Salvini schickt Euro auf Talfahrt
Wenn der Vizeregierungschef eines Eurolandes den Haushaltskommissar und den EU-Kommissionschef als Feinde Europas beschimpft, dann ist das kaum geeignet, die Sorgen vor einer Eskalation des Schuldenstreits und damit den Kurs der gemeinsamen Währung zu stützen.
Matteo Salvini, der Parteichef der italienischen Regierungspartei Lega, bezeichnete EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Haushaltskommissar Pierre Moscovici als "wahre Feinde" Europas. Darufhin rasselte der Euro durch die 1,15er Marke nach unten und wurde Nachmittag bei 1,1478 Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte der Euro noch 1,1535 Dollar gekostet.
Belastet wurde der Euro auch von enttäuschenden Zahlen aus der deutschen Industrie. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe war im August überraschend den dritten Monat in Folge gefallen.
Lockert Trump das Iran-Embargo? Ölpreis fällt
Am Ölmarkt kommen die zuletzt kräftig gestiegenen Preise zurück.
Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI sinkt um 1,3 Prozent auf 73,36 Dollar. Die europäische Referenzsorte Brent verbilligt sich um 1,3 Prozent auf 83,08 Dollar.
Auslöser des Preisrückgangs sind Berichte, wonach die USA die im November in Kraft tretenden Sanktionen gegen Iran lockern könnten. Die Abnehmer iranischen Öls sollen mehr Zeit bekommen, um andere Bezugsquellen zu finden. Überdies hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, indische Käufer hätten für November Öl aus Iran geordert. Indien ist einer der größten Abnehmer iranischen Öls. In den zurückliegenden Wochen hatten die Ölpreise von Erwartungen profitiert, dass als Folge der Sanktionen sehr viel weniger iranisches Öl auf den Markt kommen werde.
Goldpreis gerät ins Rutschen
Der Goldpreis fällt deutlich. Die Feinunze verbilligt sich um rund 1,5 Prozent auf 1.186 Dollar.
Auch wenn der US-Anleihehandel heute ruht, dämpft der kräftige Renditeanstieg bei den amerikanishcen Staatsanleihen in der vergangenen Woche das Interesse an dem Edelmetall. Er schmälert nämlich die Attraktivität des zinslos gehaltenen Goldes.
Zudem legt der Dollar, in dem der Goldpreis notiert wird, deutlich zu - sowohl gegenüber dem Euro als vor allem auch gegenüber dem schwächelnden Yuan.
Wall Street startet mit Verlusten
Nach dem Rücksetzer der vergangenen Woche ist an der Wall Street zunächst keine Erholung in Sicht.
Kurz nach Handelsbeginn verliert der Dow-Jones-Index 0,4 Prozent auf 26.351 Punkte. Der S&P-500 gibt um 0,3 Prozent nach und der Nasdaq-Composite um 0,6 Prozent.
Der Dax versucht unterdessen, sich mit einem Verlust von 0,9 Prozent an die 12.000er Linie zu klammern.
Wall Street erwartet Verluste am Columbus Day
Die US-Börsen dürften mit kleinen Verlusten in die neue Woche starten. Nach dem Rücksetzer der vergangenen Woche ist zunächst keine Erholung in Sicht.
Der Future auf den S&P-500 tendiert vorbörslich 0,2 Prozent niedriger.
Die hohen Anleihezinsen und der Handelsstreit zwischen den USA und China lasten unverändert auf den Börsen. Dazu kommen negative Vorgaben aus Asien und Europa.
Ungeachtet dessen dürfte das Geschäft sehr ruhig verlaufen. Den US-Feiertag Columbus Day am Montag werden vermutlich viele Marktteilnehmer für ein verlängertes Wochenende nutzen, auch wenn fast alle Märkte geöffnet sind. Nur der Anleihemarkt bleibt wegen des Feiertags geschlossen.
Die hohen Anleiherenditen - die Zehnjahresrendite erreichte vergangene Woche mit 3,23 Prozent den höchsten Stand seit sieben Jahren - sind in den Augen von Beobachtern derzeit das größte Hindernis für höhere Aktienbewertungen.
Wichtige Konjunkturdaten sind für den Montag nicht angekündigt. Unternehmensnachrichten sind rar.
"Nur" 80 Millionen Dollar Strafe für Monsanto? Bayer an der Dax-Spitze
Bayer setzten sich mit einem Plus von 1,8 Prozent an die Dax-Spitze.
Im Handel wird auf eine Bernstein-Studie verwiesen. Nach Einschätzung der Analysten werden die so genannten Johnson-Damages wegen Glyphosat und Dicamba bei Bayer in den USA voraussichtlich reduziert, aber nicht komplett gestrichen. o
Zu dieser Einschätzung kommen die Analysten nach Anhörung des Experten Matthew Turlow, der sich auf dem Gebiet der Produkthaftung ebenso auskenne wie bei Umwelt- und Giftthemen, heißt es weiter. Die Strafe schätzt der Experte laut Bernstein auf 40 bis 80 Millionen Dollar.
Investoren reißen sich um Rocket-Möbelhändler
Der Online-Möbelhändler Westwing dürfte seine Aktien laut Finanzkreisen in der Mitte der ursprünglichen Preisspanne zuteilen.
Den Investoren sei mitgeteilt worden, dass die Papiere voraussichtlich nicht unter 26 Euro abgegeben würden, sagte eine mit dem Börsengang vertraute Person. Zu diesem Preis seien die bis zu 5,06 Millionen Papiere um ein Vielfaches überzeichnet. Damit könnte Westwing 132 Millionen Euro einnehmen.
Das Münchner Unternehmen hatte in der vergangenen Woche die Zeichnungsfrist um zwei Tage verkürzt und die Spanne de facto auf 26 bis 29 Euro eingegrenzt. Ursprünglich lag das untere Ende bei 23 Euro. Der Ausgabepreis soll noch heute offiziell festgelegt werden, das Börsendebüt ist für Dienstag geplant.
Lautsprecher-Marke Bose schockt Hörgeräte-Hersteller
Die US-Zulassung für ein Hörgerät des amerikanischen Lautsprecher- und Kopfhörer-Herstellers Bose macht Aktionäre europäischer Konkurrenten nervös:
Die Aktien von William Demant, GN Store Nord und Sonova fallen um bis zu zehn Prozent.
Am Freitag hatte die US-Gesundheitsbehörde FDA grünes Licht für den Verkauf eines Bose-Hörgeräts gegeben, das sich die Nutzer eigenständig an ihr Ohr anpassen, programmieren und kontrollieren können.
Bafin: Jede Bank kann pleitegehen
Die Bankenaufsicht Bafin hat eine gute Nachricht für uns Steuerzahler: Keine Bank ist "too big to fail":
Nach Aussage von Thomas Pötzsch, Bafin-Exekutivdirektor, ist die Aufsicht des Bankensektors mittlerweile so gut aufgestellt, dass Banken sämtlicher Größe abgewickelt werden könnten, ohne die Stabilität der Finanzmärkte und der Wirtschaft insgesamt zu gefährden.
"Alle an den Finanzmärkten wissen: Man kann nicht mehr davon ausgehen, dass der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird", sagte Pötzsch, bei der Bafin zuständig für Bankenabwicklung und Geldwäsche, der "Süddeutschen Zeitung". Dank der neuen Abwicklungsmechanismen sei es inzwischen möglich, auch ein großes Geldhaus abzuwickeln, ohne die Steuerzahler zur Kasse zu bitten oder an den Finanzmärkten Verwerfungen auszulösen. "Unser Ziel ist es, solche Reaktionen zu vermeiden. Der Markt weiß, dass das Abwicklungsregime existiert."
Deutschlands "heißester" Börsenstar crasht plötzlich
Innerhalb von weniger als zwei Stunden hat die Aktie von Dax-Neuling und Anlegerliebling Wirecard mehr am Morgen als 11 Prozent ihres Wertes verloren.
Allerdings....
...im Handel ist nur von Gewinnmitnahmen die Rede, nachdem sich die Aktie seit Jahresbeginn bereits verdoppelt hat. Bei den aktuellen Verlusten handele es sich um die zweite schärfere Korrektur in den vergangenen Wochen. Die Aktie sei "heiß gelaufen", insbesondere im Kontext im allgemeinen fallender Technologieaktien.
Sie litten zuletzt unter Befürchtungen, dass sich das erhöhte Renditeniveau insbesondere im Technologiesektor negativ bemerkbar machen dürfte, wie auch unter Sorgen vor zu hohen Bewertungen in diesem Segment.
Erst jüngst hatte Firmenchef Markus Braun im Interview mit dem Handelsblatt gute Stimmung für das Papier gemacht und eine Vervierfachung des Kurses in den kommenden Jahren in Aussicht gestellt. Der Stoxx-Technologieindex verliert 1,4 Prozent und ist das Schlusslicht unter den Branchenindizes.
Ölpreis zwingt Fluglinien zu Preiserhöhungen
Eine negative Sektorstudie drückt auf den Flugliniensektor.
Nach Einschätzung der Citigroup werden IAG und Deutsche Lufthansa im Schnitt die Preise um 5 Prozent anheben müssen, um den negativen Effekt des gestiegenen Ölpreises ausgleichen zu können. Daneben haben die Analysten die Einstufung für IAG auf "Neutral" von "Buy" gesenkt. Lufthansa verlieren 1,5 Prozent, IAG 1,3 Prozent und Air France KLM 0,5 Prozent.
Deutschland verliert Machtkampf um Airbus-Chefposten
Der Machtkampf um den Chefposten beim deutsch-französischen Airbus-Konzern ist offenbar entschieden: Die Ernennung des Nachfolgers von Airbus-CEO Tom Enders könnte bereits heute fallen, heißt es in Unternehmenskreisen.
Airbus wird demnach den Leiter seiner Verkehrsflugzeugsparte, Guillaume Faury, zum neuen Konzernchef ernennen.
Der 50-jährige Faury hatte den Chefsessel in der Verkehrsflugzeugsparte erst vor einigen Monaten von Fabrice Bregier übernommen und galt seitdem als Kronprinz für den Gesamtkonzern. Faury war vorher Leiter der Hubschraubersparte.
An der Pariser Börse gewinnt der Kurs von Airbus 1,1 Prozent.
Die Besetzung der Spitzenposten bei dem europäischen Flugzeugbauer ist ein permanenter Machtkampf zwischen Deutschland und Frankreich, die Anteile an dem Unternehmen halten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will seinen Einfluss bei Airbus ausbauen.
Deutsche Industrie schrumpft schon wieder
Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im August überraschend den dritten Monat in Folge gedrosselt. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,3 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte.
Im Juli hatte es ein Minus von 1,3 Prozent gegeben, im Juni von 0,7 Prozent. Ökonomen hatten diesmal einen Anstieg um 0,4 Prozent erwartet.
Ein Grund für den Rückgang ist die gebremste Produktion in der Autoindustrie, die Schwierigkeiten mit der Umstellung auf den strengeren Abgasmesszyklus WLTP hat. In einigen Betrieben musste deshalb zeitweise die Produktion gedrosselt wurde.
Größter Kursrutsch seit Monaten in China
Die Furcht der Anleger vor den wirtschaftlichen Belastungen durch den Handelsstreit mit den USA brockt dem chinesischen Aktienmarkt den größten Kursrutsch seit über zwei Monaten ein. Daran änderte auch eine Lockerung der Geldpolitik durch die chinesische Notenbank (PBoC) nichts. Die Börse Shanghai fiel um bis zu 3,1 Prozent auf 2732 Punkte.
Die angekündigte Lockerung der Kapitalanforderungen für die chinesischen Banken sei ein weiterer Schritt zur Stärkung der Inlandskonjunktur, sagte Anlagestratege Frances Cheung von der Westpac Bank. Nach Einschätzung des Wirtschaftsprofessors Zhao Jian von der Universität Jinan wird dies der Konjunktur aber kaum helfen. "Liquidität ist nicht das Problem. Der Verlust von Vertrauen ist das Problem." Viele - vor allem private - Unternehmen scheuten wegen des Handelsstreits die Aufnahme neuer Kredite.
Bei den Unternehmen stürzten die Kurse von Technologiewerten wie ZTE oder Zhejiang Dahua um bis zu zehn Prozent ab. Auslöser waren ein Medienbericht, dem zufolge chinesische Spione Computerchips in Lieferungen an US-Unternehmen eingeschleust haben.
Die Tokioter Börse blieb feiertagsbedingt geschlossen.
Ölpreise geben weiter nach
Die Ölpreise sind am Montag weiter gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember 83,26 US-Dollar. Das waren 90 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur November-Lieferung fiel um 60 Cent auf 73,74 Dollar.
Nach wie vor bleiben die US-Sanktionen gegen die Ölindustrie des Iran, die im November in Kraft treten, das beherrschende Thema am Ölmarkt. Zuletzt hatten Aussagen des Kronprinzen des führenden Opec-Landes Saudi-Arabien, Mohammed Bin Salman, die Sorge vor einem zu niedrigen Angebot an Rohöl auf dem Weltmarkt etwas entkräftet. Demnach sei Saudi-Arabien in der Lage, falls nötig die Fördermenge zu erhöhen, um Ausfälle im Iran auszugleichen.
Falls es notwendig werden sollte, könnte das Opec-Land die Fördermenge um weitere 1,3 Millionen Barrel pro Tag erhöhen, sagte der Kronprinz. In den vergangenen Wochen waren die Ölexporte des Opec-Landes Iran wegen der US-Sanktionen bereits deutlich gesunken. Dies hatte den Ölpreisen immer wieder starken Auftrieb verliehen.
Dax wird nun etwas leichter erwartet
45 Minuten vor Handelsbeginn in Frankfurt rechnen Händler mit einem leicht nachgebenden Dax. Der Leitindex präsentierte sich 0,2 Prozent niedriger bei 12.086 Punkten. Einige Börsianer erwarten einen Dax-Stand von 12.082 Punkten zum Xetra-Schluss. Insgesamt liegt die Spanne der Prognosen zwischen 12.050 und 12.112 Punkten.
Knorr-Bremse schließt die Bücher schon am Mittwoch
Der Bremsenkonzern Knorr-Bremse beendet die Zeichnungsfrist für seinen Börsengang wegen der hohen Nachfrage einen Tag früher als geplant. Die Bücher würden schon am Mittwochmittag geschlossen, teilte das Münchner Unternehmen mit. "Das große Interesse der Investoren ermöglicht es uns, das Angebot früher als zunächst geplant abzuschließen", sagte Vorstandschef Klaus Deller.
Das Börsendebüt ist weiterhin für Freitag geplant. Am oberen Rand der Preisspanne, die von 72 bis 87 Euro reicht, könnte Knorr-Bremse mit einem Volumen von 4,21 Milliarden Euro der größte Börsengang des Jahres in Deutschland werden.
Euro stabilisiert sich
Euro / DollarDer Euro hat sich zum Wochenauftakt zunächst nur wenig bewegt und stand weiter knapp über 1,15 US-Dollar. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1512 Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am späten Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1506 Dollar festgesetzt.
Damit hat sich der Euro nach deutlichen Kursverlusten in der vergangenen Woche vorerst stabilisiert. Steigende Renditen bei US-Staatsanleihen hatten dem Dollar zuletzt Auftrieb gegeben und den Euro im Gegenzug belastet. Im weiteren Tagesverlauf rechnen Marktbeobachter mit einem eher ruhigen Handel am Devisenmarkt.
Aurelius kauft Armaturenhersteller VAG
Wie entwickelt sich die Aktie von Aurelius? Die Investmentgruppe erwirbt die Mannheimer VAG von der US-amerikanischen Rexnord Gruppe. Im Geschäftsjahr 2017/18 erzielte der Hersteller von Wasser- und Abwasserarmaturen mit 1200 Mitarbeitern einen Umsatz von knapp 200 Millionen Euro, wie Aurelius mitteilte. Die Transaktion soll im vierten Quartal 2018 vollzogen werden. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.
VAG ist weltweit tätig und bietet Armaturen für die Wasseraufbereitung und -verteilung, die Abwasserwirtschaft, Staudämme, Kraftwerke und die Energiewirtschaft an. Das Unternehmen verfügt über sechs Produktionsstätten in Deutschland, der Tschechischen Republik, China, Indien, Südafrika und den USA sowie über 14 eigene Vertriebsbüros.
Aurelius will noch ein operatives Verbesserungspotenzial bei VAG erkannt haben und den größten Standort des Unternehmens mit eigener Gießerei in Tschechien durch weitere Investitionen ausbauen.
Dax notiert vorbörslich etwas höher
Zu Wochenbeginn zeichnet sich nach dem schwachen Ausklang der Vorwoche eine wenig veränderte Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten ab. Trotz der Senkung der Mindestreserveanforderungen geht es an Chinas Börsen nach der komplett handelsfreien Vorwoche im Kernland kräftig nach unten. Der Dax notierte vorbörslich 0,1 Prozent höher bei 12.128 Punkten.
Der schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China belastet die Stimmung ebenso wie Medienberichte, laut denen chinesische Spionagechips in chinesischer IT-Hardware gefunden worden sein soll. Dies könnte den US-Behörden einen Grund für neue Einfuhrbeschränkungen liefern.
Der Anstieg des chinesischen Caixin Service-Einkaufsmanagerindex im September auf 53,1 nach 51,5 Punkten stützt die Stimmung nicht, zumal die in ihm enthaltene Beschäftigungskomponente auf den niedrigsten Stand seit März 2016 gesunken ist.
Der Terminkalender ist heute praktisch leer und deutet auf ein ruhiges Geschäft hin. Der japanischen Aktienmärkt pausiert wegen eines Feiertags, ebenso der US-Anleihemarkt wegen des Columbus Day.
Im späteren Wochenverlauf legen die ersten US-Banken ihre Geschäftszahlen vor und leiten damit den Beginn der US-Berichtsaison für das dritte Quartal ein.
Daimler-Finanzchef Uebber geht Ende 2019
Überraschung bei Daimler: Finanzvorstand Bodo Uebber hat überraschend seinen Abschied für Ende des nächsten Jahres angekündigt. Der 59-Jährige habe dem Aufsichtsratsvorsitzenden Manfred Bischoff mitgeteilt, "dass er eine Verlängerung seiner bis Dezember 2019 laufenden Bestellung nicht anstrebt", teilte der Stuttgarter Autobauer mit. Einen Grund nannte das Unternehmen zunächst nicht.
Erst im vergangenen Monat hatte Daimler beschlossen, dass der langjährige Vorstandschef Dieter Zetsche seinen Posten im Mai 2019 an den bisherigen Forschungschef Ola Källenius übergibt. Der 49-jährige Schwede wird der erste ausländische Vorstandschef an der Spitze von Daimler und erbt von Zetsche auch die Leitung der Pkw-Sparte Mercedes-Benz.
Der Dax-Konzern plant für 2019 einen radikalen Umbau. Es soll eine Muttergesellschaft mit den selbstständigen Pkw-, Lkw- und Dienstleistungstöchtern entstehen.
Starke Kursverluste in Shanghai - Tokio geschlossen
Die Furcht vor einer Eskalation des Handelskonflikts zwischen China und den USA hat zu Wochenbeginn die Anleger an der Börse von Shanghai verschreckt. Der Composite-Index gab am ersten Handelstag nach einer Feiertagswoche in der Volksrepublik mehr als drei Prozent nach. Der CSI300 verlor sogar 3,5 Prozent.
Dass die chinesische Zentralbank am Wochenende die Kapitalanforderungen für Banken senkte, sorgte für keinen Auftrieb. Der Hang-Seng-Index in Hongkong verlor 0,6 Prozent, nachdem er vorige Woche bereits 4,4 Prozent eingebüßt hatte. Auf den Verkaufslisten standen in China Technologiewerte. Der Branchenindex sackte um fast vier Prozent ab.
Zuletzt hatte US-Vizepräsident Mike Pence harsche Töne gegenüber China angeschlagen und Vorwürfe der versuchten Einmischung in die US-Kongresswahlen im November bekräftigt. Die Börsen in Japan blieben wegen eines Feiertages geschlossen.
Am Devisenmarkt in Fernost notierte der Euro mit 1,1516 US-Dollar wenig verändert. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9917 Franken je Dollar und bei 1,1420 Franken je Euro.