Der Börsen-TagFaserproduzent Lenzing holt sich 300 Millionen für Umbau
Der österreichische Faserhersteller Lenzing hat mit seiner Kapitalerhöhung 301,2 Millionen Euro eingenommen. Bestehende Aktionäre zeichneten 99 Prozent der 34,8 Millionen neuen Aktien zu je 8,65 Euro. Auch die Großaktionäre zogen mit: Die B&C Gruppe und Suzano übernahmen gut 52 Prozent des Angebots, die österreichische Oberbank knapp vier Prozent. Mit dem frischen Geld will Lenzing den laufenden Konzernumbau finanzieren.
Im Mittelpunkt stehen der Ausbau des Vliesstoffgeschäfts und die Konzentration des Textilgeschäfts auf Premiumsegmente. Mittelfristig will Lenzing das Ebitda um 150 Millionen Euro steigern, die Marge auf 20 bis 25 Prozent heben und die Verschuldung senken. Die Ankündigung der Kapitalerhöhung hatte die Aktie Anfang Oktober zeitweise auf den tiefsten Stand seit 2009 gedrückt. Die neuen Aktien sollen ab 23. Oktober in Wien gehandelt werden.