns innerhalb neu zugeschnittener Geschäftsbereiche noch nachdrücklicher auf wachstumsstarke Märkte ausrichten", sagte er bei der Vorlage der aktuellen Geschäftszahlen.
  • Dazu gehört etwa eine Reduzierung des Auto-Anteils am Umsatz von derzeit der Hälfte auf künftig rund ein Drittel. "In den nächsten fünf Jahren sollten wir diese Balance gut erreicht haben", sagte Berlien. Die Ausrichtung soll sich auch in der Unternehmensstruktur widerspiegeln.

Der wichtigste Geschäftsbereich bleibt zwar die Belieferung der Automobilindustrie mit LED-Komponenten und Lasertechnologie. Dort fließt auch das im Juli geschaffene Gemeinschaftsunternehmen Osram Continental mit ein. Ebenso wichtig aber wird die Sparte der optischen Halbleiter - Opto Semiconductors - mit einem nahezu gleichgroßen Umsatzanteil. Mit dem Zukauf des US-Sicherheitsspezialisten Vixar hatte sich Osram zuletzt in diesem Geschäftsfeld verstärkt.

09:44 Uhr

Trotz Gewinnprognose: Anleger machen Bogen um Adidas

Dax
Dax 15.348,53

Nach den Kongresswahlen in den USA startet der deutsche Aktienmarkt freundlich in den neuen Tag. Der Dax gewinnt im frühen Handel 0,46 Prozent auf 11.537 Punkte.

Lange Gesichter gibt es bei BMW-Anlegern. Der Autobauer macht im dritten Quartal rund ein Viertel weniger Gewinn. Die Aktien rutschen um rund zwei Prozent ab. Adidas verlieren 3,7 Prozent. Dank boomender Geschäfte in den USA und China soll der Gewinn bei Adidas in diesem Jahr noch stärker steigen als bisher gedacht. Der Umsatz soll währungsbereinigt aber geringer ausfallen als gedacht. Fresenius Medical Care setzen sich mit einem Plus von mehr als acht Prozent an die Dax-Spitze.

Die Republikaner um US-Präsident Donald Trump verloren im Repräsentantenhaus wie von Experten erwartet die Mehrheit, konnten sie im Senat aber behaupten. Die Spaltung im Kongress dürfte es für Trump schwieriger machen, seine Politik umzusetzen. "Seine fiskalpolitische Agenda mit Steuersenkungen und erhöhten Ausgaben für Rüstung und eine Mauer gegenüber Mexiko wird kaum in der gesehenen Form weiterlaufen können", sagte Marktexperte Thomas Meissner von der LBBW.

08:28 Uhr

Ölpreise sacken weiter ab

Brent Rohöl
Brent Rohöl 74,28

Die Ölpreise haben am Mittwoch ihre Tendenz der vergangenen Tage fortgesetzt und sind weiter gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 71,76 US-Dollar. Das waren 37 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 48 Cent auf 61,73 Dollar.

Seit einigen Wochen hat die Stimmung an den Rohölmärkten gedreht. War bis Anfang Oktober noch von Rohölknappheit ausgegangen worden, wird aktuell eher ein Erdölüberfluss erwartet. Wichtigster Grund für den Stimmungswechsel ist, dass die USA ihr Ölembargo gegen Iran wesentlich schwächer umsetzen, als dies erwartet wurde. So sollen zahlreiche wichtige Abnehmer iranischen Rohöls temporär von dem Embargo ausgenommen werden. Dies hat die Furcht vor Angebotsengpässen stark vermindert.

Darüber hinaus zeichnet sich ab, dass das Ölangebot aus großen Fördernationen wie den USA weiter steigt. Am Dienstag hob die US-Energiebehörde EIA ihre Prognose für die amerikanische Erdölproduktion weiter an. Russland und das Ölkartell Opec haben ihre Förderung zuletzt ebenfalls ausgeweitet. Das steigende Angebot drückt auf die Preise.

08:25 Uhr

Japan- und China-Märkte drehen ins Minus

Nach der Wahlschlappe für die Republikaner von US-Präsident Donald Trump im Repräsentantenhaus haben die asiatischen Märkte einen Gang zurückgeschaltet. Der Nikkei-Index gab am Mittwoch 0,3 Prozent auf 22.085 Punkte nach, der breiter gefasste Topix fiel um 0,4 Prozent. Der Shanghai-Composite verlor 0,7 Prozent. Anfänglich hatten die Märkte in Japan und China noch mit leichten Gewinnen auf die sich andeutende Teilniederlage der Republikaner bei der Kongresswahl reagiert.

Nach ersten Ergebnissen und Medienberichten aus der Nacht nahmen die Demokraten den Republikanern die Kontrolle über das Repräsentantenhaus ab. In der zweiten Kongresskammer, dem Senat, konnten die Republikaner dagegen ihre Mehrheit ausbauen.

"Es droht für die kommenden zwei Jahre Stillstand", resümierten die Analysten der LBBW in einem Kommentar. Chef-Investmentstratege Norihiro Fujito vom Broker Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities prognostizierte, die Aussicht auf weitere Steuersenkungen und eine unternehmensfreundlichere Politik in den USA sei gesunken.

07:52 Uhr

Euro profitiert von US-Kongresswahl

Der US-Dollar ist nach vorläufigen Ergebnissen der amerikanischen Kongresswahl unter Druck geraten. Im Gegenzug profitierten viele andere Währungen, darunter der Euro. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1450 Dollar und damit knapp einen halben Cent mehr als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1428 Dollar festgesetzt.

Bei den amerikanischen Kongresswahlen zeichnet sich ab, dass die Republikaner von Präsident Donald Trump ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren. Damit wird das Regieren für Trump komplizierter.

07:42 Uhr

Adidas liefert sehr gute Zahlen

Adidas
Adidas 283,55

Gute Nachrichten von Adidas: Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller erhöht seine Gewinnprognose für das laufende Jahr trotz eines mühsameren Geschäfts in Westeuropa. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft werde in diesem Jahr um 16 bis 20 Prozent auf bis zu 1,72 Milliarden Euro steigen, teilte der Dax-Konzern mit. Bisher hatte Adidas maximal 1,68 Milliarden in Aussicht gestellt. Der Umsatz werde 2018 aber währungsbereinigt nur um acht bis neun Prozent zulegen statt der erhofften zehn Prozent. Denn in Westeuropa sei das Geschäft weniger stark gewachsen als gedacht.

Im dritten Quartal stieg der Umsatz währungsbereinigt um acht Prozent auf 5,87 Milliarden Euro, etwas weniger stark als von Analysten gedacht. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft legte um 109 Prozent auf 656 Millionen Euro zu und übertraf damit die Erwartungen der Analysten deutlich.

07:19 Uhr

Nach US-Midterms: Dax wird fester erwartet

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(Foto: REUTERS)

Die US-Midterms scheinen das an der Börse erwartete Ergebnis zu liefern. Die Futures auf die Aktienindizes notieren weltweit im grünen Bereich, der Dax wohl fester in den Handel starten. Der Frankfurter Leitindex notierte vorbörslich 0,7 Prozent bei 11.563 Punkten.

"Die US-Zwischenwahlen führen zu einem geteilten Kongress, der die innenpolitische Agenda von Trump weitgehend lähmt", heißt es am Morgen von Jan von Gerich, Marktstratege bei Nordea. Der US-Präsident dürfte weiter mit Dekreten regieren und den Handelskrieg weiter eskalieren zu lassen. Dies dürfte die Risikobereitschaft belasten, erwartet Gerich. Damit könnte im Tagesverlauf Abgabedruck aufkommen.

06:18 Uhr

Asien-Märkte nach US-Kongresswahlen im Plus

Nikkei
Nikkei 29.665,42

Die asiatischen Aktienmärkte haben zunächst mit leichten Gewinnen auf die sich abzeichnende Teilniederlage der Republikaner von US-Präsident Donald Trump bei der Kongresswahl reagiert. Der sich andeutende Verlust der Mehrheit im Repräsentantenhaus entspreche den Prognosen und sei vom Markt schon etwas eingepreist worden, sagte Chef-Investmentstratege Norihiro Fujito vom Broker Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. Die Gewinne wären aber sicher größer gewesen, wenn die Republikaner neben dem Senat auch die zweite Kongresskammer gehalten hätten. So sei aber die Aussicht auf weitere Steuersenkungen und eine unternehmensfreundlichere Politik in den USA gesunken.

An der Tokioter Börse legte der Leitindex Nikkei um 0,5 Prozent 22.265 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix gewann 0,4 Prozent auf 1665 Zähler. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 0,5 Prozent höher. Auch die chinesischen Märkte in Shanghai und in Hongkong sowie die südkoreanische Börse in Seoul lagen im Plus.

Am Devisenmarkt in Fernost geriet der US-Dollar etwas unter Druck. Der Euro legte 0,3 Prozent auf 1,1464 Dollar zu. Zur japanischen Währung verlor die US-Währung leicht auf 113,22 Yen.

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