Montag, 21. Oktober 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Keine Brexit-Angst: Dax marschiert in Richtung 12.800

imago89439769h.jpg

(Foto: imago/Sven Simon)

Zuversicht zerstreut Bedenken: Am deutschen Aktienmarkt ist die Hoffnung der Anleger mit Blick auf den Brexit und den Handelsstreit größer als die Sorge über ein Scheitern. Dementsprechend ging es mit den Frankfurter Indizes kräftig nach oben. Der Dax schüttelte seine Schwäche vom Freitag ab und schloss um 0,9 Prozent höher bei  12.748 Punkten - sein Tageshoch betrug 12.787 Punkte. Der MDax rückte ebenfalls um 0,9 Prozent auf 26.225 Zähler vor. Der TecDax gewann 2,1 Prozent auf 2836 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,6 Prozent auf 3600 Punkte nach oben.

Im Dax erholten sich die Anteilsscheine des Zahlungsabwicklers Wirecard um 6,1 Prozent und lagen damit klar an der Index-Spitze. Das durch zahlreiche Presseberichte stark in die Kritik geratene Unternehmen will nun doch die Vorwürfe rund um seine Bilanzierungspraktiken mit einer Sonderprüfung ausräumen. Überzeugend präsentierte sich auch das Papier des Dax-Schwergewichts SAP mit plus 2,5 Prozent. Die finale Quartalsbilanz bestätigte die guten vorläufigen Zahlen der Walldorfer.

17:13 Uhr

Halliburton spart kräftig - Anleger sind begeistert

Halliburton
Halliburton 18,61

Sparpläne lassen Anleger zu den Aktien des US-Ölausrüsters Halliburton greifen. Die Papiere legten am Nachmittag (MESZ) bis zu 7,8 Prozent zu. Das Unternehmen kündigte an, angesichts eines schwächelnden Geschäfts mit Schieferöl seine Kosten in Nordamerika weiter zu drücken. Insgesamt sollen so 300 Millionen Dollar pro Jahr gespart werden. Halliburton reagiert damit auf einen unerwartet starken Umsatzrückgang im abgelaufenen Quartal.

Im dritten Quartal sanken die Erlöse in den USA um 21 Prozent. Der Gewinn fiel auf 295 Millionen Dollar von 435 Millionen Dollar vor Jahresfrist.

17:02 Uhr

BASF stutzt den Vorstand etwas

BASF
BASF 70,49

Der Chemiekonzern BASF verkleinert seine oberste Führungsebene. Wie das Dax-Unternehmen mitteilte, wird der Vorstand zum 1. Januar 2020 von derzeit sieben auf dann sechs Mitglieder verkleinert.

Vorstandsmitglied Sanjeev Gandhi, der seit Ende 2014 in dem Gremium sitzt und dort für die Region Asien-Pazifik und die Unternehmensbereiche Petrochemicals und Intermediates zuständig ist, scheide auf eigenen Wunsch aus. Die Zuständigkeiten würden nun neu verteilt. Die Verkleinerung sei Teil der laufenden Effizienzmaßnahmen.

16:34 Uhr

Daimler wirbt mit Gutschein-Aktion um Software-Updates

1a11da15310bd6f715900b61f674ccf8.jpg

(Foto: REUTERS)

Im Zuge der Dieselaffäre greift Daimler zu einem ungewöhnlichen Mittel: Der Autobauer wirbt bei seinen Kunden über eine Gutschein-Aktion um die Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen mit Software-Updates. Der Dax-Konzern kündigte an, dass Käufer von Mercedes-Diesel-Fahrzeugen mit den Abgasnormen Euro 5 und 6b mit einem Verrechnungsgutschein im Wert von 100 Euro belohnt würden, wenn sie dafür in einer Werkstatt in Deutschland ein solches Update in ihrem Auto aufspielen ließen.

Das Geld werde nicht in bar ausgezahlt, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Stattdessen würden Gutscheine ausgestellt, mit denen in Werkstätten Waren und Dienstleistungen erworben werden könnten. Die Aktion gehe bis zum Jahresende und gelte auch rückwirkend.

16:19 Uhr

Tom Tailor wechselt Vorstandschef aus

8567677.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Chefwechsel bei Tom Tailor: Der bisherige Vorstandsvorsitzende Heiko Schäfer werde sein Mandat auf eigenen Wunsch per Ende Oktober niederlegen, teilte das Unternehmen mit. Neuer Chef werde ab 1. November Gernot Lenz. Lenz war zuletzt CEO bei der S.Oliver Group.

Schäfer gehörte dem Vorstand seit Dezember 2015 an (zunächst als COO) und wurde im September 2016 zum CEO berufen. Der Abschied von dem Manager hatte sich bereits vor zwei Wochen angedeutet, als Tom Tailor Gespräche mit Schäfer über sein vorzeitiges Ausscheiden aufnahm. Auch mit Finanzvorstand Thomas Dressendörfer werden solche Gespräche geführt.

16:07 Uhr

Zugewinne an der Wall Street - Boeing-Aktie unter Druck

Boeing
Boeing 371,68

Anzeichen für eine Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China haben die US-Börsen zu Wochenauftakt beflügelt. Für gute Stimmung sorgten Aussagen des Wirtschaftsberaters von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, der Zuversicht zu den Verhandlungen zwischen den beiden weltweit führenden Volkswirtschaften verbreitete. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,1 Prozent fester bei 26.806 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,5 Prozent zu auf 3000 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,7 Prozent auf 8142 Punkte.

Zu den Gewinnern gehörte die Microsoft-Aktie, die 0,8 Prozent zulegte. Der US-Softwarekonzern hat eine dreijährige Cloud-Partnerschaft mit SAP abgeschlossen. Unter Druck standen dagegen Boeing mit einem Minus von vier Prozent. Auf das Unternehmen kommen wegen der Probleme mit den 737-Max-Maschinen nach Einschätzung von Experten möglicherweise weitere Milliarden-Belastungen zu.

15:48 Uhr

Siemens rüstet Entsalzungsanlagen in Saudi-Arabien aus

Siemens hat einen Auftrag zur elektronischen Ausrüstung von insgesamt acht Entsalzungsanlagen in Saudi-Arabien erhalten. Das Auftragsvolumen liege im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, teilte das Dax-Schwergewicht mit.

Die Münchner werden für die Ausstattung mit Prozessautomatisierung, Antriebstechnik, Prozessinstrumentierung sowie Kommunikationstechnik verantwortlich sein. Die Anlagen entlang der Westküste des Königreichs sollen in diesem Herbst in Betrieb gehen.

15:30 Uhr

n-tv Zertifikate: Nach dem Brexit ist vor dem Brexit

Das Bangen um den Brexit geht weiter. Wird es noch rechtzeitig zu einem Brexit-Deal kommen oder nicht? Auch im Handelsstreit zwischen China und den USA ist noch nichts geklärt. Wie Anleger diese Unsicherheiten nutzen oder aber auch Ruhe ins Depot bringen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Dirk Heß von der Citigroup.

15:04 Uhr

"Aus Marktsicht ist der Brexit schon gelaufen"

Mit der gestiegenen Risikobereitschaft nach der Brexit-Entspannung und Entspannung im US-chinesischen Handelskonflikt wurden defensive Aktien im Dax zunehmend gemieden. Beiersdorf verloren 1,1 Prozent, Deutsche Börse 2 Prozent, Merck 1,2 Prozent und RWE 0,6 Prozent.

  • "Aus Marktsicht ist der Brexit eigentlich schon gelaufen", so ein Händler. Ein harter Brexit sei so gut wie sicher vom Tisch, heißt es.

Der Dax konnte am Nachmittag weiter zulegen. Er notierte nunmehr 1,0 Prozent höher bei 12.764 Punkten.

14:38 Uhr

Pharmakonzerne schließen Vergleich vor Opioid-Prozess

In letzter Minute: Der israelische Arzneimittelhersteller Teva und drei US-Pharmagroßhändler haben vor Beginn eines richtungsweisenden Prozesses über ihre Rolle in der Opioid-Krise in den USA einen Vergleich erzielt. Details des Vergleiches, an dem neben Teva noch die Pharmahändler McKesson, AmerisourceBergen und Cardinal Health beteiligt seien, würden noch heute bekanntgegeben, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider.

Es war zunächst unklar, ob das fünfte angeklagte Unternehmen, Walgreens Boots, eine Einigung mit den Klägern - zwei Countys des US-Bundesstaates Ohio - erzielt hat.

14:23 Uhr

Polen werfen Auge auf Commerzbank-Tochter

05b1ba3aa8a32221caafdcfb8f8bb33b.jpg

(Foto: REUTERS)

Die größte polnische Bank PKO BP interessiert sich für die Commerzbank-Tochter mBank. Sollte die mBank offiziell auf den Markt kommen, werde das dem Staat gehörende Institut aller Voraussicht nach seinen Hut in den Ring werfen, sagte PKO-Chef Zbigniew Jagiello. Allerdings bedeute eine detaillierte Prüfung der Bücher nicht zwangsläufig auch ein unbedingter Wille zum Kauf.

Gut 69 Prozent an der mBank gehören bisher der Commerzbank. Das Frankfurter Geldhaus will seine Anteile veräußern, weil es Geld braucht für den Konzernumbau. Insidern zufolge soll in den kommenden Monaten ein formaler Verkaufsprozess starten. Die mBank ist an der Börse in Warschau gelistet und rund 3,8 Milliarden Euro wert.

14:18 Uhr

Dax verzeichnet sattes Plus

Wird doch noch alles gut mit dem Brexit? Die Hoffnung auf einen guten Ausgang des Dramas im Vereinigten Königreich hat zum Wochenauftakt die Anleger in Europa zu Aktien greifen lassen. Auch Anzeichen für eine Entspannung im Zollstreit hoben die Stimmung an der Börse. Der Dax gut eine Stunde vor Handelsbeginn in den USA 0,9 Prozent zu auf 12.747 Zähler, der EuroStoxx50 gewann 0,6 Prozent auf 3601 Punkte.

Investoren zogen ihr Geld zudem aus sicheren Häfen wie Staatsanleihen ab. Die Rendite der deutschen Papiere stieg auf bis zu minus 0,334 Prozent. Sollte das britische Unterhaus dem Austrittsabkommen zustimmen, könnte sie auf minus 0,3 Prozent zulegen, sagte Cyril Regnat, Zinsstratege bei der Investmentbank Natixis - im September hatte sie ein Rekordtief bei minus 0,743 Prozent markiert.

13:58 Uhr

Ökonomen sind mehrheitlich gegen schwarze Null

imago89425383h.jpg

(Foto: imago/Christian Ohde)

Ökonomen an deutschen Universitäten haben sich in einer Umfrage mehrheitlich für die Schuldenbremse und gegen ein Festhalten an der schwarzen Null ausgesprochen. Das zeigt das sogenannte Ökonomenpanel, eine regelmäßige Befragung des Ifo-Instituts und der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" unter 120 Wirtschaftsprofessoren.

Demnach sprachen sich 57 Prozent der Teilnehmer für eine Beibehaltung der Schuldenbremse aus. Dieses Instrument wirke auf die öffentliche Hand disziplinierend, gaben viele von ihnen laut dem Ifo-Institut zur Begründung an. 28 Prozent lehnten die Schuldenbremse ab. Auf breite Skepsis trifft unter den Ökonomen dagegen die sogenannte schwarze Null. 48 Prozent lehnen dieses strenge Haushalten ab. Ein Drittel der Wirtschaftsprofessoren befürwortet die schwarze Null weiterhin, knapp jeder Fünfte ist unentschlossen.

13:35 Uhr

Just Eat enttäuscht seine Anleger

Just Eat
Just Eat 8,75

Der britische Essens-Lieferdienst Just Eat ist deutlich langsamer gewachsen. Nachdem das Unternehmen im Vorjahreszeitraum seinen Umsatz noch um 41 Prozent steigerte, waren es im dritten Quartal dieses Jahres nur noch 25 Prozent Plus. Damit lag der Erlös zwischen Juli und September bei knapp 248 Millionen Pfund (288 Millionen Euro). Auch der Vergleich der ersten neun Monate fällt in diesem Jahr deutlich schwächer aus.

Die Zahl der Bestellungen wächst zwar weiterhin, aber nicht mehr so schnell. Allein in Großbritannien halbierte sich das Wachstum innerhalb eines Jahres. Anleger reagierten enttäuscht auf die Zahlen.

13:14 Uhr

Ufo hält diese Woche bei Lufthansa still

Lufthansa
Lufthansa 17,70

Im Tarifstreit mit der Lufthansa will die für das Kabinenpersonal zuständige Gewerkschaft Ufo die Fluggesellschaft diese Woche nicht bestreiken. Sollte es zu weiteren Aktionen seitens des Konzerns kommen, wolle Ufo die Situation "kurzfristig" neu bewerten. Dann sei man auch in der Lage, "unverzüglich zu reagieren".

Die Gewerkschaft hatte am Wochenende die vier Lufthansa-Töchter Eurowings, Germanwings, SunExpress und Cityline bestreikt. Laut Lufthansa ist es zu keinen größeren Ausfällen gekommen. Ufo bezeichnete den Ausstand dagegen als sehr erfolgreich und bezifferte die Zahl der Flugausfälle auf 150.

12:53 Uhr

Wall Street dürfte im Plus starten

87505886.jpg

(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Mit Aufschlägen dürften die US-Börsen in den heutigen Handel starten, obwohl es zahlreiche Argumente für abwartendes Handeln gibt. So könnte schon zeitnah nochmals eine Unterhaus-Debatte zum Brexit angesetzt werden, nachdem am Samstag die Entscheidung erneut vertagt wurde. Auch der US-chinesische Handelsstreit hält sich weiter in der Schwebe.

Zudem stehen in dieser Woche eine Reihe wichtiger Unternehmenszahlen ins Haus, unter anderem von Procter & Gamble, United Technologies, McDonald's, Caterpillar, Boeing, Microsoft, Tesla, Amazon, Intel und Visa. Quaker Chemical dürften unter Druck geraten, nachdem der Chemiekonzern seine Jahresprognose für das Betriebsergebnis auf Pro-Forma-Basis gesenkt hat.

12:39 Uhr

Weltweite Korruption: Ermittlungen gegen FMC-Mitarbeiter

Wegen Schmiergeldzahlungen in zahlreichen Ländern müssen sich Verantwortliche des Medizintechnikherstellers Fresenius Medical Care (FMC) strafrechtlichen Ermittlungen stellen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt bestätigte, dass sie gegen mehrere Mitarbeiter des Dax-Konzerns wie auch gegen Personen aus dem Umfeld ermittelt. Zu den genauen Vorwürfen wollte sich die deutsche Justiz nicht äußern.

Grundlage ist ein Bericht der US-Börsenaufsicht, der zahlreiche Bestechungsfälle bei der Einrichtung von Behandlungszentren für Nierenkranke dokumentiert. Zuvor hatten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR darüber berichtet. Zwischen 2007 und 2016 sollen Ärzte und Klinikverantwortliche in 17 Ländern systematisch bestochen worden sein. Es ging um die Einrichtungen von Nierenstationen ebenso wie um die Anschaffung von Dialyse-Produkten.

12:11 Uhr

Bundesbank: Rente mit 70 wird kommen

Rentner sitzen auf einer Parkbank. Foto: Ralf Hirschberger/zb/dpa

(Foto: Ralf Hirschberger/zb/dpa)

Deutschlands Arbeitnehmer werden nach Einschätzung der Bundesbank künftig erst mit fast 70 Jahren in Rente gehen können.

  • "Durch die demografische Entwicklung gerät die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung künftig unter erheblichen Druck, insbesondere ab Mitte der 2020er Jahre", stellt die Notenbank in ihrem Monatsbericht Oktober fest.
  • Um das System stabil zu halten, bestehe "Anpassungsbedarf bei den zentralen Stellgrößen der Rentenversicherung", schreiben die Ökonomen. "Ein wichtiger Ansatzpunkt für weitere Reformen ist das Rentenalter."

Seit 2012 wird die Altersgrenze für den Bezug der gesetzlichen Rente schrittweise von 65 auf 67 Jahre im Jahr 2031 angehoben. Doch das wird nach Expertenansicht nicht ausreichen, weil ab Mitte der 2020er-Jahre die geburtenstarken Jahrgänge das Rentenalter erreichen. Die Bundesbank regt daher an, das Rentenalter bis 2070 auf 69 Jahre und vier Monate anzuheben. Nach Bundesbank-Berechnung würde der Geburtsjahrgang 2001 ab Mai 2070 mit 69 Jahren und vier Monaten regulär in Rente gehen.

11:51 Uhr

Singapurs Staatsfonds will Mischkonzern kaufen

Singapurs Staatsfonds Temasek will die Mehrheit an dem in die Krise geratenen Mischkonzern Keppel übernehmen. Das Volumen des Angebots liege bei 4,1 Milliarden Singapur-Dollar (rund 2,7 Milliarden Euro), teilten die beiden Unternehmen mit. Der Staatsfonds hält bereits einen Anteil von 20,5 Prozent an Keppel.

Nun bietet Temasek über eine Tochtergesellschaft 7,35 Singapur-Dollar in bar pro Keppel-Aktie, eine Prämie von fast 26 Prozent auf den zuletzt gehandelten Preis. Die Aufsichtsbehörden müssen der Übernahme noch zustimmen.

11:30 Uhr

Aareal-Kurs steigt weiter - Börsianer setzen auf Aareon-Verkauf

Aareal Bank
Aareal Bank 27,02

Weiter nach oben ist es für die Aktie der Aareal Bank gegangen - kurz vor Mittag legte sie um 2,3 Prozent auf 29,91 Euro zu.

  • "Aareal scheint dem Druck der Investoren nachzugeben", heißt es von einem Aktienhändler.

Teleios Capital Partners und Petrus Advisors hatten die Bank aufgefordert, die Software-Tochter Aareon zu verkaufen und damit den Mehrwert zu heben. Die DZ Bank verweist auf einen Bloomberg-Bericht, dass ein formelles Auktionsverfahren durchgeführt werden solle. Mögliche Interessenten seien Apollo Global Management, CVC Capital Partners, KKR und TA Associates.

11:18 Uhr

Dax springt über die 12.700

In Frankfurt ist es im Verlauf des Vormittags mit den Kursen weiter bergauf gegangen. Das Hoffen und Bangen rund um den Brexit sowie ein Handelsabkommen zwischen den USA und China geht allerdings weiter. Wie der Blick auf die Indizes zeigt, scheint dabei erneut die Hoffnung größer zu sein als die Sorge. Nach einem schwächeren Wochenausklang legte der Dax um 0,5 Prozent auf 12.703 Punkte zu - zuvor notierte der Leitindex sogar schon bei 12.747 Punkten. Der MDax rückte um 0,3 Prozent auf 26.090 Zähler vor. Der TecDax stieg um 1,2 Prozent auf 2813 Stellen. Der EuroStoxx50 gewann 0,3 Prozent auf 3590 Punkte.

Am Aktienmarkt sei die Stimmung weiterhin deutlich besser als die Lage, kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. An der Dax-Spitze notierten Wirecard mit plus 7,6 Prozent. Das Papier des Zahlungsabwicklers ist auch im TecDax notiert.

Dax
Dax 13.241,75

10:59 Uhr

Deutsche Bank rät bei jeglicher Schwäche zu Pfund-Käufen

Pfund Sterling2.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Beim britischen Pfund sehen die Währungsexperten der Deutschen Bank derzeit jede Schwächephase als eine Kaufgelegenheit und begründen dies mit dem gesunkenen Risiko eines ungeregelten Brexit. Ein Abkommen für den Austritt des Landes aus der EU sei nunmehr die wahrscheinlichste Option. Daneben könne es ebenso einen abgeschwächten Brexit, vorzeitige Neuwahlen oder auch ein zweites Referendum zum Thema geben.

Allerdings, heißt es von der Deutschen Bank, sei ebenso weiter mit unerwarteten Wendungen zu rechnen. Der Markt beobachte derzeit insbesondere, ob Parlamentssprecher John Bercow Premierminister Boris Johnson freie Hand für eine Abstimmung über den mit Brüssel verhandelten, jüngsten Brexit-Plan geben werde. Das Pfund notierte am Vormittag bei 1,2994 US-Dollar und damit nur knapp unter seinem Tageshoch bei 1,3012 Dollar.

10:48 Uhr

Prudential-Aktienkurs rauscht nach Aufspaltung runter

Prudential
Prudential 15,56

Nach der Abspaltung der Vermögensverwaltung sind die Aktien des größten britischen Versicherers Prudential ans Ende des Londoner Auswahlindex FTSE gerutscht. Sie verloren zeitweise knapp 13 Prozent oder 190 Pence auf 1316 Pence. Die Titel der abgespaltenen Firma M&G Prudential debütierten bei 220 Pence.

Der rund 170 Jahre alte britische Versicherer Prudential will sich nach eigenen Angaben künftig auf das Asien-Geschäft konzentrieren. M&G, die auch die europäische Versicherungssparte von Prudential übernimmt, soll weltweit expandieren.

10:31 Uhr

Berliner Mietendeckel setzt Kursen von Immobilienfirmen zu

Die Aussicht auf ein fünfjähriges Verbot von Mieterhöhungen in Berlin verunsichert die Eigner von Immobilienfirmen. Die Aktien von Deutsche Wohnen, die besonders viele Wohnungen in der Hauptstadt hat, fielen um bis zu 4,5 Prozent. Die Titel von Konkurrenten wie Vonovia und Ado Properties büßten jeweils rund ein Prozent ein.

Die Koalitionsparteien SPD, Linke und Grüne hatte sich am Freitag auf einen Mietendeckel für Berlin geeinigt. Neben dem Verbot von Mieterhöhungen für fünf Jahre beinhalte er auch einen Passus, dass Mieten über einer bestimmten Obergrenze gekürzt werden dürfen. Im Vergleich zu früheren Versionen sei der aktuelle Entwurf etwas abgeschwächt worden, stellte Analyst Thomas Rothäusler von der Investmentbank Jefferies fest. Allerdings seien die Auswirkungen auf die Immobilienfirmen kaum abzuschätzen.

*Datenschutz

10:12 Uhr

n-tv Zertifikate Talk: Jahresendrally – ja oder nein?

Mit dem Brexit und dem US-Handelsstreit mit China ist und bleibt das Börsenjahr turbulent. Werden zum Ende hin die Kurse drehen? Über die Wahrscheinlichkeit einer Jahresendrally diskutiert Bianca Thomas mit Dirk Heß von der Citigroup und Lothar Albert vom Magazin Traders'.

09:57 Uhr

Wendung im Brexit-Drama setzt Pfund Sterling zu

87266052.jpg

(Foto: picture alliance / Andy Rain/EPA)

Nach der Verschiebung der Parlamentsabstimmung über den Brexit-Deal von Premierminister Boris Johnson machen Pfund-Anleger Kasse. Die britische Währung verbilligte sich um jeweils ein knappes halbes Prozent auf 1,2917 Dollar beziehungsweise 1,1576 Euro.

  • "Im Grunde ist nun alles wieder möglich, selbst ein Halloween-No-Deal, falls etwa die EU das Verlängerungsspielchen nicht mehr mitspielen will", konstatierte BayernLB-Analyst Manuel Andersch. Dies sei allerdings unwahrscheinlich.
  • Auch Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann rechnet nicht damit, dass die Staats- und Regierungschefs der Staatengemeinschaft den britischen Antrag auf Brexit-Aufschub ablehnen.
  • Johnson werde den von ihm favorisierten Termin des EU-Austritts seines Landes zum 31. Oktober kaum halten können, prognostizierte Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der VP Bank.
09:29 Uhr

Fortschritte im Handelskonflikt lassen Ölpreise kalt

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 63,45

Die Ölpreise sind leicht gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 59,24 US-Dollar. Das waren 18 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 14 Cent auf 53,64 Dollar. Marktbeobachter sprachen von einem eher impulsarmen Wochenauftakt am Ölmarkt.

Das Tauziehen um einen geregelten Austritt Großbritanniens aus der EU hatte an den Finanzmärkten zu Beginn der Woche nur wenig Kursbewegungen zur Folge. Auch Hinweise, die auf Fortschritte im Handelskonflikt zwischen den USA und China hindeuten, konnten den Ölpreisen am Morgen keinen Auftrieb geben. Am Wochenende war aus Chinas Verhandlungsdelegation von Fortschritten bei den Handelsgesprächen der beiden größten Volkswirtschaften der Welt die Rede. Nach wie vor würden beide Seiten auf ein teilweises Handelsabkommen hinarbeiten, hieß es. In den vergangenen Monaten hatte der Handelskonflikt immer wieder die Ölpreise belastet.

09:18 Uhr

Wirecard lässt Vorwurf der Bilanzfälschung extern überprüfen

Wirecard hat nun doch unabhängige Prüfer damit beauftragt, Vorwürfe der Bilanzfälschung zu untersuchen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG werde alle von "Financial Times" geäußerten Vorwürfe umfassend aufklären, teilte der im Dax und TecDax notierte Zahlungsabwickler mit. Zunächst hatte der Konzern einen solchen Schritt abgelehnt.

Das Blatt hatte vergangene Woche unter Berufung auf interne Dokumente von Wirecard berichtet, dass der Konzern bei Auslandstöchtern in Dubai und Irland Umsatz und Gewinn künstlich aufgebläht habe. Wirecard weist die Vorwürfe zurück. Die Wirecard-Aktie lag in den ersten Handelsminuten mit 4,6 Prozent im Plus.

Wirecard
Wirecard 122,00

09:10 Uhr

Dax beginnt Woche mit leichtem Zugewinn

Dax
Dax 13.241,75

Der deutsche Aktienmarkt ist uneinheitlich in die Woche gestartet. Der Dax gewann 0,3 Prozent auf 12.666 Punkte. Der MDax gab dagegen leicht um 0,1 Prozent auf 25.968 Zähler nach. Der TecDax stieg um 0,4 Prozent auf 2790 Stellen.

08:57 Uhr

Pluszeichen in Japan und China

Hoffnungen auf eine Entspannung im Zollstreit zwischen den USA und China haben zu Wochenbeginn die asiatischen Börsen gestützt. Die Aussicht auf einen weiteren Akt im Brexit-Drama dämpfte die Kauflaune allerdings. Der japanische Nikkei-Index stieg um 0,3 Prozent auf 22.552 Punkte, während die Börse in Shanghai 0,4 Prozent auf 2927 Zähler verlor.

Die USA und China hatten sich am Wochenende zuversichtlich geäußert, das ausgehandelte Teil-Abkommen Mitte November zu unterzeichnen.

08:48 Uhr

Siemens Gamesa besiegelt Übernahme von Senvion-Geschäften

Senvion
Senvion ,03

Der deutsch-spanische Windanlagenbauer Siemens Gamesa übernimmt wesentliche Teile des insolventen Konkurrenten Senvion. Entsprechende Pläne hätten beide nun verbindlich vereinbart, teilten Siemens Gamesa und Senvion in getrennten Erklärungen mit. Siemens Gamesa übernehme für 200 Millionen Euro das europäische On-Shore-Servicegeschäft und die portugiesische Rotorblattproduktion. Die Transaktion sichere 2000 Arbeitsplätze und damit rund 60 Prozent aller Stellen bei Senvion.

Der Gläubigerausschuss habe der Transaktion einstimmig zugestimmt, erklärte Senvion. Sie stehe aber unter dem Vorbehalt der Genehmigungen durch die Aufsichtsbehörden. Für andere Geschäftsbereiche von Senvion wurde ein Liquidationsprozess initiiert, um sozialverträgliche Lösungen für verbleibende Mitarbeiter zu gewährleisten. Das Unternehmen war im April wegen Schwierigkeiten bei der Abwicklung von Großprojekten in die Insolvenz gerutscht.

08:25 Uhr

Hoffnung im Brexit-Krimi: Euro legt zu

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Euro hat die Kursgewinne der vergangenen Woche halten können. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1158 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Freitagabend. In der vergangenen Woche war der Euro mit der Hoffnung auf einen geregelten Austritt Großbritanniens aus der EU um mehr als ein Prozent gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1144 Dollar festgesetzt.

Während sich der Euro stabil halten konnte, musste das britische Pfund am Morgen einen Teil der Gewinne der Vorwoche wieder abgeben. Zuletzt hielt sich der Kurs im Handel mit dem US-Dollar knapp über der Marke von 1,29 Dollar. Am Freitagabend war das Pfund noch bei 1,2985 Dollar gehandelt worden. Das Tauziehen um einen geregelten Brexit bleibt ein bestimmendes Thema am Devisenmarkt. Im Verlauf des Tages wird das britische Parlament möglicherweise über das zwischen Premierminister Boris Johnson und der EU ausgehandelte Brexit-Abkommen abstimmen.

 

08:15 Uhr

China und USA beeinträchtigen Japans Exporte

Japanische Exportunternehmen ringen weiter mit den Folgen internationaler Handelskonflikte und der weltweiten Konjunkturflaute. Im September sind die Ausfuhren den zehnten Monat in Folge gefallen. Im Vergleich zum Vorjahr seien sie um 5,2 Prozent gesunken, teilte das japanische Finanzministerium in Tokio mit. Damit fiel der Rückgang etwas höher aus als Experten erwartet hatten.

  • Japans Wirtschaft hat gleich an mehreren Fronten des Handelskriegs zu kämpfen. So sind die beiden Hauptkontrahenten der derzeit tobenden Dispute, China und die USA, die zwei wichtigsten Handelspartner des Landes.
  • Zudem verhandelt Japan selbst mit den Vereinigten Staaten über ein Handelsabkommen - im Fokus dabei sind mögliche Zölle auf japanische Autos, einem der wichtigsten Exportgüter des Landes.
  • Darüber hinaus streitet Japan mit Südkorea derzeit über die Bedingungen im Handel untereinander. Beide Länder hatten sich zuletzt gegenseitig von einer sogenannten weißen Liste bevorzugter Handelspartner gestrichen und damit die Aus- und Einfuhr von Waren aus den jeweiligen Ländern erschwert.
07:58 Uhr

Dax-Anleger blicken gebannt nach London

Dax
Dax 13.241,75

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Freitag hatte er 0,2 Prozent schwächer bei 12.633,60 Punkten geschlossen. Im Mittelpunkt des Anlegerinteresses steht erneut der Brexit, nachdem das britische Unterhaus eine Entscheidung über den von Premierminister Boris Johnson ausgehandelten Austrittsvertrag verschoben hatte. Dieser beantragte daraufhin wie gesetzlich vorgeschrieben einen Brexit-Aufschub.

Bei den Unternehmen steht SAP im Rampenlicht. Dort präsentierte die frisch gekürte Führungsspitze des Software-Hauses erstmals Quartalsergebnisse. Eine Cloud-Partnerschaft mit Microsoft gab dem Neugeschäft den Angaben zufolge zusätzlichen Schub. Bei den Konjunkturdaten ist der Terminkalender fast leer. Aus Deutschland stehen die Erzeugerpreise an.

07:24 Uhr

Cloud-Partnerschaft mit Microsoft gibt SAP Auftrieb

SAP
SAP 122,60

Eine neue Vertriebsvereinbarung mit Microsoft gibt dem stark wachsenden Cloud-Geschäft von SAP einen zusätzlichen Schub. Die vereinbarte Partnerschaft habe im dritten Quartal 18 Prozentpunkte zum Anstieg des Neugeschäfts von insgesamt 39 Prozent auf 572 Millionen Euro beigetragen, teilte SAP mit. Der Vertrag hat demnach eine Laufzeit von drei Jahren, Erlöse fließen ab dem vierten Quartal. SAP könne damit seine Cloud-Lösungen über die Vertriebskanäle von Microsoft verkaufen, erklärte die neue Co-Chefin Jennifer Morgan.

SAP bestätigte die schon am 11. Oktober veröffentlichten Zahlen zum dritten Quartal sowie die Wachstumsziele bis 2023. An diesem Tag war SAP-Chef Bill McDermott überraschend vorzeitig abgetreten und hatte die Führung an das jüngere Duo Jennifer Morgan und Christian Klein übergeben. Als erstes konzentrieren sich die neuen Chefs darauf, das vierte und traditionell wichtigste Quartal des Jahres zu einem Erfolg zu machen, sagte Morgan. Mit Blick auf den Kapitalmarkttag am 12. November ergänzte Klein, die neue SAP-Führung wolle dann - noch immer beraten von McDermott - über die Visionen und Pläne für das nächste Kapitel des Softwarekonzerns sprechen. Kontinuität sei zugleich wichtig.

 

06:48 Uhr

Pfund gibt vor Brexit-Votum nach - Asiens Märkte stabil

Britisches Pfund / US-Dollar
Britisches Pfund / US-Dollar 1,29

Die asiatischen Aktienbörsen tendieren zu Wochenbeginn insgesamt seitwärts. Das Pfund Sterling begann die neue Handelswoche nach der verschobenen Brexit-Abstimmung im britischen Parlament hingegegen nachgebend. Es wurden Kurse um 1,2915 Dollar gestellt, verglichen mit knapp über 1,30 Dollar am Freitag. "Wir haben erwartet, dass es an den Märkten anfänglich etwas Enttäuschung geben würde", sagte Marktstrategin Parisha Saimbi von BNP Paribas. "Aber letztlich erwarten wir, dass die Märkte eine gewisse Unterstützung finden".

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg im Tagesverlauf um kaum 0,2 Prozent auf 22.529 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index stieg leicht um 0,35 Prozent auf 1627 Punkte. Die Börse in Shanghai lag unverändert bei 2938 Punkten. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gab 0,1 Prozent nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verlor knapp ein halbes Prozent auf 512 Punkte. Der Dollar verharrte im asiatischen Devisenhandel kaum verändert bei 108,50 Yen. Der Euro stieg leicht auf auf 1,1156 (1,1126) Dollar.

Nikkei
Nikkei 23.303,32