Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagEnergiekosten lassen britische Inflation weiter steigen

21.10.2026, 08:57 Uhr

Die Inflation in Großbritannien ist im September stärker gestiegen als erwartet. Die Verbraucherpreise lagen 3,5 Prozent über dem Vorjahresniveau, nach 3,1 Prozent im August. Ökonomen hatten mit 3,4 Prozent gerechnet. Treiber sind vor allem die höheren Energiekosten infolge des Iran-Kriegs. Auch die Kerninflation zog an, von 2,6 auf 2,8 Prozent. Die Dienstleistungsinflation stieg von 3,4 auf 3,7 Prozent.

Damit wächst der Druck auf die Bank of England. Sie hatte den Leitzins im September bei 3,75 Prozent belassen, Anleger rechnen nun zunehmend mit einer Erhöhung am 5. November. Entscheidend ist, ob der Preisschub auf andere Bereiche übergreift. Sorgen bereiten steigende Löhne und die Gefahr, dass Unternehmen höhere Kosten weitergeben. Die Notenbank rechnet mit rund 3,75 Prozent Inflation Ende 2026 und gut 4 Prozent Anfang 2027.

Quelle: ntv.de