Der Börsen-TagFondsmanager: Ausufernde US-Staatsausgaben befeuern Anleihe-Kernschmelze
Die Anleiherenditen dürften angesichts des ungestümen Drangs der US-Regierung zu schuldenfinanzierten Ausgaben und ihrer Zurückhaltung bei Steuererhöhungen weiter steigen, so ein Londoner Hedgefonds-Manager. "Offensichtlich steigt das US-Defizit, und ein Ende ist nicht in Sicht", sagte Igor Yelnik, Gründer von Alphidence Capital, einem globalen Makro-Hedgefonds. Steigende Öl- und Erdgaspreise hätten auch den weltweiten Ausverkauf von Anleihen angeheizt, insbesondere in Ländern wie Großbritannien, die anfällig für Energieschocks seien, fügte er hinzu.
Hohe Zinssätze an sich seien kein Grund zur Sorge, sagte Yelnik. Dennoch äußerte er die Besorgnis, dass die Weichen für einen größeren Abschwung an den Märkten gestellt würden, wenn steigende Renditen und ein sinkender Aktienkurs die plötzliche Auflösung von auf Fremdkapital basierenden Geschäften erzwingen würden.