Montag, 28. September 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:39 Uhr

Dax macht Hunderte Punkte gut

Die europäischen Aktienmärkte haben sich von den Abgaben des Freitags ordentlich erholen können. Fundamental stützten dabei die Zahlen zu den chinesischen Industriegewinnen. Diese sind im August um 19,1 Prozent gestiegen. Im Handel geht man aber von einer Fortsetzung der Schaukelbörse aus. Neben der Entwicklung der Coronapandemie rückt zunehmend der Präsidentschaftswahlkampf in den USA in den Fokus - mit dem TV-Duell von Präsident Donald Trump mit seinem Herausforderer Joe Biden. Relevante Konjunkturdaten in Europa und Amerika gab es heute nicht.

Dax
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In Frankfurt machte der Dax einen kräftigen Satz nach oben und gewann 3,2 Prozent auf 12.868 Punkte. Der MDax gewann 1,9 Prozent auf 26.967 Zähler, der TecDax 1,7 Prozent auf 3068 Stellen. Für den EuroStoxx50 ging es um 2,9 Prozent auf 3227 Punkte aufwärts.

Siemens hat seine Tochter Siemens Energy an die Börse gebracht. Der Kurs schwankte heftig zwischen 19,21 und 22,98 Euro - am Ende notierte das Papier bei 21,21 Euro. Die Berg- und Talfahrt dürfte in den nächsten Wochen weitergehen. Denn nicht nur Dax-Indexfonds müssen sich von Siemens-Energy-Aktien trennen, weil das Unternehmen mit der Bewertung zunächst nur Chancen auf den Nebenwerteindex MDax hat. Auch Technologie-Investoren dürften aussteigen. Insgesamt könnten 35 Prozent der Papiere in nächster Zeit den Besitzer wechseln. "Frühestens Mitte Oktober" werde man sehen, wie die Börse Siemens Energy wirklich bewerte, sagte Siemens-Finanzvorstand Ralf Thomas. Das Papier wurde zunächst einen Tag lang als 31. Titel mit einem Preis von 0 Euro in die Dax-Liste aufgenommen. Nach elektronischem Handelsschluss wird das Papier des Energieunternehmens wieder aus dem Leitindex genommen und das Gewicht der Siemens-AG-Aktie entsprechend angepasst. Auch der EuroStoxx50 wird mit einer zusätzlichen Aktie berechnet. Die "normale" Siemens-Aktie notierte 1,5 Prozent tiefer.

Im MDax legten Commerzbank um 5,6 Prozent zu. Mit der Bestellung von Manfred Knof zum neuen Vorstandschef beendet das kriselnde Geldhaus endlich ein Führungsvakuum.

17:03 Uhr

Merck bekommt eine Vorstandschefin

Merck KGaA
Merck KGaA 129,85

Beim Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck steht ein Wechsel an der Spitze bevor. Vorstandschef Stefan Oschmann trete Ende April 2021 ab und übergebe sein Amt an Belén Garijo, teilte der Dax-Konzern mit. Die jetzige Chefin der Pharmasparte solle ab Mai das Ruder übernehmen und für einen nahtlosen Übergang an der Spitze sorgen.

Oschmann verlasse Merck planmäßig nach zehn Jahren in der Geschäftsleitung, fünf davon als Vorsitzender und Vorstandschef. Er werde sich "anderen Aufgaben" zuwenden, hieß es.

16:32 Uhr

Irritationen beim Goldpreis

Vielen gilt Gold als ein sicherer Hafen in unruhigen Zeiten. Auch im Verlauf der Corona-Krise gab es neue Rekordhochs, nicht zuletzt auch wegen der Politik der Zentralbanken, die Märkte mit Geld fluten. In der vergangenen Woche allerdings sackte der Goldpreis plötzlich ein gutes Stück unter die Marke von 2000 US-Dollar. Mancher Anleger fragt sich jetzt, ob Gold gar nicht mehr ein so sicherer Hafen ist. Welche Möglichkeiten Zertifikate und Hebelinstrumente bei Gold grundsätzlich bieten, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.

16:11 Uhr

Banken- und Reisewerte verhelfen Wall Street zu Gewinnen

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(Foto: AP)

Nach der längsten Verlustserie seit einem Jahr haben Schnäppchenjäger den US-Börsen zu Gewinnen verholfen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 1,4 Prozent fester bei 27.542 Punkten in den Handel. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 1,4 Prozent auf 3345 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 1,5 Prozent fester bei 11.074 Punkten.

Gefragt waren die Aktien, die zuletzt besonders stark unter Druck geraten waren, wie Bankenwerte - etwa die Titel von JPMorgan, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Wells Fargo, Bank of America oder Citigroup mit einem Plus von bis zu 2,6 Prozent.

Auch Reisewerte standen auf dem Einkaufszettel: Die Aktien von Delta Air Lines, United und American Airlines notierten bis zu 3,8 Prozent höher, Kreuzfahrtunternehmen wie Norwegian Cruise, Royal Caribbean oder Carnival verteuerten sich um bis zu 2,9 Prozent.

15:46 Uhr

Geschäftsreisen vor Corona auf Rekordniveau

Das waren noch Zeiten! Vor der Corona-Krise haben sich die deutschen Unternehmen ihre Geschäftsreisen so viel kosten lassen wie noch nie. Nach Berechnungen des Geschäftsreiseverbandes VDR gaben sie im vergangenen Jahr 55,3 Milliarden Euro für 195,4 Millionen Trips ihrer Mitarbeiter aus. Pro Tag und Reisendem habe der Aufwand unverändert 162 Euro betragen, berichtete der Verband in Frankfurt.

Für die Unternehmen, ihre Mitarbeiter und die gesamte Geschäftsreisebranche sei die Corona-Pandemie eine "historische Zäsur", erklärte die VDR-Vizepräsidentin Inge Pirner. Geschäftsreisen dienten seit jeher einem unternehmerischen Zweck und seien in vielen Fällen ökonomisch notwendig. Würden die Reisen dauerhaft ausgesetzt, ginge ein erheblicher Teil der Wirtschaftsleistung verloren.

15:20 Uhr

Bericht: Ford beantragt in Deutschland Staatshilfe

Der US-Autobauer Ford hat einem Zeitungsbericht zufolge wegen der Corona-Krise den deutschen Staat um Hilfe gebeten. Ford habe einen Antrag auf eine Staatsbürgschaft in Höhe von 500 Millionen Euro gestellt, berichtet das "Handelsblatt" ohne Angabe von Quellen. Einen großen Teil der Summe soll demnach der Bund übernehmen, einen kleineren Teil die Bundesländer.

Ford hat den Angaben zufolge zwei Produktionsstandorte in Deutschland, ein kleineres Werk in Saarlouis und ein größeres in Köln.

15:00 Uhr

Dax gewinnt fast 400 Punkte

Gut eine halbe Stunde vor Handelsbeginn in den USA hat der Dax seinen Gewinn noch weiter ausbauen können. Der Leitindex notierte 3,1 Prozent höher bei 12.857 Punkten. Damit machte der Dax im Vergleich zum Freitag fast 400 Punkte gut. MDax und TecDax stiegen um je 2,1 Prozent. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 2,6 Prozent auf 3220 Zähler nach oben.

14:36 Uhr

Chef von Siemens Energy über einen Markt im Umbruch

Siemens Energy legt an der Börse einen holprigen Start hin. Zeitweise rutscht der Kurs unter 20 Euro. Doch der Münchner Konzern legt große Hoffnungen auf den Börsenstart der ausgeklammerten Energiesparte. Siemens-Energy-Chef Christian Bruch spricht im ntv-Interview über einen Markt im Umbruch.

14:12 Uhr

Berg-Karabach-Konflikt ist Gift für türkische Lira

Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach beendet die Verschnaufpause für die türkische Lira. Die Währung fiel auf ein Rekordtief, ein US-Dollar kostete 1,8 Prozent mehr und mit 7,7979 Lira so viel wie nie zuvor. "Es besteht die Sorge, dass die Türkei in einen weiteren regionalen Konflikt hineingezogen wird", sagte Timothy Ash, Experte bei der Vermögensverwaltung BlueBay.

Die Türkei grenzt an Armenien an, ist aber traditionell mit Aserbaidschan verbündet. Die russische Nachrichtenagentur Interfax zitierte am Montag den armenischen Botschafter in Russland mit den Worten, die Türkei habe rund 4000 Kämpfer aus Nordsyrien nach Aserbaidschan geschickt.

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13:49 Uhr

Dax geht über 12.800 - Deutsche Bank an Indexspitze

Die Kursverluste der vergangenen Woche haben an Europas Börsen Schnäppchenjäger auf den Plan gerufen. In Frankfurt stieg der Dax am frühen Nachmittag um 2,8 Prozent auf 12.820 Punkte. Der EuroStoxx50 zog um 2,3 Prozent auf 3209 Stellen an.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 8,15

Deutsche Bank waren mit plus 5,6 Prozent Spitzenreiter im Dax. Im MDax schossen Commerzbank um 4,4 Prozent hoch. Die Ernennung von Manfred Knof zum neuen Vorstandschef kam bei den Anlegern gut an.

An der Börse in London war vor allem das britische Geldhaus HSBC gefragt. Die Anteilsscheine kletterten bis zu 11,5 Prozent, nachdem der größte Anteilseigner, der chinesische Internet-Versicherungsriese Pin An seine Beteiligung auf 8 Prozent aufgestockt hat.

13:27 Uhr

Analyst sieht für Dax "keine große Luft nach oben"

Die neue Börsenwoche startet mit guten Neuigkeiten: Siemens bringt seine Energie-Tochtersparte, Siemens Energy, an die Börse und der Dax verzeichnet  im Vergleich zur Vorwoche ein deutliches Plus. Doch wie sind die weiteren Aussichten? ntv fragt Folker Hellmeyer, Chefanalyst Solvecon Invest.

13:10 Uhr

Plus an der Wall Street erwartet - Übernahme in US-Stahlbranche

Für die US-Börsen dürfte die neue Woche beginnen, wie die alte aufgehört hat: mit deutlichen Kursgewinnen. Die Futures auf die wichtigen Aktienindizes tendieren vorbörslich fester. Händler schreiben die positive Tendenz vor allem Gelegenheitskäufen zu, nachdem der September den Börsen unterm Strich Verluste gebracht hat. Zentrale Themen an der Wall Street seien nach wie vor die anstehende US-Präsidentenwahl, die steigende Zahl an Corona-Infektionen, die holprige Erholung der Wirtschaft und die Spannungen zwischen den USA und China.

Wichtige Konjunkturdaten stehen heute nicht zur Veröffentlichung an. Auch die nächste Bilanzsaison lässt noch etwas auf sich warten. Dafür gibt es eine Übernahme in der Stahlbranche. Cleveland-Cliffs kauft für etwa 1,4 Milliarden Dollar das US-Stahlgeschäft von Arcelor-Mittal. Cleveland-Cliffs steigen im vorbörslichen Handel um gut 6 Prozent.

12:50 Uhr

Erstmals seit Corona-Krise positive Signale am Arbeitsmarkt

Experten sehen derweil Hoffnungssignale am deutschen Arbeitsmarkt. Erstmals seit Beginn der Corona-Krise liege der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im September nicht mehr im negativen Bereich, teilte das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit. Es gebe Hinweise auf eine sinkende Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten.

"Der Arbeitsmarkt hat sich gefangen, derzeit wird weniger entlassen als vor der Krise", sagte IAB-Fachmann Enzo Weber. Die schnelle Erholung der Wirtschaft nach der Aufhebung vieler Corona-Beschränkungen und der Umsetzung staatlicher Hilfspakete habe den Abwärtstrend gestoppt.

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(Foto: dpa)

12:06 Uhr

Immobilienfirma gibt Startschuss für Börsengang

Und noch ein IPO steht bevor: Die Immobilienfirma Velero strebt nämlich an die Börse. Die Platzierung in Frankfurt solle abhängig von den Marktbedingungen noch in diesem Jahr erfolgen, kündigte das Unternehmen an. Geplant sei eine reine Privatplatzierung für institutionelle Investoren durch die Ausgabe neuer Aktien im Volumen eines dreistelligen Millionen-Euro-Betrags, sagte Co-Chef Sascha Giest. Er und Mitgründer Thomas Lange seien nach der Platzierung mit rund einem Prozent an Velero beteiligt. Der Rest werde im Streubesitz sein.

"Für uns ist das der nächste Schritt in Richtung Wachstum", sagte Giest weiter. Mit dem Geld aus der Börsennotierung will Velero knapp 10.200 Wohnungen von angelsächsischen Investoren kaufen, für die das Unternehmen bislang nur Dienstleistungen erbringt.

11:47 Uhr

Schleppende Ticketerstattung: Lufthansa hat Klage am Hals

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(Foto: picture alliance / dpa)

Wegen der schleppenden Ticketerstattung bei stornierten Flügen hat die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg nun die Lufthansa verklagt. Die Verbraucherschützer hatten das Unternehmen abgemahnt, die Kunden über ihre Rechte zu informieren, das Recht auf schnelle Erstattung nicht zu verschweigen und zudem den Flugpreis innerhalb der gesetzlichen Frist von sieben Tagen zurückzuzahlen. Da die Fluggesellschaft nicht auf die Abmahnung reagiert habe, sei nun Klage beim Landgericht Köln erhoben worden, berichtete die Zentrale. 

Die vom Bund gestützte Lufthansa hatte in der Corona-Krise seit März Millionen Tickets storniert und nicht fristgemäß erstattet, wie sie selbst eingeräumt hat. Im laufenden Jahr seien inzwischen konzernweit Tickets in einem Gesamtwert von 2,8 Milliarden Euro an rund 6,6 Millionen Passagiere erstattet worden, hatte es vor zehn Tagen geheißen. Offen seien noch rund 900.000 Vorgänge. Zu der Klage des Verbandes äußerte sich das MDax-Unternehmen zunächst nicht.

Die Lufthansa-Aktie notierte am Mittag 2,6 Prozent im Plus.

11:27 Uhr

Grenke will mit Bafin kooperieren - Aktie dümpelt vor sich hin

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Wie sieht es eigentlich bei Grenke aus? Der von Betrugsvorwürfe erschütterte Leasingkonzern hat den Beginn der Sonderprüfung durch der Finanzaufsicht Bafin begrüßt und seine umfassenden Kooperation zugesagt. Das Unternehmen sieht sich nach eigenen Angaben unberechtigten Anschuldigungen des britischen Shortsellers Fraser Perring ausgesetzt und hat diese mehrfach zurückgewiesen.

Grenke hat zudem selbst zwei eigene externe Prüfgutachten in Auftrag gegeben. KPMG wurde bereits am 18. September beauftragt, ein Sondergutachten zu erstellen, das insbesondere die Substanz des Geschäfts untersucht. Zusätzlich sei am 24. September die unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton mandatiert, um das Franchise-Geschäft zu überprüfen.

Die Anleger agierten weiter mit äußerster Vorsicht: Die im MDax notierte Grenke-Aktie notierte bei einem äußerst positiven Handelsumfeld kaum verändert.

11:12 Uhr

Dax nimmt wieder Fahrt auf - Autowerte begehrt

Nach den deutlichen Verlusten der Vorwoche hat sich der deutsche Aktienmarkt am Vormittag merklich fester präsentiert. Positive Impulse kamen von den US-Börsen, die am Freitag - angetrieben von den Technologieaktien - im späten Handel kräftig zugelegt hatten. Die weiter steigenden Corona-Infektionszahlen dürften Analysten zufolge aber die Kauflust der Anleger in Grenzen halten.

Der Dax kletterte um 2,3 Prozent auf 12.750 Punkte - sein Tageshoch liegt bislang bei 12.794 Zählern. Der EuroStoxx50 vermehrte sich um 1,7 Prozent auf 3190 Stellen.

Optimistische Aussagen von BMW zum wichtigen chinesischen Absatzmarkt trieben den Aktienkurs der Münchner um 3 Prozent nach oben. Am Freitag waren BMW noch größter Verlierer im Dax und auf den niedrigsten Stand seit einem Monat gefallen. Auch die anderen Autowerte überzeugten: VW stiegen um 2,4 Prozent, Daimler gar um 3,3 Prozent.

Im Sog der US-Gewinne bei den Chipwerten zogen Infineon um 2,8 Prozent an.

10:55 Uhr

Volle Pulle zur E-Mobilität: VW investiert kräftig in China

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(Foto: picture alliance / dpa)

Volkswagen investiert zusammen mit seinen Joint Ventures in China insgesamt rund 15 Milliarden Euro in die Elektromobilität. Der Betrag werde in den Jahren 2020 bis 2024 investiert, und zwar zusätzlichen zu den 33 Milliarden Euro, die der Dax-Konzern im gleichen Zeitraum weltweit für E-Mobilität vorgesehen hat, wie Volkswagen Group China mitteilte. An der Investition beteiligen sich die Gemeinschaftsunternehmen Saic Volkswagen, FAW-Volkswagen and JAC Volkswagen.

Bis 2025 sollen in China 15 Modelle verschiedener Konzernmarken lokal produziert werden und 35 Prozent des Produktportfolios soll dann aus elektrifizierten Modellen bestehen. Im Oktober werde die Produktion auf Basis des neuen Elektrobaukastens (MEB) in zwei neuen Anlagen mit einer Gesamtkapazität von bis zu 600.000 Fahrzeugen pro Jahr beginnen, teilten die Wolfsburger weiter mit.

10:38 Uhr

Personalie Knof ist Balsam für Commerzbank-Aktie

Kräftig bergauf ist es in den ersten beiden Handelsstunden mit der Commerzbank-Aktie gegangen, das Papier verteuerte sich um 5 Prozent. Das Geldhaus ist auf der Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden bei der Konkurrenz fündig geworden. Manfred Knof, derzeit Chef des heimischen Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank, löst zum Jahreswechsel Martin Zielke ab.

Mit Knofs Bestellung beendet der MDax-Konzern ein Führungsvakuum, das durch den zeitgleichen Rücktritt von Aufsichtsratschefs Stefan Schmittmann und Vorstandschef Zielke Anfang Juli entstanden war. Knof hat erst vor gut einem Jahr die Leitung des Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank übernommen.

Commerzbank
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10:13 Uhr

Siemens Energy startet mit Kursverlust an der Börse

Die neue Aktie von Siemens Energy hat zum Beginn des ersten Handelstags deutlich nachgegeben. Das Papier ist zunächst mit einem Kurs von 22,01 Euro in den Xetra-Handel an der Börse in Frankfurt gestartet. Das entspricht einem Wert von rund 16 Milliarden Euro für das abgespaltene Energiegeschäft von Siemens. Allerdings schwankte der Kurs bereits in den ersten Handelsminuten stark, fiel vorübergehend unter 20 Euro und notierte nun bei 21,91 Euro. Im Vorfeld waren Kurse in einer Spanne von 24 oder gar 30 Euro erwartet worden.

Am Freitag war die zuvor bereits länger geplante Abspaltung von Siemens Energy mit einem Eintrag ins Handelsregister vollzogen worden. Jeder Siemens-Aktionär hatte über das Wochenende pro zwei Siemens Aktien eine Energy-Aktie ins Depot bekommen. Auf diese Weise hatte Siemens 55 Prozent von Energy verteilt. 35,1 Prozent bleiben bei Siemens 9,9 Prozent gingen an den Siemens-Pensionsfonds.

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09:58 Uhr

Ladesäulenanbieter plant Börsengang

Ein weiteres IPO ist in Sicht: Der Ladesäulenanbieter Compleo will noch vor Jahresende an die Börse gehen. Das geplante Angebot für eine Notierung im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Börse bestehe mehrheitlich aus neu geschaffenen Aktien, daneben sollen jedoch auch Papiere von derzeitigen Aktionären platziert werden, teilte das Unternehmen in Dortmund mit. Mit den Einnahmen soll die Wachstumsstrategie finanziert werden.

Im vergangenen Jahr konnte Compleo seinen Umsatz laut der Mitteilung bereits um knapp 13 Prozent auf 15,2 Millionen Euro steigern. Mit einer annähernden Umsatzverdopplung im ersten Halbjahr 2020 hat sich die Entwicklung - trotz der Corona-Krise - sogar noch merklich beschleunigt.

09:35 Uhr

Warum Anleger jetzt vorsichtig sein sollten

Das letzte Quartal des Jahres ist offenbar eine besondere Herausforderung für die Börse. Die Corona-Infektionszahlen steigen wieder stärker an, die Angst vor einem erneuten Lockdown wächst. Was bedeutet das für die Kapitalmärkte, die sich ja gerade erst wieder erholt haben? Und wie stark ist der Einfluss der US-Präsidentschaftswahl im November? Welche Folgen das alles für die Anlageentscheidung hat, darüber diskutiert Friedhelm Tilgen mit Metin Simsek von der UBS und Daniel Saurenz von Feingold Research.

09:24 Uhr

Asiatische Anleger greifen zum Wochenauftakt zu

An den Aktienmärkten in Fernost haben sich die Anleger zum Wochenanfang optimistisch gezeigt. Für positive Impulse sorgten die Kursgewinne zum Ausklang der vergangenen Woche an der Wall Street. In China deuteten Zahlen zudem auf eine anhaltende Erholung der Geschäftsaktivitäten hin. Offiziellen Daten des Statistikamtes zufolge zogen die Gewinne der wichtigsten Industrieunternehmen der Volksrepublik im August im Vergleich zum Vorjahr um 19,1 Prozent an. Das war der vierte Zuwachs in Folge.

Nikkei
Nikkei 23.525,89

In Tokio stieg der Nikkei 1,3 Prozent auf 23.512 Punkte. Allerdings bremste die Angst über die weitere Entwicklung der Coronavirus-Pandemie die Kursgewinne in Asien. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen notierte 0,3 Prozent fester. Die Börse in Shanghai trat auf der Stelle. In Südkorea kletterte der Index 1,4 Prozent.     

In Japan sorgte die Absage des Börsengangs des Speicherchipherstellers Kioxia für Aufsehen. Das für den 6. Oktober geplante IPO sei auf unbestimmte Zeit verschoben. Als Grund wurden die schwankungsanfälligen Märkte und die Angst vor einer zweiten Pandemie-Welle genannt. Papiere des Anteilseigners Toshiba rutschten mehr als 3 Prozent ab.

09:13 Uhr

Dax startet stark - Börsendebüt von Siemens Energy

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Der deutsche Aktienmarkt ist mit einem deutlichen Plus in die neue Handelswoche gestartet. Der Dax  stieg um 1,6 Prozent auf 12.676 Punkte. Der MDax gewann 1,4 Prozent auf 12.827 Zähler, der TecDax 1,2 Prozent auf 3053 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 1,5 Prozent höher bei 3185 Punkten. Mit dem Plus  wurde vor allem die Kursbewegung an der Wall Street am Freitag nach Handelsschluss in Europa nachvollzogen.

Der Dax enthält heute 31 statt 30 Titel. Grund für die ungewöhnliche Anzahl der Dax-Aktien ist der Börsenstart von Siemens Energy. Die Aktie notierte zu Handelsbeginn bei 22,01 Euro, damit ist das Unternehmen an der Börse rund 16 Milliarden Euro wert. 55 Prozent der Anteile sollen an die Siemens-Aktionäre übergehen: Sie sollen für je zwei Siemens-Aktien in ihrem Depot automatisch eine Aktie der Siemens Energy AG erhalten. Ob sie diese halten oder weiterverkaufen wollen, bleibt ihnen überlassen. Das Papier der Siemens AG verbilligte sich um 5,3 Prozent.

08:53 Uhr

Steigende Infektionszahlen drücken Ölpreise runter

Die steigende Zahl der Corona-Neuinfizierten hat die Ölpreise im frühen Handel bealstet. Die Sorte Brent aus der Nordsee gab 0,9 Prozent auf 41,53 Dollar je Barrel nach. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl WTI verbilligte sich um 1 Prozent auf 39,84 Dollar.

"Neue Covid-19-Fallzahlen beschleunigen sich in wichtigen US-Bundesstaaten und fachen erneut die Furcht vor Mobilitätseinschränkungen an, die die anhaltende Erholung der Ölnachfrage im letzten Quartal in Frage stellen", teilten die Analysten der ANZ Bank mit.

08:37 Uhr

Siemens-Papier gibt vorbörslich kräftig nach

Vor dem Börsengang von Siemens Energy ist es im vorbörslichen Handel mit der Siemens-Aktie um knapp 10 Prozent oder 11 Euro nach unten gegangen. Das würde für Siemens Energy einen Kurs von 22 Euro bedeuten. Der Spin-Off im Verhältnis 2 zu 1 geht zur Xetra-Eröffnung über die Bühne.

07:45 Uhr

Dax mit Plus zum Wochenstart erwartet

Am Montag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Freitag war er angesichts zunehmender Sorgen, eine zweite Welle in der Coronavirus-Pandemie könnte zu neuen Einschränkungen für das öffentliche Leben und die Wirtschaft führen, 1,1 Prozent schwächer bei 12.469,20 Punkten aus dem Handel gegangen.

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Die Pandemie dürfte auch weiterhin Hauptthema an der Börse bleiben. In mehreren europäischen Ländern sind derzeit die Neuinfektionen stark gestiegen, und zum Teil wurden bereits wieder Ausgangssperren verhängt.

Unabhängig davon feiert Siemens Energy sein Börsendebüt. Die abgespaltene Energietechnik-Sparte von Siemens wird dabei für einen Tag das 31. Mitglied im Dax. Der Industriekonzern peilt einen Börsenwert für Siemens Energy von 20 Milliarden Euro an.