Montag, 23. Dezember 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax geht etwas leichter in die Feiertage - MDax mit Rekordhoch

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(Foto: imago/Sven Simon)

Am letzten Handelstag vor Weihnachten hat am deutschen Aktienmarkt Ruhe geherrscht. Der Dax hielt sich die meiste Zeit über leicht im Minus und ging 0,1 Prozent tiefer mit 13.301 Punkten in die Feiertage. Der MDax knüpfte an die guten Vortage an und erreichte mit 28.564 Punkten ein Rekordhoch - zum Handelsende stand ein Plus von 0,4 Prozent auf 28.545 Stellen. Der TecDax gewann 0,2 Prozent auf 3058 Punkte. Der EuroStoxx50 sackte leicht um 0,1 Prozent auf 3775 Zähler ab.

Insgesamt haben viele Marktteilnehmer ihre Bücher für dieses Jahr schon geschlossen. Die Handelsspannen seien europaweit schmal und die Kurse schwankten nur wenig, sagte ein Analyst. Nach den Weihnachtsfeiertagen startet der Handel in Frankfurt wieder am Freitag.

Mir bleibt nur noch, Ihnen ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest zu wünschen.

17:17 Uhr

Gericht erteilt Ryanair eine Abfuhr

Niederlage für Ryanair vor einem irischen Gericht: Eine Klausel, die allen leitenden Angestellten untersagt, innerhalb von zwölf Monaten nach Ausscheiden bei Ryanair zu einem Wettbewerber gehen zu können, sei nicht vertretbar, urteilte ein Richter.

Ryanair hatte per Gerichtsbeschluss versucht, den Wechsel von Betriebschef Peter Bellew zum Erzrivalen Easyjet bis ins Jahr 2021 zu verzögern. Ryanair hatte sich auf die Wettbewerbsverbotsklausel gestützt. Europas größte Billigfluglinie hatte im Juli erklärt, der ehemalige Malaysia-Airlines-Chef werde zum Jahresende zurücktreten. Eine Woche später gab Easyjet Bellews Ernennung zum neuen Chief Operations Officer bekannt.

17:04 Uhr

Staatschef: Argentinien ist "praktisch zahlungsunfähig"

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Alberto Fernández mit Vizepräsidentin Cristina Kirchner de Fernández.

(Foto: dpa)

Argentiniens neuer Präsident Alberto Fernández hat ein düsteres Bild über Wirtschaft und Finanzen seines Landes gezeichnet. Er zog Parallelen zur schweren Wirtschaftskrise von 2001. Argentinien befinde sich in einer Situation "praktischer Zahlungsunfähigkeit", sagte Fernández. "Es ist nicht genauso wie 2001, aber ähnlich", sagte der linksgerichtete Politiker, der am 10. Dezember sein Amt angetreten hatte. Während der bislang schwersten Wirtschaftskrise Argentiniens im Jahr 2001 habe die Armutsrate bei 57 Prozent gelegen, derzeit liege sie bei 41 Prozent, erklärte der Staatschef.

Das zweitgrößte südamerikanische Land durchlebt derzeit seine schwerste Wirtschaftskrise seit 17 Jahren.

16:33 Uhr

Boeing-Aktie treibt Dow Jones an

Der Abgang von Konzernchef Dennis Muilenberg hat der Boeing-Aktie einen deutlichen Aufschlag beschert - sie legte in der ersten Handelsstunde um 2,4 Prozent zu. Die Boeing-Papiere trugen rund die Hälfte zum Anstieg des Dow-Jones-Index bei, der 0,4 Prozent auf 28.561 Punkte gewann.

Auch die anderen US-Indizes kletterten weiter nach oben. So stieg der S&P 500 um 0,1 Prozent auf 3225 Stellen. Der Nasdaq Composite stieg um 0,2 Prozent auf 8938 Punkte.

Boeing
Boeing 315,28

16:11 Uhr

Insider: Blackrock gründet Joint Venture in China

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BlackRock 480,15

Der US-Vermögensverwalter Blackrock und Singapurs Staatsfonds Temasek gründen Insidern zufolge ein Gemeinschaftsunternehmen mit der China Construction Bank (CCB). An dem Joint Venture für die Vermögensverwaltung hielten Blackrock und Temasek die Mehrheit, zitierte Reuters die Insider. Eine entsprechende Absichtserklärung sei unterzeichnet worden. Weder die Chinesen noch Temasek und Blackrock äußerten sich nicht dazu.

Die Regierung in Peking treibt die Öffnung des Finanzmarkts voran. Durch eine Kooperation mit chinesischen Banken erhalten westliche Vermögensverwalter Zugriff auf das riesige Vertriebsnetz der Geldhäuser im Reich der Mitte.

15:37 Uhr

Aufträge für langlebige Güter fallen in den USA überraschend

Eine schlechte Konjunkturnachricht kommt aus den Vereinigten Staaten: Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter ist im November wider Erwarten gefallen. Der Hauptgrund dafür war ein großes Orderminus bei Rüstungsgütern. Wie das US-Handelsministerium berichtete, sanken die gesamten Orders gegenüber dem Vormonat um 2,0 Prozent. Ökonomen hatten dagegen mit einem Anstieg um 1,2 Prozent gerechnet.

Die Aufträge für Militärgüter fielen um 35,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ohne Rüstungsgüter ergab sich ein Plus von 0,8 Prozent. Für den Ordereingang ohne den Transportbereich wurde eine Stagnation gemeldet.

15:19 Uhr

Boeing-Chef Muilenburg muss gehen

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(Foto: REUTERS)

Paukenschlag vor Weihnachten bei Boeing: Konzernchef Dennis Muilenburg ist mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. Nachfolger soll David Calhoun werden, der derzeit beim US-Flugzeugbauer Chef des Verwaltungsrats ist. Bis Calhoun sein neues Amt antritt, wird Finanzvorstand Greg Smith Boeing interimistisch als CEO führen.

Muilenburg stand wegen der Turbulenzen um den 737 Max in der Kritik. Maschinen dieses Typs befinden sich seit zwei Unglücken auf dem Boden und werden in diesem Jahr nicht mehr abheben. Zudem ist die Produktion der 737 Max gestoppt worden.

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14:45 Uhr

Experte Dudenhöffer sieht E-Mobilität "mit Macht" kommen

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Ferdinand Dudenhöffer

(Foto: picture alliance / dpa)

Die anhaltend hohen SUV-Verkaufszahlen werden den Aufstieg der E-Mobilität nicht aufhalten können. Davon ist der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer voll und ganz überzeugt. Seiner Meinung nach wird "das batterieelektrische Auto wird in den nächsten zehn Jahren in Europa seinen Durchbruch haben". Gleichzeitig gehe der SUV-Trend ungebrochen weiter, denn "den Kunden ist der CO2-Grenzwert egal".

Aber spätestens 2022 werde es "äußerst ernst", sagte Dudenhöffer gegenüber AFP, dann gebe es "kein Zurück mehr". Nach Hochrechnungen seines Instituts an der Universität Duisburg-Essen müssen dann EU-weit 2,3 Millionen Hybrid- und vollelektronische Fahrzeuge verkauft werden, um angesichts der ungebrochenen SUV-Beliebtheit hohen Strafzahlungen wegen der Flottengrenzwerte zu umgehen. Neben den SUVs werde die E-Mobilität "mit Macht" kommen.

14:29 Uhr

"Window-Dressing" - Adidas-Aktie peilt Allzeithoch an

Adidas wird immer wertvoller und mit der Aktie der Herzogenauracher geht es weiter bergauf. Das Papier liegt nur noch unwesentlich unter seinem Allzeithoch von 296,75 Euro. Am Nachmittag legte der Kurs um 0,8 Prozent auf 293,75 Euro zu. Gestützt wurde dieses Kursplus von Aussagen zu einem guten Weihnachtsgeschäft.

"Mit Window-Dressing könnte der Kurs auf neue Allzeithochs laufen", so ein Händler mit Blick auf die restliche Handelszeit bis zum Jahresende. Mit einem Plus von knapp 58 Prozent in diesem Jahr gehöre die Aktie zu einem der großen Gewinner im Dax.

Adidas
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14:02 Uhr

Wenig Bewegung an der Wall Street erwartet

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Mit einer wenig veränderten Tendenz dürfte die Wall Street in die Weihnachtswoche starten. Für leichte Entspannung sorgt, dass China die Importzölle auf insgesamt 850 Produkte gesenkt hat, darunter gefrorenes Schweinefleisch, Medizin und einige Hochtechnologiekomponenten. Dagegen sorgen die jüngsten Entwicklungen in Nordkorea für leichte Sorgenfalten. Machthaber Kim Jong Un hat eine Parteisitzung einberufen, um über den Ausbau der militärischen Kapazitäten zu beraten.

Insgesamt dürften die Umsätze jedoch recht niedrig bleiben, da sich viele Teilnehmer bereits in den Weihnachtsferien befänden, heißt es. Ob vor diesem Hintergrund die anstehenden US-Konjunkturdaten für Bewegung sorgen, bleibt abzuwarten. So werden die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter für den November sowie die Neubauverkäufe, ebenfalls für November, veröffentlicht. Der Future auf den S&P-500 zeigt sich mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent.

13:35 Uhr

Unerlaubte Telefonwerbung: Sky Deutschland muss zahlen

Ungemach kurz vor den Feiertagen: Die Bundesnetzagentur hat gegen Sky Deutschland wegen unerlaubter Telefonwerbung ein Bußgeld von 250.000 Euro verhängt. Das Unternehmen habe ein Verbot für unerlaubte Telefonwerbung "wiederholt missachtet und Verbraucher teilweise in erheblicher Weise belästigt", begründete die Behörde ihren Schritt.

Bei der Bundesnetzagentur seien bis zuletzt rund 1000 Anzeigen zu unerlaubten Werbeanrufen des Unternehmens eingegangen, hieß es weiter. Bei den Anrufen sei für ein Pay-TV Abonnement mit dem Ziel geworben worden, Neukunden zu akquirieren und Altkunden zurückzugewinnen. Den Anrufen habe vielfach keine wirksame Werbeeinwilligung zugrunde gelegen. Für die Neukundenakquise habe das Unternehmen externe Call-Center beauftragt.

13:15 Uhr

Bitcoin mit einem ordentlichen Plus

Bitcoin Liquid Index
Bitcoin Liquid Index 8.975,24

Weiter aufwärts ist es heute mit dem Bitcoin gegangen. Die Kryptowährung verteuerte sich am frühen Nachmittag um 5,3 Prozent auf 7615 US-Dollar.

Offenbar positionierten sich einige Anleger bereits für das sogenannte Halving im kommenden Jahr, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Damit bezeichnen Experten die automatische Halbierung der Bitcoin-Menge, die in einem bestimmten Zeitraum durch "Schürfen" neu geschaffen werden kann und die durch eine Verknappung des Angebots einen Kursverfall verhindern soll.

12:53 Uhr

Dax taucht kurz vor Weihnachten etwas ab

Dax
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Dünner Handel kurz vor Weihnachten in Frankfurt: Der deutsche Aktienmarkt agierte am nachrichtenarmen Tag bis zum frühen Nachmittag uneinheitlich. Der Dax verlor 0,2 Prozent auf 13.296 Punkte. Der MDax legte dagegen um 0,3 Prozent auf 28.535 Zähler zu. Mit dem TecDax ging es um 0,2 Prozent auf 3058 Stellen nach oben. Der EuroStoxx50 verzeichnete ein Minus von 0,1 Prozent auf 3772 Punkte. Insgesamt haben viele Marktteilnehmer ihre Bücher für dieses Jahr schon geschlossen. Die Handelsspannen seien europaweit schmal und die Kurse schwankten nur wenig, hieß es am Markt.

An der Dax-Spitze zog die Aktie von Bayer um 2,9 Prozent an. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern erhält im Berufungsverfahren gegen einen Schuldspruch wegen angeblicher Krebsrisiken von glyphosathaltigen Unkrautvernichtern Unterstützung der US-Regierung. Unter den weiteren Favoriten im deutschen Leitindex stiegen die Anteilsscheine von Adidas um 0,7 Prozent. Ganz hinten im Dax rangierten Lufthansa mit minus 1,8 Prozent - über der Airline schwebt noch immer das Damoklesschwert eines Streiks.

12:36 Uhr

Cerberus gibt Beratertätigkeit bei Deutscher Bank auf

Veränderung bei der Deutschen Bank: Der Großaktionär Cerberus agiert einem Insider zufolge künftig nicht mehr als Berater des Frankfurter Geldhauses. Das umstrittene Beratungsmandat laufe aus, hieß es. Der Dax-Konzern hatte die Beratungssparte des Finanzinvestors angeheuert, um der Bank dabei zu helfen, die Kosten zu drücken und neue Gewinnquellen zu erschließen.

Die im Sommer des vergangenen Jahres bekanntgewordene Doppelrolle von Cerberus als Großaktionär und Berater hatte bei anderen Investoren und auch in Teilen der Bank für Kritik gesorgt. Schließlich ist Cerberus seit Ende 2017 mit einem Anteil von drei Prozent einer der größten Aktionäre des Geldinstituts.

Wie sieht es mit der Aktie der Deutschen Bank aus: Kurz nach Mittag notierte sie 1,4 Prozent tiefer bei 6,97 Euro.

12:17 Uhr

Tui verkauft Ferienhausvermieter

Der Touristikriese Tui will sich stärker auf das Kerngeschäft mit Hotels, Kreuzfahrten und Aktivitäten in den Urlaubsdestinationen konzentrieren. Die Ferienhaus-Spezialisten Wolters Reisen verkauft der Konzern deshalb nun an das Frankfurter Unternehmen E-Domizil. Über den Kaufpreis gab es keine Angaben.

Mit der Transaktion will Tui die Abhängigkeit vom traditionellen Veranstaltergeschäft verringern. Wolters Reisen habe keine oder nur wenige Synergien mit dem Kerngeschäft der Tui, hieß es. Wolters Reisen mit Sitz in Düsseldorf und Stuhr bei Bremen und 250 Mitarbeitern ist Spezialist für Ferienhäuser und für Rundreisen nach Nordeuropa. Über eine Beteiligungsgesellschaft lag der Anteil des Tui-Konzerns bei 100 Prozent.

Tui
Tui 9,63

11:55 Uhr

BVB-Aktie geht auf Talfahrt

Die 1:2-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim im letzten Spiel der Hinrunde der Fußball-Bundesliga bekommt der Aktie von Borussia Dortmund überhaupt nicht gut. Im Frankfurter Handel sackte das BVB-Papier am Mittag um 1,9 Prozent auf 8,37 Euro ab.

BVB
BVB 8,93

11:35 Uhr

Israels größtes Erdgasfeld kurz vor der Inbetriebnahme

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(Foto: dpa)

Fast ein Jahrzehnt nach der Entdeckung von Israels größtem Erdgasvorkommen im Mittelmeer nimmt das Leviathan-Feld morgen seinen Betrieb auf. Die ersten 48 Stunden würden noch als Testphase gesehen, teilte eine Sprecherin des israelischen Teilhabers Delek im Vorfeld mit. Anschließend werde der Normalbetrieb starten. Kurz nach Beginn der Gasförderung sind Exporte nach Ägypten und Jordanien geplant.

Leviathan liegt rund 130 Kilometer westlich der Hafenstadt Haifa, in etwa 1700 Metern Meerestiefe. Das Gasfeld enthält schätzungsweise Reserven von 605 Milliarden Kubikmeter. Die Bohranlage mit Plattform liegt zehn Kilometer vor Israels Küste. Teilhaber sind neben dem US-Unternehmen Noble Energy die israelischen Unternehmen Delek und Ratio Oil Exploration.

11:04 Uhr

Kommt nach dem Superbörsenjahr 2019 das Superbörsenjahr 2020?

Das Börsenjahr 2019 dürfte zu den besten der Börsengeschichte gehören. Kann das 2020 noch so weitergehen oder ist mit einer Korrektur zu rechnen? Friedhelm Tilgen spricht mit Anouch Wilhelms von der Commerzbank und Thomas Koch von Platow Derivate über die Gründe für die positive Entwicklung des Börsenjahres 2019 und diskutiert die Aussichten für das Börsenjahr 2020. Wie werden sich Aktien, Zinsen und der Rohstoffmarkt entwickeln? Mit welchen Strategien und Instrumenten können Anleger im neuen Jahr punkten?

10:44 Uhr

EZB-Ratsmitglied warnt vor Tiefzins-Folgen

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Klaas Knot

(Foto: picture alliance / dpa)

Die lange Niedrigzinsphase beunruhigt auch ein EZB-Ratsmitglied: Klaas Knot, Notenbankchef in den Niederlanden, hält eine jahrelange Fortdauer extrem niedriger Zinsen für möglich und warnt vor der Gefahr von Nebenwirkungen. Knot hält es für möglich, "dass das derzeitige Niedrigzinsumfeld noch weitere fünf Jahre anhalten könnte".

Investoren könnten dabei zu einer überzogenen Risikobereitschaft verleitet werden. Zudem könnten sich jüngere Menschen mangels Anlagealternativen gezwungen sehen mehr zu sparen. Dies würde die Inflation weiter unter die Zielmarke von knapp zwei Prozent drücken, die EZB als Ideal für die Konjunktur anpeilt.

10:25 Uhr

Streikgefahr belastet Lufthansa-Aktie

Lufthansa
Lufthansa 14,00

Unter Druck stand am Vormittag die Aktie von Lufthansa - sie verlor 1,3 Prozent auf 16,45 Euro und lag damit am Dax-Ende. In Frankfurt wurde auf das erhöhte Risiko weiterer Streiks bei der Luftfahrtlinie verwiesen, nachdem ein Schlichtungsversuch nicht erfolgreich war.

  • "Das bedeutet, dass die Arbeitskämpfe nicht beendet sind, sondern sie weitergehen werden", so ein Sprecher der Gewerkschaft Ufo.
10:09 Uhr

Interne Untersuchung entlastet Credit-Suisse-Chef Thiam

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Tidjane Thiam

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Chef der Credit Suisse, Tidjane Thiam, kann aufatmen. Eine von der Schweizer Großbank eingeleitete Untersuchung zur Klärung einer neuen Beschattungsaffäre hat ihn entlastet.

  • "Es hat sich bestätigt, dass Peter Goerke - zu jenem Zeitpunkt Mitglied der Konzernleitung - im Auftrag der Credit Suisse während einiger Tage im Februar 2019 von einer Drittfirma beschattet worden ist", erklärte das Geldhaus.
  • "Die Untersuchung kam zum Schluss, dass Pierre-Olivier Bouee, ehemaliges Mitglied der Konzernleitung, den Auftrag erteilt hatte, Peter Goerke beschatten zu lassen."

Die Abklärungen durch die Anwaltskanzlei Homburger hätten keine Hinweise ergeben, dass Thiam, andere Mitglieder der Konzernleitung oder Mitglieder des Verwaltungsrates von der Beschattung wussten, bevor in Medien darüber berichtet wurde, hieß es weiter.

09:37 Uhr

Bayer-Aktie nach Nachrichten aus den USA sehr stark

Bayer
Bayer 75,66

Kräftig aufwärts ist es nach Handelsbeginn mit der Aktie von Bayer gegangen. Mit plus 3,4 Prozent auf 73,95 Euro erreichte das Papier ein 14-Monats-Hoch.

Grund für den Aufschwung ist die Rückendeckung durch die US-Regierung in einem Schadenersatzprozess um den Unkraut-Vernichter Glyphosat. Dem US-Justizministerium und der Umweltbehörde Epa zufolge ist Glyphosat nicht krebserregend.

09:22 Uhr

Deutsche Importpreise höher als erwartet

Kleine Überraschung kurz vor den Feiertagen: Die Importpreise in Deutschland sind nämlich im November stärker gestiegen als erwartet. Laut Statistischem Bundesamt kletterte der Index der Einfuhrpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent. Ökonomen hatten einen Anstieg von nur 0,3 Prozent prognostiziert.
Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Importpreisrückgang von 2,1 Prozent registriert. Ökonomen hatten einen Rückgang um 2,3 Prozent erwartet. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag den Angaben zufolge im November um 0,3 Prozent höher als im Vormonat, während sich im Jahresvergleich ein Rückgang um 2,1 Prozent ergab.

09:13 Uhr

Dax bewegt sich kaum - Aktien von Koenig & Bauer ganz schwach

Einen Tag vor Heiligabend geht es auf dem Frankfurter Börsenparkett sehr ruhig zu. Der Dax notierte kaum verändert bei 13.318 Punkten. Der MDax gewann 0,1 Prozent auf 28.473 Zähler. Der TecDax kletterte um 0,2 Prozent auf 3056 Stellen.

Bei den Aktienwerten stachen die Titel von Koenig & Bauer nach einer Prognosesenkung mit einem Minus von 11,2 Prozent heraus. Mit 26,92 Euro waren sie so billig wie zuletzt vor knapp vier Jahren.

08:53 Uhr

Schwache Techwerte setzen Shanghais Börse arg zu

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(Foto: imago/China Foto Press)

Minuszeichen in China: Kursverluste bei Technologiewerten haben dem dortigen Aktienmarkt arg zugesetzt. Die Börse Shanghai verlor 1,3 Prozent auf 2965 Punkte. Der japanische Nikkei-Index hielt sich dagegen knapp im Plus bei 23.821 Zählern. Hier stützten Kursgewinne von Pharmafirmen den Markt. Zur positiven Branchenstimmung trug die US-Zulassung eines Brustkrebsmittels des japanischen Herstellers Daiichi Sankyo bei.

Chinesische Techwerte litten unter den Plänen eines heimischen Staatsfonds, seine Beteiligung an einigen dieser Werte zurückzuschrauben. Die Aktien von drei betroffenen Firmen, den Chip-Herstellern GigaDevice, Shenzhen Goodix und Hunan Goke, stürzten daraufhin um bis zu zehn Prozent ab.

08:35 Uhr

Ölpreise auf langsamem Rückzug

Brent Rohöl
Brent Rohöl 59,89

Die Ölpreise haben im frühen Handel leicht nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 65,91 US-Dollar. Das waren 23 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 29 Cent auf 61,51 Dollar.

Trotz der leichten Verluste bewegen sich die Rohölpreise weiter in der Nähe ihrer dreimonatigen Höchststände. Gestützt werden die Erdölpreise nach wie vor durch die insgesamt bessere Stimmung an den Finanzmärkten. Dazu hat vor allem die Einigung auf ein Teilabkommen zwischen den USA und China beigetragen.

07:47 Uhr

Keine klare Tendenz kurz vor Weihnachten

Zu Beginn einer vielerorts feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche lässt sich an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz ausmachen, trotz positiver Vorgaben aus den USA. Händler berichten von dünnen Umsätzen vor den Feiertagen zu Weihnachten und dem Jahreswechsel. An der Wall Street hatten die Aktienkurse am Freitag zwar neue Rekordniveaus erreicht, doch deutlich unter ihren Tageshochs geschlossen.

In Tokio zeigt sich der Nikkei-225-Index 0,1 Prozent höher bei 23.833 Punkten. Die Börse in Hongkong tendiert ebenfalls gut behauptet, gestützt von der Äußerung des US-Präsidenten Donald Trump vom Freitag, dass er "ein sehr gutes Gespräch" mit seinem chinesischen Gegenpart geführt habe. In Schanghai geht es mit den Kursen dagegen im Schnitt um 0,5 Prozent abwärts. Der Aktienmarkt in Sydney schloss 0,4 Prozent niedriger. Die Börse im neuseeländischen Wellington beendete den Handel 0,6 Prozent höher auf einem Rekordniveau.

In Seoul notiert der Kospi 0,1 Prozent niedriger. Hier belastet die Nachricht, dass der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un eine Parteisitzung einberufen hat, um über den Ausbau der militärischen Kapazitäten zu beraten - dies vor dem Hintergrund von Spekulationen, dass Nordkorea die diplomatischen Beziehungen zu den USA abbrechen und entweder eine Langstreckenrakete oder eine Trägerrakete für einen Satelliten abschießen könnte, um seinen Forderungen nach Zugeständnissen der USA in den Verhandlungen zur Beilegung des Atomstreits Nachdruck zu verleihen.