Mittwoch, 21. Oktober 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:39 Uhr

Dritter Verlusttag in Folge: Dax steckt im Abwärtsstrudel

Dem deutschen Aktienmarkt droht eine tiefrote Handelswoche: Nach Abschlägen am Montag und Dienstag büßen Dax und Co. auch zur Wochenmitte an Boden ein. Der deutsche Börsenleitindex, der zu Wochenbeginn zeitweise noch über 13.000 Punkten notierte, rauscht im heutigen Handelsverlauf sogar durch die 12.600er Marke. Am Ende steht beim Dax ein Minus von 1,4 Prozent bei einem Stand von 12.558 Zählern. Nach anfänglichen Kursgewinnen war der Index schnell ins Minus gedreht und hatte dieses systematisch ausgebaut.

"Steigende Corona-Zahlen, ein schwacher Dollar und das Warten auf die staatlichen Hilfen in den USA" machte ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf als nach wie vor bestimmende Themen auf dem Handelsparkett aus: Das seien "zu viele Belastungsfaktoren für den deutschen Aktienmarkt. "Seit vielen Wochen bewegt sich der Dax in einer Seitwärtsspanne. Das spiegelt die Unsicherheit darüber wieder, ob sich die wirtschaftliche Erholung weiter fortsetzt oder nicht", erläutert Marggraf.

Zu den wenigen Gewinnern im Dax gehören Linde und Covestro mit allerdings nur leichten Aufschlägen. Demgegenüber weisen Delivery Hero, MTU und Fresenius Verluste von mehr oder um zwei Prozent auf.

Dax
Dax 13.242,10

16:38 Uhr

Biogen senkt Gewinnziel: Aktienkurs fällt

Der US-Biotechkonzern Biogen senkt wegen hohen Wettbewerbdrucks seine Gewinnziele. Für 2020 rechnet Biogen nun mit einem Gewinn je Aktie von 32,50 bis 33,50 Dollar statt wie bislang von 34 bis 36 Dollar. Hintergrund ist der Marktstart eines kostengünstigen Nachahmermedikaments von Biogens Multiple-Sklerose-Mittel Tecfidera. Mit diesem setzte der Konzern im vergangenen Jahr 4,4 Milliarden Dollar um - so viel wie mit keiner anderen Arznei aus seinem Portfolio. Biogen geht davon aus, dass die Nachfrage nach Tecfidera im vierten Quartal nun deutlich sinken dürfte. Im dritten Quartal sank der Umsatz von Biogen bereits um sechs Prozent auf 3,38 Milliarden Dollar, der Nettogewinn fiel um 55 Prozent auf 702 Millionen.

Biogen Idec
Biogen Idec 206,95

16:17 Uhr

EZB-Chefvolkswirt: Virus muss jetzt eingedämmt werden

Europa befindet sich nach Aussage von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane in einer entscheidenden Phase des Kampfes gegen das Coronavirus. Wenn es in den kommenden Wochen gelinge, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, "dann können wir erwarten, dass die europäische Wirtschaft ihre Erholung fortsetzt", sagt Lane im Interview mit ntv. Der Erholungsprozess werde auch dann bis ins übernächste Jahr andauern. Sollte das Virus allerdings nicht eingedämmt werden, "müssen wir uns auf schlimmere Szenarien einstellen".

Corona ist Lane zufolge für die europäische Wirtschaft eine weitaus größere Gefahr als der Brexit oder die US-Präsidentschaftswahlen. "Sie muss unter Kontrolle gebracht werden. Wir sind auf eine gesunde Bevölkerung und eine gesunde Wirtschaft angewiesen", so Lane. Der EZB-Chefvolkswirt lobt die wirtschaftspolitische Reaktion Deutschlands auf die Pandemie. Die Bundesregierung habe kraftvoll reagiert - etwa durch die Unterstützung von Kurzarbeit. Deutschland habe viel dazu beigetragen, dass sich nicht nur die deutsche, sondern die europäische Wirtschaft wieder erhole.

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16:08 Uhr

Kommt die Geldspritze? Wall Street zum Start fester

Das Ringen um Milliardenhilfen für die unter der Coronavirus-Pandemie leidende US-Wirtschaft hält die Anleger weiter in Atem. Die Hoffnung auf eine rasche Einigung stützte die Kurse an der Wall Street am Mittwoch. Der Dow-Jones-Index liegt 0,3 Prozent höher bei 28.382 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewinnt 0,4 Prozent auf 3458 Zähler. Der Nasdaq Composite steigt 0,6 Prozent auf 11.583 Punkte.

Netflix
Netflix 402,50

Der Stabschef des Weißen Hauses Mark Meadows sagte dem Sender Fox Business, dass die Regierung und die Demokraten im Repräsentantenhaus eine Einigung innerhalb der nächsten 48 Stunden anstrebten. Fed-Notenbankdirektorin Lael Brainard warnte den US-Kongress, dass ein Ausbleiben weiterer Konjunkturhilfen das größte Risiko für den Wirtschaftsausblick darstelle. Trotz fortschreitender Erholung von der Corona-Krise ist die US-Wirtschaft laut der Notenbank weiter auf Hilfe der Fed und vor allem der Politik angewiesen. Unterdessen breitet sich das Corona-Virus weiter aus. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters wurden in den USA mindestens 60.499 Menschen Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Damit liegt die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle bei 8,31 Millionen.

Ein Kundenzuwachs unter Markterwartungen schickt Netflix auf Talfahrt. Die Aktien der Online-Videothek rutschen gut fünf Prozent ab. Man dürfe aber nicht vergessen, dass die Firma wegen der Corona-Restriktionen in der ersten Jahreshälfte so viele Neukunden gewonnen habe wie im Gesamtjahr 2019, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets.

15:52 Uhr

Fed-Direktorin dringt auf staatliche Konjunkturhilfen

Trotz fortschreitender Erholung von der Corona-Krise ist die US-Wirtschaft laut der Notenbank weiter auf Hilfe der Fed und vor allem der Politik angewiesen. Die einflussreiche Notenbankdirektorin Lael Brainard warnt den US-Kongress, dass ein Ausbleiben weiterer Konjunkturhilfen das größte Risiko für den Wirtschaftsausblick darstelle. Die Notenbank sei weiter bereit, ihren Teil zur weiteren Erholung der Wirtschaft durch eine nachhaltig konjunkturstimulierende Politik zu leisten. Und zwar so lange wie nötig. Gemeinsam mit der Politik müsse es gelingen, den Aufschwung auf eine breitere Basis zu stellen. Bislang sei er an vielen Haushalten und kleineren Firmen eher vorbeigegangen. Falls die staatlichen Konjunkturhilfen zu frühzeitig abgebaut würden, drohten sich sogar rezessionäre Tendenzen zu verfestigen.

15:38 Uhr

Aktien der Software AG geben rund drei Prozent nach.

Das von einem Hacker-Angriff in Mitleidenschaft gezogene IT-Unternehmen Software AG hat im dritten Quartal nach ersten Berechnungen weniger umgesetzt. Der Auftragseingang stieg nach vorläufigen Daten um ein bis vier Prozent auf 98,5 Millionen bis 101,5 Millionen Euro, während die Erlöse um 16 bis 14 Prozent auf 180,5 Millionen bis 185 Millionen Euro sanken. Das operative Ergebnis (Ebit) erreichte 20,4 Millionen bis 23,9 Millionen Euro. Der Start ins vierte Quartal sei gut gelungen und Auftragseingänge über etwa 30 Millionen Euro bereits gebucht.

Software AG
Software AG 36,12

15:12 Uhr

Uber bietet Daimler und BMW über eine Milliarde

Der US-Fahrdienstvermittler Uber will offenbar den Autobauern Daimler und BMW den gemeinsam betriebenen Taxi- und Chauffeurvermittler "FreeNow" für mehr als eine Milliarde Euro abkaufen. Uber-Chef Dara Khosrowshahi biete jedem von ihnen einen hohen dreistelligen Millionenbetrag als Kaufpreis an, berichtet das "Manager Magazin" mit Verweis auf Branchenkreise. FreeNow gehört zu den Mobilitätsdiensten, die BMW und Daimler seit Anfang letzten Jahres in einem Joint Venture anbieten. Auch Car-Sharing (ShareNow), eine Parkplatzsuch-App (ParkNow) und eine Plattform für E-Auto-Ladestationen (ChargeNow) gehören zu der unter "YourNow" firmierenden Gruppe. Bisher investierten die Autobauer, um den Markt zu erobern, machten mit den Diensten aber kaum Gewinn.

Ein Sprecher von Daimler Mobility erklärte, zu Marktspekulationen äußere sich das Unternehmen nicht. BMW war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Daimler-Chef Ola Källenius hatte jüngst bekräftigt, die Firmen müssten finanziell auf eigenen Beinen stehen können. BMW und Daimler suchten von Anfang an nach Partnern. Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht forderte im Interview mit Reuters, einen Verkauf der Dienste in Betracht zu ziehen, da die Autobauer durch den Umschwung zu Elektromobilität und die Corona-Krise unter hohem Finanzdruck stehen.

14:52 Uhr

Sieben Corona-Tests im Angebot: Hohe Nachfrage stimmt Abbott optimistischer

Der US-Pharma- und Diagnostikkonzern Abbott Laboratories hat dank starker Nachfrage nach Corona-Testprodukten sein Gewinnziel für dieses Jahr angehoben. Abbott rechnet nun mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von mindestens 3,55 Dollar statt wie bislang von mindestens 3,25 Dollar.

Abbott
Abbott 93,29

Dabei profitiert das Unternehmen auch von einer Erholung im Geschäft mit Medizinprodukten wie Stents, nachdem zu Beginn der Pandemie noch viele Operationen verschoben wurden. Im dritten Quartal kletterte der Umsatz um rund zehn Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar, der Nettogewinn stieg um mehr als ein Viertel auf 1,23 Milliarden. Abbott hat bislang sieben in den USA genehmigte Corona-Tests im Angebot, darunter einen Antigen-Test, der Ergebnisse in 15 Minuten liefern soll.

14:00 Uhr

Corona-Krise: IWF malt düsteres Konjunkturbild

Der konjunkturelle Ausblick für Europa bleibt nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds wegen der Coronavirus-Pandemie mau. Die Erholung werde sich hinziehen und unterschiedlich stark ausfallen, heißt es in einer IWF-Studie. Dieses Jahr dürfte die Wirtschaft um sieben Prozent schrumpfen, sich nächstes Jahr dann um 4,7 Prozent erholen. Das Vorkrisenniveau wird also bei weitem noch nicht erreicht. Das größte Risiko für die europäischen Staaten ist laut IWF die zweite Welle an Infektionen im Herbst und Winter. Außerdem könnte ein harter Brexit ohne Handelsabkommen zwischen EU und Großbritannien der Wirtschaft zum Jahreswechsel einen weiteren Schlag versetzen.

IWF-Experte Alfred Kammer sagt, gegenüber früheren Schätzungen fehle Europa eine Wirtschaftsleistung von fast drei Billionen Euro. "Ein Großteil dieses Verlustes wird mittelfristig nicht wieder aufgeholt werden." Die Pandemie habe Europa hart getroffen - mit mehr als 240.000 Toten und umfangreichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Ohne die enormen Hilfen von Regierungen und Notenbanken wären die ökonomischen Folgen noch deutlich schlimmer ausgefallen. So seien europaweit mindestens 54 Millionen Jobs durch Notfallprogramme wie das Kurzarbeitergeld in Deutschland erhalten worden. "Ein vorschnelles Zurückziehen der Unterstützungsmaßnahmen könnte die Länder wieder in die Rezession ziehen - und vieles rückgängig machen, was bisher erreicht wurde", heißt es in dem Bericht.

13:49 Uhr

Börsenpläne beflügeln Vivendi

Vivendi steigen um rund zwei Prozent. Der Umsatz hat die Erwartungen deutlich geschlagen. "Das lag vor allem am Musikgeschäft, und dieses könnte nun sogar schneller an die Börse kommen als bisher erwartet", sagt ein Händler. Statt 2023 sei nun 2022 im Gespräch.

Vivendi
Vivendi 25,45

13:21 Uhr

Dax taucht dritten Tag in Folge ab: Was verunsichert, was gibt Hoffnung?

Der Dax ist den dritten Tag in Folge auf Talfahrt, die Gründe dafür sind vielschichtig: steigende Corona-Infektionszahlen hier, das Warten auf ein weiteres US-Hilfspaket da. In den Fokus rückt nun aber verstärkt auch die Berichtssaison. Sie könnte ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel zufolge dafür sorgen, dass die Kurse wieder steigen. Sie erklärt warum.

13:04 Uhr

Stimuli-"Fortschritte" und Corona-Ängste bestimmen Wall-Street-Richtung

Mit einer wenig veränderten Tendenz dürfte zur Wochenmitte die Wall Street starten. Im Blick stehen weiter die Verhandlungen um ein neues Hilfspaket. So spricht die Verhandlungsführerin der US-Demokraten, Nancy Pelosi, zwar von "Fortschritten" bei den Gesprächen mit den Republikanern und zeigt sich optimistisch, dass das Paket bis zum Wochenende stehen werde. Doch unklar ist, ob genügend republikanische Senatoren das Paket unterstützen werden.

"Der Markt wird derzeit von den Schlagzeilen um das Konjunkturpaket getrieben, aber wir gehen weiter davon aus, dass eine Einigung vor der US-Präsidentschaftswahl unwahrscheinlich ist", sagt Chef-Strategin Seema Shah von Principal Global Investors. "Wir können von Pelosi und Mnuchin so viel über den Fortgang der Gespräche hören, wie wir wollen, aber einige Senatoren haben einfach gesagt, dass sie kein Paket unterstützen werden", ergänzt die Teilnehmerin. Hauptbelastungsfaktor bleibt die immer schneller steigende Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

Der S&P-500-Future zeigt sich aktuell kaum verändert. Wichtige Konjunkturdaten stehen zur Wochenmitte nicht auf der Agenda. Am Abend wird allerdings die US-Notenbank ihr "Beige Book" veröffentlichen. Darin enthalten sind Kommentare der zwölf regionalen Zentralbanken der USA über die aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen in ihren Regionen.

12:39 Uhr

US-Konjunkturhoffnungen setzen Dollar zu, Euro gewinnt

Der DXY-Dollarindex büßt am Mittwoch weitere 0,3 Prozent auf den tiefsten Stand seit einem Monat ein. Parallel steigt der Euro mit 1,1871 US-Dollar auf ein Einmonatshoch, aktuell zieht die Gemeinschaftswährung um 0,2 Prozent auf 1,1850 Dollar an. Im Handel verweisen Marktteilnehmer auf gestiegene Hoffnungen auf ein Zustandekommen eines US-Konjunkturpaketes noch vor den US-Wahlen. Damit verliert der Greenback als vermeintlich sicherer Devisenhafen in unsicheren Zeiten an Zuspruch. Außerdem dürfte ein Konjunkturpaket die Schulden in den USA weiter in die Höhe treiben, was sich ebenfalls negativ auf die Dollar-Wechselkurse auswirkt.

Laut Analysten der ING sind die Chancen für ein überparteiliches Abkommen "weiterhin eher mau." Aber der Umstand, dass die Chancen steigen, sollte dazu führen, dass der Dollar "sanft auf breiter Front gegeben wird." Die Analysten verweisen auf Meldungen, dass sich die Gespräche in den USA intensivierten, obwohl offenbar wenige Fortschritte gemacht würden, um republikanische Senatoren an Bord zu holen. Die Erwartungen der Investoren seien jedoch gering, und die Auswirkungen auf den Markt wären begrenzt, wenn die Gespräche abgebrochen würden, heißt es.

12:15 Uhr

Zinserhöhungsfantasie treibt türkische Lira

In der Hoffnung auf eine erneute Zinserhöhung durch die türkische Notenbank decken sich Anleger mit der Währung des Landes ein. Das drückt Dollar und Euro um jeweils mehr als ein halbes Prozent zur türkischen Lira ins Minus auf Dreiwochentiefs von 7,8147 und 9,2250 Lira. Experten rechnen mit einer Zinserhöhung am Donnerstag um 1,75 Prozentpunkte auf zwölf Prozent. Im vergangenen Monat hatte sie den Schlüsselsatz im Kampf gegen die Inflation bereits um zwei Prozentpunkte angehoben.


11:54 Uhr

Streiks und Nachfrage-Schub treiben Kupfer auf Zweieinhalbjahreshoch

Bei Industriemetallen wetten Anleger auf einen Nachfrage-Schub durch mögliche US-Konjunkturhilfen. Hinzu kämen drohende Lieferausfälle durch Bergarbeiterstreiks in Chile, sagt Rohstoff-Händlerin Anna Stablum vom Brokerhaus Marex Spectron. Das hievt den Preis für Kupfer auf 6985 Dollar je Tonne, den höchsten Stand seit etwa zweieinhalb Jahren.


11:28 Uhr

Flucht in "Antikrisen-Währung" Gold

Die "Antikrisen-Währung" Gold ist zur Wochenmitte gefragt. Der Preis zieht 0,6 Prozent auf 1918,06 Dollar je Feinunze an. Haupttreiber seien die Spekulationen auf das neue US-Konjunkturprogramm, dass Inflationsängste schüre und dadurch dem Dollar zusetze, sagt Anlagestrategin Margaret Yang vom Brokerhaus DailyFX. Die Abwertung der Weltleitwährung mache das auch als Absicherung gegen galoppierende Preise genutzte Edelmetall für Investoren außerhalb der USA attraktiver.

Gold in USD
Gold in USD 1.825,92

11:01 Uhr

Deutsche E-Power an die Börse: Compleo Solutions sammelt Millionen ein

Elektromobilität ist ein milliardenschwerer Markt. Ohne Ladesäulen dürfte es mit einem Durchbruch der Technik und der entsprechenden E-Autos aber schwierig werden. Das deutsche Unternehmen Compleo Charging Solutions entwickelt und produziert Ladesäulen, hat zudem bereits Zehntausende ausgeliefert. Für weiteres Wachstum geht Compleo nun an die Börse - und bekommt es mit einem schwierigen Marktumfeld zu tun: "Es war kein einfacher Start", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Der erste Kurs lag unter dem Ausgabepreis. Danach setzte aber eine Erholung ein."

10:31 Uhr

Ölpreise geben erneut nach

Die Ölpreise geben zur Wochenmitte weiter nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 42,50 Dollar. Das sind 0,8 Prozent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sinkt 0,3 Prozent auf 41,01 Dollar.

Daten des Industrieverbands American Petroleum Institute (API) deuten auf einen weiteren Anstieg der US-Rohölvorräte hin. Sollten die im Tagesverlauf erwarteten offiziellen Regierungs-Zahlen dies bestätigen, wäre es der zweite Anstieg innerhalb von drei Wochen. Steigende Ölvorräte werden als Indiz für eine schwache Nachfrage oder ein überhöhtes Angebot betrachtet. Sie lasten daher zumeist auf den Preisen. Daneben gibt es an den Finanzmärkten weiter Hoffnung auf ein US-Konjunkturpaket noch vor der Wahl im November. Die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sagte am Dienstagabend, sie hoffe auf eine Einigung in dieser Woche.

10:13 Uhr

Corona beschert Briten Rekordverschuldung

Die britische Regierung hat sich wegen der schweren wirtschaftlichen Krise infolge der Corona-Pandemie eine Rekordsumme leihen müssen. Im ersten Halbjahr summierte sich die Kreditaufnahme auf 208,5 Milliarden Pfund - gut 228 Milliarden Euro, wie das nationale Statistikamt mitteilt. Das Bruttoinlandsprodukt war wegen der Pandemie im Frühjahr um rund ein Fünftel eingebrochen, was zu enormen Steuerausfällen führte. Zugleich versucht die Regierung, mit Mehrausgaben in Milliardenhöhe die wirtschaftlichen Folgen der Krise zu dämpfen.

"Es ist zwar klar, dass die Corona-Pandemie erhebliche Auswirkungen auf unsere öffentlichen Finanzen hatte", sagt Finanzminister Rishi Sunak. "Aber die Dinge wären noch viel schlimmer gewesen, wenn wir nicht so gehandelt hätten, wie wir es getan haben, um Millionen von Existenzen zu schützen." Sobald sich die Wirtschaft erhole, werde die Regierung die notwendigen Schritte unternehmen, um die Staatsfinanzen zu sanieren, sagt Sunak.

09:55 Uhr

Nächste Marke fällt: Dax gibt Eröffnungsgewinne ab

Europas Börsen können ihre Eröffnungsgewinne nicht halten. Dax und EuroStoxx50 verlieren, der deutsche Börsenleitindex 0,7 Prozent auf 12.646 Punkte, der europäische Index etwa 0,3 Prozent auf 3220 Zähler. "Das Hin und Her um ein weiteres Corona-Hilfspaket zerrt an den Nerven der Marktteilnehmer", sagt Analyst Christian Henke vom Brokerhaus IG. In den USA suchen Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses, und Finanzminister Steven Mnuchin weiter nach einem Kompromiss im Streit um weitere Konjunkturhilfen.

09:40 Uhr

Analysten zeigen sich mit Nestle zufrieden

Nestle-Aktien ziehen leicht an, der Kurs gewinnt rund 0,5 Prozent. "Es gibt auch positive Stimmen", sagt ein Marktteilnehmer und verweist auf die Quartalszahlen. So heißt es etwa bei einem Analystenhaus, das organische Wachstum von 3,5 Prozent liege über der Schätzung von 2,8 Prozent und zeige ein relativ hohes Momentum. Verglichen mit Danone sei der Zwischenbericht deutlich besser.


09:19 Uhr

Tesla-Zulieferer erzielt Gewinnsprung von 159 Prozent

Der Tesla- und VW-Zulieferer LG Chem profitiert vom weltweiten E-Autoboom. Nach einem Rekordgewinn im dritten Quartal kündigte der südkoreanische Batteriehersteller Zuwächse auch für das Jahresendgeschäft an. Im Zeitraum Juli bis September schnellte der Betriebsgewinn um 159 Prozent auf 902 Milliarden Won - etwa 902 Millionen Euro.

09:07 Uhr

Dax zieht nach oben

Nach Verlusten am Montag und Dienstag startet der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte mit Gewinnen in den Handel. Der Börsenleitindex Dax legt 0,2 Prozent auf 12.761 Punkte zu. "Das ist ein ganz ordentliches Plus", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. Allerdings hat er bislang an zwei Handelstagen insgesamt 1,3 Prozent eingebüßt.

Die thematische Gemengelage bleibt wie an den zurückliegenden Tagen: Coronavirus-Pandemie mit steigenden Infektionszahlen, ein möglicher No-Deal-Brexit, die näher rückenden US-Präsidentschaftswahlen sowie die an Fahrt gewinnende Berichtssaison. Vor allem den Quartalsausweisen der Unternehmen kommt laut Dofel dabei eine Schlüsselrolle zu: "Die Vollbremsung durch den Corona-Lockdown im Frühjahr war dramatisch", sagt sie. Die Ergebnisse fürs dritte Quartal fielen zwar vielerorts schlechter aus als vor Jahresfrist, aber besser als zunächst befürchtet, erklärt Dofel. Das könne für Schwung sorgen.

08:58 Uhr

Yuan-Aufwertung dauert an

Die Aufwertung der chinesischen Währung Yuan geht weiter. Dadurch fällt der Dollar am Mittwoch um 0,5 Prozent auf 6,6444 Yuan, den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Die chinesische Valuta profitiere von der im Vergleich zu anderen Ländern schnelleren Genesung der Konjunktur von den Folgen der Coronavirus-Pandemie, sagt Stephen Innes, Chef-Anlagestratege des Brokerhauses Axicorp.

08:42 Uhr

"Beige Book" im Blick: Dax visiert Gewinne an

In Erwartung neuer Hinweise auf die US-Geldpolitik wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Mittwoch höher starten. Am Dienstag hatte ihn die Furcht vor neuen Lockdowns zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie 0,9 Prozent ins Minus auf 12.736,95 Punkte gedrückt.

Am Abend (MESZ) veröffentlicht die US-Notenbank ihren Konjunkturbericht, das sogenannte Beige Book. Hiervon versprechen sich Börsianer Signale auf mögliche zusätzliche Geldspritzen der Fed. Der Druck auf die Notenbank wächst, da sich die Politik in Washington bislang nicht auf ein heiß ersehntes weiteres Konjunkturpaket einigen konnte. Damit scheint die Verabschiedung neuer Hilfen vor der Präsidentenwahl in knapp zwei Wochen vom Tisch zu sein.

Aufmerksam verfolgen Investoren außerdem die beiden anderen Dauerbrennerthemen: die Virus-Krise und die Brexit-Verhandlungen. Unter anderem öffnen die deutsche Software AG und der Schweizer Lebensmittel-Konzern Nestle ihre Bücher.

08:36 Uhr

Spekulation um Übernahme beflügelt Bilfinger

Mit einem Kursplus von gut acht Prozent setzen sich die Aktien von Bilfinger vorbörslich an die Spitze des SDax. Börsianer verweisen auf einen Medienbericht, dem zufolge mehrere Finanzinvestoren Interesse an dem Mannheimer Baukonzern haben.

Bilfinger
Bilfinger 23,54

08:10 Uhr

US-Konjunkturpaket und Biden beleben Asienmarkt

Nikkei
Nikkei 26.165,59

Die asiatischen Anleger haben am Mittwoch auf erneute Hoffnungen in Bezug auf ein US-Konjunkturpakt unterschiedlich reagiert: Die Börse in Tokio zeigte sich zunächst stärker, Shanghai rutschte ab. Die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, ist zuversichtlich, bis Ende der Woche einen Durchbruch bei den Gesprächen mit Finanzminister Steven Mnuchin über ein neues Rettungspaket für die angeschlagene US-Wirtschaft zu erzielen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,5 Prozent höher bei 23.677 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,8 Prozent und lag bei 1638 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,3 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 105,33 Yen und gab 0,3 Prozent auf 6,6588 Yuan nach. Der Yuan stieg gegenüber dem Dollar auf das stärkste Niveau seit mehr als zwei Jahren, da der Optimismus in Bezug auf Chinas Wirtschaft zunahm und spekuliert wurde, dass ein Sieg des demokratischen Kandidaten Joe Biden bei den Präsidentschaftswahlen kommenden Monat zu besseren Beziehungen zwischen China und den USA führen wird.