Der Börsen-TagFluchtbewegung in sichere Häfen
Der Dax hat sich im internationalen Vergleich, vor allem mit den asiatischen Leitindizes noch gut geschlagen. Am Ende gewann der deutsche Börsenleitindex sogar 0,3 Prozent auf 25.383 Punkte. Zur Wochenmitte hatte er 0,2 Prozent auf 25.299 Zähler zugelegt.
Für Abgabedruck sorgten die am Mittwoch berichteten stärker als erwartet gestiegenen Verbraucherpreise in den USA. Sie hatten neue Zinsängste ausgelöst. Das belastete vor allem zinssensible Sektoren und schürte Ängste vor einem Platzen der KI-Blase. Die Marktzinsen fielen dessen ungeachtet am Berichtstag stark. Marktbeobachter vermuten dahinter eine Fluchtbewegung in sichere Anlagen vor dem Hintergrund des Abverkaufs bei KI-Aktien, also Umschichtungen von Aktien in Anleihen. Daneben dürften einige Akteure das Zinsniveau aber auch für Anlagekäufe genutzt haben.
Zum heutigen Abschluss der Börsenwoche steht die Inflation im Euroraum im Blick. Sie dürfte im September kräftig angezogen haben. Klarheit bringen die finalen Daten des EU-Statistikamts. Laut vorläufigen Zahlen erreichte die Inflationsrate mit 3,8 Prozent den höchsten Stand seit drei Jahren. Im August lag sie noch bei 3,2 Prozent.
Die EZB hat dieses Jahr bereits mit zwei Zinserhöhungen auf den starken Preisauftrieb reagiert, der durch den Ölpreisschock durch den Iran-Krieg in Gang gekommen ist. An den Finanzmärkten wird damit gerechnet, dass noch ein weiterer Schritt der EZB nach oben im laufenden Jahr hinzukommt - womöglich im Dezember, nach einer Zinspause auf der Sitzung Ende Oktober.
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