Der Börsen-TagDick im Dax: Linde ist heißer Aufstiegskandidat

Die Handel an den Börsen dämmert in einer Art Sommerlethargie vor sich hin. Trotz Zahlenflut am Morgen halten Anleger die Füße still. Der wichtigste Termin des Tages - das Treffen von US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker - findet immerhin auch erst nach Handelsschluss in Europa statt.
DaxDer Dax verliert zuletzt 0,2 Prozent auf 12.661 Punkte, der Euro-Stoxx-50 notiert unverändert bei 3480 Zählern. Der Euro kostet nahezu unverändert 1,169 Dollar.
Wenig Neues liefern die endgültigen Zahlen der Deutschen Bank. Das Institut hat im vergangenen Quartal weniger verdient als im Vorjahr, nach Steuern und Anteilen Dritter erzielte sie einen Gewinn von 361 Millionen Euro. Die Aktie verliert 1,1 Prozent.
Die Tochter DWS hat derweil auch im zweiten Quartal mit Nettomittelabflüssen und einem deutlichen Gewinnrückgang zu kämpfen gehabt. Für das Gesamtjahr zeigte sich der Vermögensverwalter pessimistisch. Die Börse quittiert das mit einem Abschlag von 1,6 Prozent.
LindeLinde legen dagegen kräftig zu.
Sowohl Umsatz als auch Gewinn kletterten rund 7 Prozent höher als geschätzt. Vor allem das Maschinenbaugeschäft schlug sich außergewöhnlich gut. Es hat die Markterwartung weit übertroffen. Das bereinigte Wachstum im Gasgeschäft von 4,7 Prozent liegt ebenfalls über den typischen 2 bis 3 Prozent der vergangenen Jahre.
Auch sonst ist in Linde viel Musik drin. Die anstehende Fusion mit Praxair könnte sich als weiterer Kurstreiber entpuppen. Zum einen wird sich das Gewicht im Dax mit der erhöhten Marktkapitalisierung nahezu verdoppeln.
Zum anderen sind Linde heißer Aufstiegskandiat für den Euro-Stoxx-50. In den wichtigsten Blue-Chip-Index der Eurozone könnten die Papiere bereits im September aufsteigen, zusammen mit Kering, Amadeus IT und Unicredit. Als Abstiegskandidaten werden Deutsche Bank, Saint-Gobain, Eon und Vivendi gehandelt.
Der heutige Ifo-Geschäftsklima-Index aus Deutschland verpufft dagegen geradezu. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich weiter minimal eingetrübt, allerdings fällt der Index für Juli aber immer noch besser aus als gedacht.
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