Montag, 14. September 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Anleger schauen auf die Fed - Dax legt sich zur Ruhe

Nach dem gescheiterten Dax-Ausflug vom Vormittag an die 13.300er-Marke ist das Geschäft an den europäischen Aktienmärkten am Nachmittag regelrecht eingeschlafen. "Am Markt traut sich keiner mehr aus der Deckung", sagte ein Börsianer. Neben der Sitzung der US-Notenbank Fed werfe auch bereits der große Eurex-Verfall am Freitag seine Schatten voraus. Am Freitag laufen Terminkontrakte auf Indizes und Einzelaktien aus, Händler sprechen vom so genannten großen Hexensabbat, dessen Entwicklung kaum kalkulierbar seien.

Dax
Dax 12.870,87

Der Dax schloss 0,1 Prozent tiefer bei 13.194 Punkten. Der MDax gewann dagegen 0,8 Prozent auf 27.575 Zähler. Der TecDax vermehrte sich um 0,7 Prozent auf 3091 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,1 Prozent höher bei 3319 Punkten.

Unterdessen schürten mehrere milliardenschwere Übernahmen Spekulationen auf eine anstehende Fusionswelle. So verkauft der japanische Technologie-Investor Softbank den Chip-Designer Arm für 40 Milliarden Dollar an den Grafikchip-Spezialisten Nvidia. Im Dax waren Infineon mit plus 3,3 Prozent klare Gewinner.

Im MDax gewannen Airbus 3,6 Prozent. Der Flugzeugbauer hält betriebsbedingte Kündigungen für unumgänglich.

17:19 Uhr

Insider nennen Daimlers Vergleichssumme im US-Dieselstreit

Daimler
Daimler 45,70

Daimler muss Insidern zufolge in den USA 875 Millionen Dollar für die Beilegung des Rechtsstreits um überhöhte Dieselemissionen zahlen. Das erfuhr Reuters im Vorfeld der geplanten Veröffentlichung des Vergleichs der Stuttgarter mit den US-Behörden.

Darin werde von dem deutschen Autobauer nicht verlangt, die US-Fahrzeuge zurückzukaufen, hieß es. Daimler werde die Fahrzeuge reparieren und erweiterte Garantien anbieten. Daimler äußerte sich zunächst nicht. Der Vergleich soll um 14 Uhr Ortszeit (20 Uhr MESZ) auf einer Pressekonferenz in den USA veröffentlicht werden.

16:47 Uhr

BP sieht Ende des Öl-Zeitalters angebrochen - und schwenkt um

03984dc7f116a5e585ddca4ad415e1a6.jpg

(Foto: dpa)

BP sieht den Verbrauch fossiler Brennstoffe zum ersten Mal in der modernen Geschichte sinken. Neben dem durch die Klimapolitik angekurbelten Wachstum der erneuerbaren Energien werde vor allem die Corona-Pandemie den Verbrauch nachhaltig beeinflussen, erklärte der britische Öl- und Gasriese in seinem Energieausblick 2020.

Die Prognose untermauert den Strategieschwenk des 111 Jahre alten Unternehmens, das sich in Zukunft voll und ganz auf grüne Energie fokussieren will. Bis zur Mitte des Jahrhunderts will BP die Kohlenstoffemissionen aus seiner Geschäftstätigkeit auf Null senken.

BP geht davon aus, dass sich der durch die Pandemie eingebrochene Ölverbrauch trotz nachlassender Reisebeschränkungen in den nächsten Jahren nur teilweise erholen kann. Das vermehrte Arbeiten von zu Hause aus werde zu einem langsameren Wachstum des Energieverbrauchs führen, hieß es.

16:21 Uhr

Airbus muss wohl betriebsbedingt kündigen

Airbus
Airbus 62,56

Eine schlechte Nachricht kommt von Airbus: Der Chef des europäischen Flugzeugbauers, Guillaume Faury, hält betriebsbedingte Kündigungen im Zuge des Abbaus von bis zu 15.000 Stellen für unumgänglich.

  • "Ich muss offen zu euch sein: Es ist unwahrscheinlich, dass freiwillige Kündigungen ausreichen werden", zitierte Reuters aus dem Brief des Top-Managers an die Belegschaft.

Bisher hatte Airbus nur davon gesprochen, dass betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen seien. Ein Grund für seinen pessimistischeren Ton sei, dass sich die Luftfahrt im Sommer nicht so weit erholt habe wie in der Branche erhofft, schrieb Faury. Die Krise werde wahrscheinlich tiefgreifender sein und länger dauern als gedacht.

Die im MDax notierte Airbus-Aktie verteuerte sich am späten Nachmittag um 3,8 Prozent.

15:59 Uhr

Wall Street startet mit dickem Plus - Dax unbeeindruckt

a78c8fc92701b62a8c426cee3eec8344.jpg

(Foto: REUTERS)

Mit Gewinnen ist die Wall Street in den heutigen Handel gestartet. Kurs nach Handelsbeginn stieg der Dow-Jones-Index um 1 Prozent auf 27.948 Punkte, der S&P-500 und der Nasdaq-Composite gewannen je 1,4 Prozent. In der vergangenen Woche und auch schon davor waren teils massive Tagesschwankungen zu beobachten gewesen, ausgelöst vor allem von Gewinnmitnahmen bei den heißgelaufenen Technologieaktien. So verzeichneten die Nasdaq-Indizes den kräftigsten Wochenverlust seit dem Höhepunkt der Corona-Krise im März.

Bei den Einzelwerten sprangen Oracle um 6 Prozent nach oben. Nachdem Microsoft im Werben um die chinesische App Tiktok verschmäht wurde, soll Kreisen zufolge nun Oracle den Zuschlag erhalten haben. Nvidia kletterten um 8 Prozent. Der japanische Technologiekonzern Softbank hat den Verkauf des britischen Chipdesigners Arm Holdings im Wert von rund 40 Milliarden Dollar an Nvidia bestätigt.

In Frankfurt dagegen nichts Neues: Der Dax verzeichnete ein Mikro-Minus von 0,01 Prozent auf 13.200 Punkte.

15:31 Uhr

Wann beginnt die Rekordfahrt beim Dax?

Der Dax attackiert neue Widerstände, zeigt aber schnell Angst vor der eignen Courage. Tendenziell aber will der Dax nach oben. Die kleinen Bewegungen beim Index können Anleger taktisch mit Hebelinstrumenten nutzen. Wie solch eine Strategie funktioniert, bespricht Bianca Thomas mit Anouch Wilhelms von der Société Générale.

15:04 Uhr

Institut: Hunderttausende Briten verlieren ihre Jobs

Das dicke Ende kommt wohl erst noch: Großbritannien steckt einer Studie zufolge wegen der Corona-Rezession in der größten Entlassungswelle seit vielen Jahren. Mindestens 650.000 Menschen dürften zwischen Juli und Dezember 2020 ihre Jobs verlieren, wie die unabhängige Forschungsorganisation Institute for Employment Studies mitteilte. Das Institut rät der Regierung Johnson zum Gegensteuern - etwa durch die Senkung der Beschäftigungskosten. Auch könnten Branchen und Bereiche, die längerfristig lebensfähig sind, "gezielte" Lohnzuschüsse bekommen.

Die britische Wirtschaft ist im Frühjahrsquartal um mehr als ein Fünftel abgestürzt. Zum Vergleich: Das deutsche Bruttoinlandsprodukt sank mit 9,7 Prozent weniger als halb so stark.

14:54 Uhr

Tiktok, Tiktok: dickes Oracle-Plus vor Eröffnungsglocke

Der Oracle-Aktienkurs ist vorbörslich um 7 Prozent nach oben gegangen. Nachdem Microsoft im Werben um die chinesische App Tiktok verschmäht wurde, soll Kreisen zufolge nun Oracle den Zuschlag erhalten haben. So werde die Tiktok-Muttergesellschaft Bytedance ankündigen, dass Oracle nun der "vertrauenswürdige Technologiepartner" von Tiktok in den USA werde, sagten Insider. Microsoft fielen um 0,7 Prozent zurück.

50c8f83f6043b40017c5da44bdbed764.jpg

(Foto: REUTERS)

14:33 Uhr

Arm-Milliardendeal gibt Nvidia vorbörslich kräftigen Auftrieb

Die 40 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme des Chip-Designers Arm ermuntert Anleger zum Einstieg bei Nvidia. Die Aktie des Grafikchip-Spezialisten stieg im vorbörslichen US-Geschäft um gut 6 Prozent.

Analyst Mark Lipacis von der Investmentbank Jefferies traut dem fusionierten Unternehmen binnen fünf Jahren einen Gewinn von 50 Dollar je Aktie zu. 2019 lag der Nvidia-Überschuss bei 6,63 Dollar.

14:13 Uhr

US-Aufseher beendet Prüfungen bei VW

Wichtige Zäsur für Volkswagen: US-Aufseher Larry Thompson hat seine Prüfungen beendet und dem deutschen Autoriesen nach Angaben der Konzernführung insgesamt ein gutes Zeugnis für die Aufarbeitung des Dieselskandals ausgestellt. "Er hat jetzt auch die strafrechtliche Seite zum Abschluss gebracht", sagte VW-Rechtsvorständin Hiltrud Werner.

Thompson hatte rund drei Jahre lang beobachtet, ob VW nach dem Schuldeingeständnis gegenüber der US-Regierung zur Abgaskrise die zugesagten Reformen umsetzt und mögliches Fehlverhalten von Mitarbeitern konsequenter ahndet. Bei zivilrechtlichen Fragen hatte der Jurist im Juli ein Fazit der "Bewährungszeit" gezogen, nun folgte eine abschließende Bewertung strafrechtlicher Themen. In einigen Punkten hatte er zwischenzeitlich noch Verbesserungsbedarf gesehen. Werner betonte, die Optimierung interner Regeltreue- und Whistleblower-Systeme gehe unabhängig davon jedoch weiter.

Die VW-Aktie notierte am frühen Nachmittag 0,5 Prozent tiefer bei 149,02 Euro.

3d0e2d9d65aaff969ab4e39b4cdf2527.jpg

(Foto: dpa)

14:01 Uhr

Covid-19-Mittel von Eli Lilly und Incyte reduziert Erholungszeit

Die US-Pharmafirmen Eli Lilly und Incyte kommen bei einer Studie für eine Behandlung von Covid-19 voran. Wie die Unternehmen mitteilten, habe die Studie gezeigt, dass ihr Medikament die Erholungszeit von einer Covid-19-Erkrankung erfolgreich reduziert.

Eli Lilly
Eli Lilly 127,02

In der Studie mit mehr als 1.000 Probanden wurde stationär behandelten Patienten eine 4-Milligramm-Dosis von Baricitinib plus Remdesivir verabreicht. Die Erholungszeit der Patienten habe sich im Median um einen Tag reduziert verglichen mit den Patienten, die nur mit Remdesivir behandelt wurden.

Eli Lilly will nun mit der US-Arzneimittelbehörde FDA über die Zulassung der 4-Milligramm-Dosis Baricitinib als Notfallmittel diskutieren. Das Medikament ist in einer 2-Milligramm-Dosis bereits zur Behandlung von rheumatoider Arthritis zugelassen.

13:48 Uhr

Infineon-Aktie auf der Kaufliste - Kurs auf Zweijahreshoch

Infineon
Infineon 23,89

Die gute Stimmung für die Chipwerte einerseits und die Hoffnung auf eine bessere Nachfrage der Autobauer haben den Aktienkurs von Infineon zeitweise auf 24,40 Euro und damit auf den höchsten Stand seit über zwei Jahren getrieben. Am frühen Nachmittag verteuerte sich das Papier um 1,8 Prozent auf 24,32 Euro.

  • "Damit scheint sich auch die jüngste Konsolidierung nach oben aufzulösen", sagte ein Marktteilnehmer.

Bryan Garnier hat die Aktie am Freitag mit einem 27er-Kursziel auf die Kaufliste genommen. Die Kaufanreize für Hybrid- und Elektrofahrzeuge könnte die Nachfrage nach Chips in der Autoindustrie stützen, so das Haus.

13:24 Uhr

Türkische Lira nach Moody's-Schelte auf Rekordtief

107690767.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine erneute Herabstufung der Kreditwürdigkeit der Türkei durch die Ratingagentur Moody's hat der Währung Lira massiv zugesetzt. Im Gegenzug stiegen US-Dollar und Euro um jeweils etwa ein halbes Prozent auf Rekordhochs von 7,4970 und 8,9010 Lira.

Moody's stufte die Bonität auf "B2" von "B1" herunter und stellte mit einem negativen Ausblick eine weitere Senkung in Aussicht.

12:46 Uhr

Rückversicherer erwartet deutliche Preiserhöhungen

Die Belastungen für die Versicherungswirtschaft aus der Corona-Pandemie, die niedrigen Zinsen und die Großschäden der vergangenen drei Jahre sorgen für Preiserhöhungen in der Rückversicherung. So rechnet die Hannover Rück für die Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2021 spartenübergreifend mit deutlichen Preissteigerungen in der Schaden-Rückversicherung, wie der MDax-Konzern mitteilte.

Preiserhöhungen auf der Erst- und Rückversicherungsseite im Januar und darüber hinaus seien "unumgänglich", sagte Vorstandschef Jean-Jacques Henchoz. Die dauerhaft niedrigen Zinsen erforderten "eine hohe Disziplin bei der Preisfindung, da die Profitabilität der Versicherungstechnik Rückgänge aus den Kapitalanlageerträgen noch stärker ausgleichen muss."

12:20 Uhr

Unruhe bei Commerzbank - Aktienkurs klar im Minus

Schwach hat sich bislang die Commerzbank-Aktie präsentiert. Ihr Kurs sackte am Mittag um 2 Prozent ab. Das "Handelsblatt" berichtete über eine große Unruhe beim Geldinstitut wegen des bevorstehenden großen Umbaus. Noch immer sei unklar, wer Nachfolger von Vorstandschef Martin Zielke wird, der das MDax-Unternehmen spätestens Ende des Jahres verlässt. Das amtierende Vorstandsteam hat im Juli einen radikalen Umbauplan vorgestellt, in dem der Abbau von 10.000 Stellen vorgesehen ist. Zudem sollen Hunderte Filialen dichtgemacht werden. Unter Zielke könne die Umsetzung aber nicht begonnen werden, so das "Handelsblatt".

Auch bei der bevorstehenden Integration der Tochter Comdirect verlaufe ziemlich holprig, so die Zeitung. Ihre Chefin Frauke Hegemann wolle gehen und habe gekündigt. Die Managerin sollte als Bereichsvorständin bei der Commerzbank einsteigen. Der neue Aufsichtsratschef Hans-Jörg Vetter versuche jedoch noch, sie zum Bleiben zu bewegen.

Commerzbank
Commerzbank 4,25

12:05 Uhr

Dax gibt Gewinne vollständig ab

Keine erhöhte Nachfrage in Konjunkturwerten sahen Händler auch nach den etwas besseren Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone. Sie lag im Juli 7,7 Prozent unter Vorjahr, erwartet waren über 8 Prozent. Das Erholungsmomentum weist weiter nach oben, große Marktreaktionen gebe es aber nicht mehr, da die Länderdaten bereits bekannt waren, hieß es in Frankfurt.

Der Dax verlor seine Gewinne vollständig und notierte gegen Mittag kaum verändert bei 13.199 Punkten. Der MDax stieg um 0,7 Prozent auf 27.526 Zähler, der TecDax um 0,5 Prozent auf 3083 Stellen. Der EuroStoxx50 fiel um 0,1 Prozent auf 3314 Punkte.

Einzelwerte wie Covestro aus der konjunktursensiblen Chemie notierten im Dax 1,6 Prozent höher. Infineon verteuerten sich um 1,4 Prozent. Am Dax-Ende lagen Deutsche Börse mit minus 1,2 Prozent.

11:59 Uhr

Amazon braucht Zehntausende Mitarbeiter in Nordamerika

Um den sprunghaft wachsenden Online-Handel bedienen zu können, sucht Amazon weitere 100.000 Mitarbeiter in den USA und in Kanada. Die Teil- und Vollzeitmitarbeiter sollen mit wenigstens 15 US-Dollar pro Stunde entlohnt werden, teilte der Online-Riese mit. Darüber soll es weitere Zuwendungen und in einigen Städten zum Start einen Begrüßungsbonus von 1000 Dollar geben. Mit den Einstellungen sei bereits begonnen worden.

Der Konzern aus Seattle/Washington eröffnet in diesem Monat 100 neue Betriebsanlagen, darunter Fulfillment Center, Auslieferungsstationen und Sortierzentren. Amazon verbucht seit den coronabedingten Beschränkungen Bestellungen nie gekannten Ausmaßes. Schon im März und im April wurden 175.000 zusätzliche Mitarbeiter in Lagerhäusern angestellt. 125.000 von ihnen bekamen im Mai die Zusage, sie könnten dauerhaft bleiben.

AP_99121501787.jpg

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:47 Uhr

Nachfrage-Sorgen drücken Ölpreise runter

Die Ölpreise sind am späten Vormittag unter Druck geraten. Spekulationen auf eine sinkende Nachfrage machen ihnen zu schaffen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 0,9 Prozent auf 39,46 US-Dollar. Ein Fass der US-Leichtölsorte WTI kostete 1,0 Prozent weniger und lag bei 37,70 Dollar.

"Die Corona-Fallzahlen steigen wieder und in einer wachsenden Zahl von Ländern gibt es örtlich begrenzte Lockdowns", sagt Analyst Tamas Varga vom Brokerhaus PVM. Das hemme das wirtschaftliche Wachstum und führe zu einem geringeren Anstieg des Öl-Bedarfs.

Die geplante Wiedereröffnung libyscher Exportterminals drücke die Preise ebenfalls, sagt Analyst Jeffrey Halley vom Brokerhaus Oanda.

11:25 Uhr

Aktie von Immobilien-Investmentmanager verteuert sich kräftig

Corestate
Corestate 17,54

Hier einmal eine interessante Nachricht aus dem SDax: Die Aktie von Corestate ist am Vormittag um 9,5 Prozent nach oben gesprungen. Die Kapitalerhöhung des in Luxemburg ansässigen Immobilien-Investmentmanagers sei etwas höher als erwartet ausgefallen, hieß es im Handel. Allerdings diene sie dem Einstieg neuer Investoren und sei daher unter Ausschluss der ansonsten belastenden Bezugsrechte vollzogen worden.

Bereits am Freitagabend sollen die 4,2 Millionen neuen Aktien und damit 19,5 Prozent des Kapitals zu 17,82 Euro je Aktie platziert worden sein. Dies entspricht genau dem Schlusskurs vom Freitag und sei ein gutes Nachfragesignal, sagt ein Börsianer. Es habe nicht einmal den sonst üblichen Abschlag von um die 2 bis 4 Prozent gegeben.

11:03 Uhr

Metro zeigt Investor Kretinsky nach Offerte kalte Schulter

131507612.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Antwort kam schnell: Metro hat die Offerte seines tschechischen Großaktionärs in einer ersten Reaktion als zu niedrig bezeichnet. "Der Metro-Vorstand ist fest davon überzeugt, dass das Angebot das Unternehmen erheblich unterbewertet", teilte der MDax-Konzern mit. Vorstand und Aufsichtsrat würden dieses unaufgeforderte Angebot in ihrer begründeten Stellungnahme umfassend kommentieren, sobald die vollständige Angebotsunterlage verfügbar sei.

Die Holding EP Global Commerce (EPGC) der tschechischen Investoren Daniel Kretinsky und Patrik Tkac hatte am Sonntag eine neue Offerte vorgelegt, die die Stammaktie voraussichtlich mit 8,48 Euro und die Vorzugsaktien mit 8,87 Euro bewertet. In einem früheren - gescheiterten - Vorstoß hatten sie noch 16 Euro geboten.

Die Metro-Aktie notierte am späten Vormittag 7,2 Prozent höher bei 8,92 Euro.

10:43 Uhr

Knaus Tabbert startet seine Zeichnungsfrist

83465034f9e39affbb27f269a0e33eb1.jpg

(Foto: REUTERS)

Die Zeichnungsfrist für die Aktien des Wohnwagen- und Wohnmobilherstellers Knaus Tabbert ist heute gestartet und läuft bis zum 22. September. Das Börsendebüt will die Gesellschaft am 23. September im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse feiern. Die Preisspanne für den Börsengang liegt bei 58 bis 74 Euro je Aktie.

Das Angebot bestehe aus insgesamt 4,945 Millionen Aktien, teilte der Konzern mit, der die Marktkapitalisierung des Unternehmens auf Basis der Preisspanne bei rund 602 bis rund 768 Millionen Euro sieht. Nach dem Börsendebüt soll der Streubesitz bei rund 48 Prozent liegen. Knaus Tabbert will ab 2021 etwa die Hälfte des jährlichen Jahresüberschusses als Dividende ausschütten.

10:21 Uhr

Griechenland-Auftrag lässt Dassault-Kurs hochschießen

121442892.jpg

Rafale-Kampfjet

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Aktienkurs des Flugzeugherstellers Dassault Aviation geht an der Pariser Börse steil nach oben: um 11,1 Prozent. Hier trieb die Nachricht, dass Griechenland 18 Kampfflugzeuge vom Typ "Rafale" kaufen will.

Die Hellenen sind seit Jahrzehnten treuer Kunden von Dassault. Der Auftrag liegt am oberen Ende der Schätzungen. Auslandsaufträge für die "Rafale" werden bei Dassault-Aktien honoriert, da sie eher selten sind, heißt es im Handel.

Dassault Aviation S.A.
Dassault Aviation S.A. 722,50

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:43 Uhr

Milliardendeal: Nvidia kauft Arm Holdings von Softbank

Der Technologiekonzern Softbank hat einen Verkauf des britischen Chipdesigners Arm Holdings im Wert von rund 40 Milliarden US-Dollar an Nvidia bestätigt. Zu den Einzelheiten der Transaktion erklärten die Japaner, Arm werde zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses 2 Milliarden Dollar in bar erhalten, während Softbank und ihr Vision Fund 10 Milliarden Dollar in bar und 21,5 Milliarden Dollar in Nvidia-Aktien bekommen werden.

Zudem könnten Softbank und Vision Fund darüber hinaus bis zu 5 Milliarden Dollar abhängig davon erhalten, wie sich Arm weiter entwickle. Die Mitarbeiter von Arm sollen für 1,5 Milliarden Dollar Nvidia-Aktien erhalten. Wie Softbank weiter mitteilte, wird der Konzern nach Abschluss der Transaktion voraussichtlich etwa 6,7 bis 8,1 Prozent der ausstehenden Aktien von Nvidia halten.

09:17 Uhr

Dax mit startet mit Gewinnen - Metro-Aktie sehr stark

Dax
Dax 12.870,87

Der deutsche Aktienmarkt ist mit kräftigen Gewinnen in die neue Woche gestartet. Der Dax legte um 0,8 Prozent auf 13.313 Punkte zu. MDax und TecDax  stiegen um je 0,9 Prozent. Der EuroStoxx50 notierte 0,8 Prozent höher bei 3341 Stellen.

Der Pharmakonzern AstraZeneca nahm seine vergangene Woche wegen der Erkrankung eines Patienten unterbrochenen Tests für einen Coronavirus-Impfstoff wieder auf. "Das sind willkommene Nachrichten", sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Sie würden diejenigen, die eine überhastete Markteinführung eines solchen Mittels befürchten, allerdings kaum beruhigen.

Zu den größten Gewinnern am Aktienmarkt gehörten Metro mit einem Kursplus von 7,6 Prozent auf 8,98 Euro. Der tschechische Großaktionär EPGC will seine Metro-Beteiligung aufstocken und bietet den übrigen Eignern 8,48 Euro je Aktie. Da die aktuelle Offerte nur etwa halb so hoch liege wie die gescheiterte von 2019, rechne er nicht mit einer Annahme des aktuellen Angebots durch die beiden übrigen Großaktionäre Meridian und Beisheim, kommentierte Analyst James Grzinic von der Investmentbank Jefferies.

09:00 Uhr

Chefin der Comdirect hat gekündigt

hegemann interview.jpg

Frauke Hegemann

Comdirect-Chefin Frauke Hegemann ist einem Medienbericht zufolge auf dem Absprung. Die Managerin, die laut Verschmelzungsvertrag Bereichsvorständin bei der Commerzbank werden sollte, habe gekündigt, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Insider. Aufsichtsratschef Hans-Jörg Vetter versuche, sie zum Bleiben zu bewegen. Commerzbank und Comdirect wollten sich dazu nicht äußern.

Comdirect wird derzeit mit dem Mutterkonzern verschmolzen. Die Commerzbank will damit das Online- und Smartphone-Banking ausbauen. Zudem verspricht sie sich 150 Millionen Euro an Einsparungen, da IT-Lösungen nicht mehr doppelt entwickelt werden müssen und doppelte Funktionen wegfallen.

08:43 Uhr

Signale für einen steigenden Dax

Na, das scheint ja in Frankfurt - börsenmäßig - ein sonniger Wochenbeginn zu werden. Die Händler rechnen mit einem steigenden Dax. Sie erwarten im Schnitt einen Dax-Stand von 13.260 Punkten zum Xetra-Schluss. Das entspricht im Vergleich zum Schlussstand vom Freitag einen Anstieg von 0,4 Prozent. Die Spanne der Prognosen liegt zwischen 13.200 und 13.320 Punkten.

07:41 Uhr

Impfstoff-Hoffnung verleiht Asien-Börsen kräftigen Schub

Hoffnungen auf einen Corona-Impfstoff haben die asiatischen Anleger in Kauflaune versetzt. Der Pharmahersteller AstraZeneca gab am Wochenende bekannt, dass er die klinischen Studien mit seinem experimentellen Covid-19-Impfstoff wieder aufgenommen habe, da er grünes Licht der Gesundheitsbehörde erhalten habe. AstraZeneca hatte diese Woche die Studien mit dem Impfstoffkandidaten wegen einer ungeklärten Erkrankung bei einem Studienteilnehmer unterbrechen müssen. "Eine wilde Fahrt, die sich wahrscheinlich fortsetzen wird, wenn die Ergebnisse der Spätstudien der Impfstoffkandidaten in den kommenden Wochen eintrudeln werden", sagte Tapas Strickland, Analyst bei NAB.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,7 Prozent höher bei 23.580 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,9 Prozent und lag bei 1651 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,6 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,5 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 106,08 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,8295 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9085 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1848 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0766 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,3 Prozent auf 1,2825 Dollar.

06:48 Uhr

Großaktionär will Metro im zweiten Anlauf übernehmen - zum halben Preis?

Metro AG
Metro AG 8,57

Metros größter Aktionär, der tschechische Investor EP Global Commerce, will in einem zweiten Anlauf den Düsseldorfer Großhandelskonzern übernehmen - zu einem deutlich niedrigeren Preis als im vor einem Jahr gescheiterten Übernahmeangebot. EPGC will in einem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot etwa 8,48 Euro je Metro-Stammaktie und je 8,87 je Metro-Vorzugsaktie bieten - der genaue Preis sei abhängig von der Berechnung des gesetzlichen Mindestangebotpreises durch die Finanzaufsicht Bafin, wie die von Daniel Kretinsky kontrollierte EPGC in einer Börsenpflichtmitteilung mitteilte. Den aktuellen Angebotspreisen zufolge bewertet EPGC den MDAX-Konzern mit rund 3,08 Milliarden Euro nun wesentlich niedriger als noch vor einem Jahr. Im vergangen Jahr hatte EPGC 16 Euro je Metro-Stammaktie und 13,80 je Vorzugsaktie geboten und das Unternehmen mit 5,8 Milliarden Euro bewertet.