Der Börsen-Tag
19. Juli 2021
imageHeute mit Jan Gänger
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17:48 Uhr

Dax muss Prügel einstecken

Das war heute kein schöner Tag am Frankfurter Aktienmarkt. Der Dax baute seine Verluste im Tagesverlauf aus und schloss 2,7 Prozent im Minus bei 15.108 Punkten.

Gestiegene Inflationssorgen in den USA und zunehmende Delta-Infektionen werden als die wesentlichen Gründe für die Kursverluste angeführt. Falls die Mutation auf dem Vormarsch bleiben sollte, könnte die globale Wirtschaftserholung in Gefahr geraten. Stratege Christian Henke von IG stellt fest, dass sich Anleger wieder im "Angstmodus" befänden.

Wie sehr das Thema Corona wieder präsent ist, zeigen die Fälle in der britischen Regierung: Premier Boris Johnson begab sich nach einem Treffen mit dem coronainfizierten Gesundheitsminister Sajid Javid nun auch in Quarantäne - ebenso Finanzminister Rishi Sunak.

Dax muss Prügel einstecken
17:04 Uhr

Trend zu E-Autos - VW beendet  Passat-Produktion in den USA

Volkswagen will die Produktion seines bekannten Mittelklassemodells Passat in den USA einstellen. Nach dem Modelljahrgang 2022 sollen im Werk Chattanooga im Bundesstaat Tennessee keine weiteren Passats mehr vom Band rollen, kündigte das Unternehmen an. VW begründete die Entscheidung mit dem Strategiewandel hin zu Elektroautos, für den der Standort umgerüstet werden solle.

Neben dem Jetta zählte der seit Jahrzehnten in speziellen US-Versionen gefertigte Passat lange zu den wichtigsten Modellen von VW in Amerika. Doch mittlerweile ist die Bedeutung stark gesunken. Im zweiten Quartal wurden lediglich rund 6800 Stück ausgeliefert. VW setzt mit den SUVs Atlas und Tiguan schon seit einigen Jahren offensiv auf die Vorliebe der US-Kunden für größere und schwergewichtigere Stadtgeländewagen.

Trend zu E-Autos - VW beendet  Passat-Produktion in den USA
16:50 Uhr

Netflix holt Spiele-Experten an Bord

Die Pläne von Netflix zum Einstieg ins Geschäft mit Videospielen werden mit der Verpflichtung eines Branchenveteranen konkreter. Mike Verdu kommt von Facebook, wo er für die Zusammenarbeit mit Entwicklern von Spielen für die VR-Brille Oculus verantwortlich war. Zuvor arbeitete er beim Branchenriesen Electronic Arts. Bei Netflix wird er Vizepräsident für Spieleentwicklung.

Netflix hatte bereits signalisiert, dass Spiele ein aussichtsreicher Bereich für den Ausbau über das Kerngeschäft mit Videostreaming hinaus sein könnten. Im Netflix-Universum gibt es Produktionen wie "Stranger Things", die sich für die Umsetzung als Videospiele durchaus anbieten. Nach Bloomberg-Informationen ist der Plan, Spiele über die Streaming-Plattform von Netflix ohne zusätzlichen Aufpreis verfügbar zu machen.

Netflix holt Spiele-Experten an Bord
16:33 Uhr

Deutliche Kursverluste an den US-Börsen

Sorgen wegen der sich wieder ausbreitenden Corona-Pandemie und auch der hohen Inflation treiben Anleger aus riskanteren Anlagen wie Aktien. Selbst Länder wie Großbritannien mit hohen Impfquoten sind von den Ausbreitungen betroffen.

Nach noch deutlich schwächeren Vorgaben aus Europa verliert der Dow-Jones-Index 1,4 Prozent auf 34.203 Punkte. Der S&P-500 gibt um1,3 Prozent nach und der Nasdaq-Composite um 1,4 Prozent. Auch die Ölpreise und die Anleiherenditen fallen deutlich.

Deutliche Kursverluste an den US-Börsen
16:16 Uhr

Euro etwas billiger

Der Kurs des Euro ist heute gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1766 (Freitag: 1,1802) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8499 (0,8473) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85913 (0,85298) britische Pfund, 128,96 (130,03) japanische Yen und 1,0840 (1,0853) Schweizer Franken fest.

Euro etwas billiger
16:01 Uhr

Für Kryptos geht es abwärts

Bitcoin und Ethereum können sich nicht aus ihrer aktuellen Handelsspanne befreien. Die beiden Kryptowährungen fallen um bis zu vier Prozent auf 31.060 beziehungsweise 1826 Dollar. Das harte Durchgreifen der chinesischen Regierung wirke noch nach, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. "Von diesem Schock scheint sich die Branche bis dato nicht wirklich erholt zu haben." Die chinesischen Behörden hatten die Schließung von Server-Farmen zum "Schürfen" von Kryptowährungen angeordnet und Banken Geschäfte rund um Cyber-Devisen verboten.

Für Kryptos geht es abwärts
15:29 Uhr

Bei Ocado brennt es wieder - Aktie fällt

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(Foto: AP)

Ocado verlieren an der Londoner Börse 3,7 Prozent. Hintergrund ist ein Feuer in einem Verteil-Zentrum des Online-Retailers. Das Unternehmen geht davon aus, dass das Lager in der kommenden Woche den Betrieb wieder aufnehmen kann.

Dies sei der zweite Brand in einem hochautomatisierten Lager des Online-Supermarktes binnen zwei Jahren, sagt Neil Wilson, Chef-Analyst des Brokerhauses Markets.com. Anleger fragten sich, ob die zugrundeliegende Technologie sicher und Deals mit neuen Partnern gefährdet seien.

Auslöser des aktuellen Unglücks war den Angaben zufolge der Zusammenstoß dreier Roboter. Vor zwei Jahren hatte die Batterie eines Roboters Feuer gefangen.

Bei Ocado brennt es wieder - Aktie fällt
15:14 Uhr

Duolingo vor Drei-Milliarden-Börsengang

Die Sprachlern-App Duolingo aus den USA peilt eine Bewertung von mehr als drei Milliarden Dollar bei ihrem Börsengang an der Wall Street an. Es würden 5,1 Millionen Aktien für 85 bis 95 Dollar verkauft, teilte der Konkurrent des deutschen Anbieters Babbel mit, der ebenfalls als Börsenkandidat gehandelt wird.

Damit würde Duolingo mehr als 485 Millionen Dollar einsammeln. Die Duolingo-App ist inzwischen mehr als 500 Millionen Mal heruntergeladen worden. Bei der jüngsten Finanzierungsrunde im November wurde das 2011 in Pittsburgh gegründete Unternehmen mit 2,4 Milliarden Dollar bewertet.

Duolingo vor Drei-Milliarden-Börsengang
14:52 Uhr

Ölpreise sausen abwärts

Für die Ölpreise geht es deutlich nach unten, nachdem die Opec+, zu der neben den Mitgliedern des Exportkartells weitere Förderländer wie Russland gehören, am Wochenende eine Förderausweitung beschlossen hat. Auch die Sorge eines Wirtschaftsabschwungs wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus lastet auf den Preisen. Die US-Sorte WTI verbilligt sich um nahezu 4 Prozent, die Sorte Brent aus der Nordsee um 3,5 Prozent.

Ölpreise sausen abwärts
14:27 Uhr

Robinhood peilt 35-Milliarden-Bewertung an

Die Trading-App Robinhood strebt beim Börsengang an der Wall Street eine Firmenbewertung in Höhe von 35 Milliarden Dollar an. Zur Einordnung: Die Deutsche Bank ist an der Börse knapp 25 Milliarden Dollar schwer.

Bei der Neuemission würden 55 Millionen Aktien unter dem Symbol "HOOD" für 38 bis 42 Dollar verkauft, teilte das Fintech mit. Ziel sei es, bis zu 2,3 Milliarden Dollar einzusammeln. Robinhood peilt die Börsennotiz an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq an. Der Großteil des Börsengangs soll aus neuen Aktien bestehen, 2,6 Millionen Papiere stammen von einem Altaktionär.

Die Plattform profitierte zuletzt massiv von der Corona-Pandemie, als Privatleute in Zeiten des Lockdowns den Aktienhandel für sich entdeckten. Die Firma spielte auch eine wesentliche Rolle bei den Aktienturbulenzen beim Videospielehändler GameStop.

Robinhood peilt 35-Milliarden-Bewertung an
13:58 Uhr

Dax droht größter Tagesverlust in diesem Jahr

Die voraussichtlich schwache Eröffnung der Wall Street verstärkt den Verkaufsdruck an Europas Börsen. Dax und EuroStoxx50 fallen um jeweils 2,6 Prozent und steuern auf ihre größten Tagesverluste des laufenden Jahres zu. Die Terminkontrakte auf die US-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 signalisieren ein Eröffnungsminus von rund einem Prozent.

Dax droht größter Tagesverlust in diesem Jahr
13:35 Uhr

Chinesische Wall-Street-Aktien unter Druck

Aus Furcht vor verschärftem Regulierungsdruck der Regierung in Peking ziehen sich weitere Anleger aus chinesischen Aktien zurück, die an US-Börsen gelistet sind.

Die in den USA notierten Titel des Online-Händlers Alibaba und des Suchmaschinen-Betreibers Baidu fallen vorbörslich um bis zu 3,4 Prozent. Am Wochenende hatte ein Gericht in Shanghai eine Liste mit "typischen Fällen unfairen Wettbewerbsverhaltens" veröffentlicht, in der unter anderem die beiden Online-Giganten erwähnt wurden.

Chinesische Wall-Street-Aktien unter Druck
13:14 Uhr

Zins-Angst setzt US-Banken zu

Aus Sorge vor geringeren Einnahmen aus dem klassischen Kreditgeschäft ziehen sich Anleger bei US-Banken zurück. Die Aktien von Citigroup, Bank of America, JPMorgan oder Goldman Sachs fallen vorbörslich um jeweils rund zwei Prozent. Genährt werden diese Spekulationen vom Fall der Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen auf ein Fünf-Monats-Tief von 1,247 Prozent, an denen sich die Kreditzinsen orientieren.

Zins-Angst setzt US-Banken zu
13:01 Uhr

Deutsche Wirtschaft wächst kräftig

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(Foto: Jonas Walzberg/dpa/Symbolbild)

Die deutsche Wirtschaft hat nach Einschätzung der Bundesbank im Frühjahr das Corona-Tief hinter sich gelassen. "Die Wirtschaftsleistung in Deutschland nahm im zweiten Quartal 2021 wohl wieder kräftig zu", heißt es im Monatsbericht Juli der Notenbank. "Sie dürfte den im Winterquartal vor allem aufgrund der zeitweilig wieder verschärften Pandemie- Schutzmaßnahmen erlittenen herben Rückschlag in etwa wettgemacht haben."

Im vergangenen Jahr hatte die Corona-Pandemie die deutsche Wirtschaft in die tiefste Rezession seit der globalen Finanzkrise 2009 gerissen. Zu Jahresbeginn 2021 bremsten neue Einschränkungen im Zuge der Bekämpfung des Coronavirus unter anderem Gastgewerbe und Teile des Handels aus.

Deutsche Wirtschaft wächst kräftig
12:36 Uhr

Dax durch Corona-Sorgen schwer belastet

Die Furcht vor der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in vielen Ländern der Welt hat den deutschen Aktienmarkt auf Talfahrt geschickt. Der Leitindex Dax weitet seine jüngsten Verluste deutlich aus und sackt auf das Niveau von Mai ab.

Derzeit büßt der Dax 1,7 Prozent auf 15.261 Punkte ein. Damit fällt das Börsenbarometer deutlich unter die 50-Tage-Durchschnittslinie, die als Gradmesser für den mittelfristigen Trend gilt.

Dax durch Corona-Sorgen schwer belastet
12:32 Uhr

Star-Investor Ackman erlebt SPAC-Debakel

"Special Purpose Acquisition Companies" sind an der Börse so richtig en vogue (siehe Eintrag von 10:29 Uhr). Doch für Bill Ackman läuft es nicht so rund. Er will sich mit seinem Börsenmantel (SPAC) Pershing Square Tontine nun doch nicht mehr am weltgrößten Musiklabel Universal (UMG) beteiligen.

Pershing begründete die Entscheidung mit Bedenken der US-Börsenaufsicht SEC, dass der Deal nicht den Vorgaben entspricht. Es werde nun daran gearbeitet, ein neues Unternehmen zu finden, dass unter die Börsenhülle schlüpft. Ein Schadenersatz an Universal werde gezahlt.

Die Vivendi-Tochter Universal, bei der Stars wie Lady Gaga und Taylor Swift unter Vertrag sind, strebt Ende September den Börsengang in Amsterdam an. Pershing Square Tontine stieg vergangenen Sommer zum bislang größten Spac auf, als es vier Milliarden Dollar einsammelte.

Statt einer Beteiligung über seinen Börsenmantel will Ackman nun über seinen Hedgefonds in Universal investieren. Das Spac muss nach einem anderen Unternehmen Ausschau halten, das unter seine Hülle schlüpfen könnte.

Star-Investor Ackman erlebt SPAC-Debakel
11:57 Uhr

VDax mahnt zur Vorsicht

Die sich wieder verschärfende Pandemie-Lage versetzt die Börsen in Unruhe. Der Volatilitätsindiex VDax, der die Nervosität der Dax-Anleger misst, steigt um fast 21 Prozent. Damit steht er vor dem größten Anstieg im laufenden Jahr.

VDax mahnt zur Vorsicht
11:20 Uhr

Adva-Optical-Aktien stürzen ab

Der Höhenflug von Adva Optical ist vorerst beendet. Die Aktien des Glasfaserspezialisten fallen fast elf Prozent auf 11,94 Euro, nachdem sie am Freitag ein 20-Jahres-Hoch von 13,54 Euro erreicht hatten. Zuvor hatte das Unternehmen seine Gewinnprognose für das laufende Jahr angehoben.

Adva-Optical-Aktien stürzen ab
10:59 Uhr

"Hätten noch 100 Jahre unabhängig bleiben können" - Zegna geht trotzdem an die Börse

Der italienische Herrenausstatter Ermenegildo Zegna geht "durch die Hintertür" an die New Yorker Börse. Der Luxusmodehersteller soll noch in diesem Jahr mit einer eine leere Unternehmenshülle (SPAC) verschmolzen werden, die der Finanzinvestor Investindustrial Anfang des Jahres an die Börse gebracht hatte, um eine Firma zu übernehmen.

Die 1910 als Textilfabrik in Trivero im Piemont gegründete Zegna werde dabei mit 3,2 Milliarden Dollar bewertet, hieß es. "Wir hätten noch 100 Jahre unabhängig bleiben können", sagte Firmenchef Gildo Zegna der "Financial Times". Aber die Gelegenheit sei günstig gewesen, und die Luxusmodebranche sehr herausfordernd. Mit der Übernahme durch die Investindustrial Acquisition Corp kommen 880 Millionen Dollar frisches Kapital herein.

SPACs sind vor allem in den USA beliebt. Dem Datenanbieter Refinitiv zufolge sammelten sie alleine in diesem Jahr bislang 300 Milliarden Dollar bei Investoren ein. Das einzige Ziel dieser SPACs ist es, ein operativ tätiges Unternehmen zu übernehmen und diesem dadurch zu einer Börsennotiz zu verhelfen. Da die Zeichner von SPAC-Anteilen zunächst nicht wissen, wer das Übernahmeziel sein wird, werden SPACs auch als "Blankoscheck-Firmen" bezeichnet.

"Hätten noch 100 Jahre unabhängig bleiben können" - Zegna geht trotzdem an die Börse
10:28 Uhr

Chinesischer Tech-Gigant kauft Videospiele-Entwickler Sumo

Tencent erweitert mit dem milliardenschweren Kauf des britischen Videospiele-Entwicklers Sumo Group sein Spiele-Portfolio. Für 919 Millionen Pfund (umgerechnet 1,5 Milliarden Euro) werde das Unternehmen mit 13 Büros in fünf Ländern übernommen, teilte der Tech-Riese aus China mit.

Die Chinesen sind für Sumo keine Unbekannten und waren zuletzt mit 8,75 Prozent bereits zweitgrößter Anteilseigner. Sumo entwickelt Spiele für PCs, Handys wie auch Konsolen entwickelt und sich vor allem mit Snooker- und Rennsport-Spielen einen Namen gemacht.

Tencent ist nach Sony der weltweit zweitgrößte Videospiele-Anbieter und unter anderem an den Firmen beteiligt, die Fortnite und League of Legends herausgebracht haben.

Chinesischer Tech-Gigant kauft Videospiele-Entwickler Sumo
10:10 Uhr

Rolle rückwärts der Briten setzt Reisebranche unter Druck

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(Foto: AP)

Aus Furcht vor neuen Reisebeschränkungen ziehen sich Anleger aus Touristik-Werten zurück. Kräftigen Druck übt die Entscheidung der Briten aus, Rückkehrer aus Frankreich unter Quarantäne zu stellen. Das war am Freitag beschlossen worden. "Diese Rolle rückwärts hat doch einige überrascht, die heute den Öffnungstag feiern wollten", sagt ein Händler.

Entsprechend werden alle Aktien aus dem Spektrum der Öffnungsgewinner verkauft, selbst Kinoketten wie Cineworld mit minus 6 Prozent. Für die British-Airways-Mutter IAG geht es 4,8 Prozent abwärts, für Tui um 2,8 Prozent, für die spanische Hotelkette Melia Hotels 3,5 Prozent. Kreuzfahrer Carnival brechen 6 Prozent ein, auch Fraport und Lufthansa geben nach.

Rolle rückwärts der Briten setzt Reisebranche unter Druck
09:56 Uhr

Novem legt bescheidenes Börsendebüt hin

Die Aktien des nordbayerischen Autozulieferers Novem treten bei ihrem Debüt an der Frankfurter Börse auf der Stelle. Der erste Kurs wurde mit 16,50 Euro festgestellt und entspricht damit genau dem Ausgabepreis, der am unteren Ende der Zeichnungsspanne festgesetzt worden war. Der Hersteller von Zierteilen aus Holz und Kunststoff, wie sie vor allem in teuren Oberklasse-Fahrzeugen zum Einsatz kommen, kommt damit auf einen Börsenwert von 710 Millionen Euro.

Novem legt bescheidenes Börsendebüt hin
09:51 Uhr

Pfund fällt am "Freiheitstag" auf Drei-Monats-Tief

Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Am "Tag der Freiheit" befindet sich der britische Premier Boris Johnson in Quarantäne, Gesundheitsminister Sajid Javid hat sich mit dem Corona-Virus infiziert.

In England fallen heute fast alle Corona-Beschränkungen weg, darunter auch Maskenpflicht und Abstandsregeln. Damit steigt die Furcht vor einer neuen Corona-Welle - bereits jetzt in ganz Großbritannien die Fallzahlen.

Vor diesem Hintergrund ist an den Märkten Nervosität zu spüren. Das britische Pfund fällt um 0,4 Prozent auf ein Drei-Monats-Tief von 1,3711 Dollar. Investoren befürchteten, dass die Regierung ähnlich wie in den Niederlanden gezwungen sein könnte, die aktuellen Lockerungen wegen explodierender Fallzahlen bald wieder zurückdrehen zu müssen, schreiben die Analysten der ANZ Bank.

Pfund fällt am "Freiheitstag" auf Drei-Monats-Tief
09:24 Uhr

Corona- und Inflationssorgen belasten Dax

Die sich wieder verschärfende Pandemie-Lage und der anhaltende Inflationsdruck setzen dem Dax zu. Investoren bezweifelten, dass die wirtschaftliche Erholung sich in den kommenden Monaten im selben Tempo fortsetzen werde, sagt Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Der deutsche Leitindex fällt zur Eröffnung um 0,8 Prozent auf 15.409 Punkte.

"Es bleibt zu hoffen, dass die laufende Berichtssaison für frische Impulse sorgen wird und so die Virus-Sorgen zumindest vorübergehend verblassen", so Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus Axi. "Die Chancen stehen gut, dass die Berichtssaison die Erwartungen übertreffen wird."

Zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt zählte Morphosys mit einem Kursplus von 2,2 Prozent. Die Biotech-Firma hatte am Freitag eine 100 Millionen schwere Kapitalerhöhung beschlossen, um dem Investor Royalty Pharma den Einstieg zu ermöglichen. Die Titel hatten in den Tagen vor diesem Schritt insgesamt gut zwölf Prozent verloren.

Corona- und Inflationssorgen belasten Dax
08:52 Uhr

Aktien von chinesischem Immobilien-Riesen stürzen ab

In Hongkong brechen die Aktien von China Evergrande um 13 Prozent ein. Zuvor hatte ein Gericht Guthaben des zweitgrößten chinesischen Immobilien-Entwicklers im Volumen von umgerechnet rund 17 Millionen Euro eingefroren. Anleger werfen deshalb auch die Anleihen des Unternehmens aus den Depots. Dies treibt die Rendite der bis Juni 2023 laufenden Titel auf rund 40 Prozent - von etwa 32 Prozent am Freitag.

Aktien von chinesischem Immobilien-Riesen stürzen ab
08:31 Uhr

Gute Nachrichten von der deutschen Industrie

Das Auftragspolster der deutschen Industrie ist sehr dick. Der Auftragsbestand wuchs im Mai um 2,2 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Er sei seit Juni 2020 kontinuierlich angestiegen und erreiche nunmehr "seinen höchsten Stand seit Einführung der Statistik im Januar 2015". Im Vergleich zum Februar 2020 - dem Monat vor Beginn der Corona-bedingten Einschränkungen in Deutschland - ist der Bestand saison- und kalenderbereinigt um 13,8 Prozent höher.

Die Industrieaufträge haben sich seit dem Ende des ersten Corona-Lockdowns kräftig erholt. Da die Produktion auch wegen Engpässen bei wichtigen Vorprodukten wie Halbleitern deutlich langsamer anlief, erhöhten sich die Auftragsbestände. Deren Reichweite betrug im Mai wie schon im Vormonat sieben Monate. Diese Zahl gibt an, wie lange die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Bestellungen theoretisch produzieren müssten, um die vorhandene Nachfrage abzuarbeiten.

Gute Nachrichten von der deutschen Industrie
08:04 Uhr

Öl wird billiger

Die Ölpreise geben nach der Einigung wichtiger Ölförderländer auf eine Erhöhung der Produktion nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 72,92 US-Dollar, das sind 67 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 67 Cent auf 71,14 Dollar.

Das Ölkartell Opec und seine Partnerländer (Opec+) hatten sich angesichts der Erholung der Weltkonjunktur am Wochenende auf eine deutliche Erhöhung der Ölproduktion verständigt. Ein Streit zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten über Förderquoten hatte eine Einigung vor zwei Wochen noch verhindert.

Öl wird billiger
07:39 Uhr

Steigende Corona-Fälle belasten Asiens Börsen

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(Foto: REUTERS)

An den asiatischen Börsen geht es heute abwärts.

Das globale Wirtschaftswachstum zeigt erste Ermüdungserscheinungen, da viele Länder - insbesondere in Asien - mit der Eindämmung der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus zu kämpfen haben. Auch das Gespenst einer erhöhten Inflation, das der Markt schon lange fürchtet, verfolgt weiter die Anleger. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt 1,5 Prozent tiefer bei 27.585 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 1,4 Prozent auf 1906 Punkte.

Die Börse in Shanghai liegt 0,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verliert 0,2 Prozent.

Steigende Corona-Fälle belasten Asiens Börsen
07:33 Uhr

Fluchthelfer von Ex-Autoboss Ghosn müssen ins Gefängnis

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Michael Taylor. (Foto: via REUTERS)

Auch das dürfte heute an der Börse Gesprächsthema sein: Zwei Amerikaner, die dem früheren Autoboss Carlos Ghosn zu seiner spektakulären Flucht aus Japan verholfen haben, müssen in Japan ins Gefängnis. Das Bezirksgericht in Tokio verurteilte den 60 Jahre alten früheren Elite-Soldaten Michael Taylor zu zwei Jahren Haft. Sein Sohn Peter (28) muss für ein Jahr und acht Monate hinter Gitter.

Sie hatten Ghosn in einer Kiste, die für Musikinstrumente deklariert war, versteckt und per Privatjet außer Landes gebracht. Der ehemalige Vorstandschef des französisch-japanischen Autobündnisses Renault-Nissan-Mitsubishi war am November 2018 in Tokio unter anderem wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden. Im April 2019 kam er unter strengen Auflagen auf Kaution aus der Untersuchungshaft. Er floh mit Hilfe der Amerikaner in den Libanon.

Fluchthelfer von Ex-Autoboss Ghosn müssen ins Gefängnis
07:16 Uhr

Zoom kauft für knapp 15 Milliarden Dollar ein

Der US-Videodienst Zoom übernimmt den Cloud-Software-Hersteller Five9 für 14,7 Milliarden Dollar. Das Geschäft werde als operative Einheit von Zoom unter dem bisherigen Chef von Five9, Rowan Trollope, weitergeführt, hieß es. Der Deal werde voraussichtlich in der ersten Hälfte des kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Zoom ist während der Pandemie für viele Menschen im Homeoffice zum Synonym für Videokonferenzen geworden, mit denen sich Mitarbeiter austauschen, Kundengespräche geführt werden oder sich Schüler mit Lehrern vernetzen.

Zoom kauft für knapp 15 Milliarden Dollar ein
06:54 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Neue Woche, neues Glück! Ermutigende Firmenbilanzen könnten den Börsen Experten zufolge in den kommenden Wochen neuen Schwung verleihen und einem in den vergangenen beiden Handelstagen lahmenden Dax wieder etwas aufhelfen. Unklar ist, ob die Corona-Delta-Variante starken Einfluss auf den Handel erhält.

  • "Starke Gewinne und zuversichtliche Geschäftsausblicke dürften sich positiv auf die Stimmung am Markt auswirken, die in den letzten Wochen durch schwächere Konjunkturdaten in den USA und China gedämpft wurde", prognostiziert Anlagestratege Michael Blumenroth von der Deutschen Bank.

  • Auch die Analysten der Commerzbank gehen davon aus, dass die Gewinnsaison die Aktienmärkte kurzfristig stärken sollte.

Heute öffnet noch kein Dax-Unternehmen seine Bücher. Geplant ist in Frankfurt allerdings der Börsengang des Autozulieferers Novem. Dieser war durch die Unternehmerfamilie Brenninkmeijer, die Eigentümer der Bekleidungskette C&A sind, erst möglich gemacht worden. Sie orderte fast ein Drittel der verkauften 15 Millionen Papiere. In den USA legen IBM Quartalszahlen vor.

Das wird heute wichtig für den Dax