Der Börsen-TagFragile Lage am Ölmarkt
Am Rohstoffmarkt geben die Ölpreise nach. Die Öl-Sorte Brent verbilligt sich um 0,7 Prozent auf 114,95 Dollar je Barrel und entfernt sich damit von ihrem Sechsmonatshoch. Anleger wiegen die Chancen auf eine Beilegung des Krieges der USA und Israels mit dem Iran ab, was die Angebotssorgen vorerst dämpft. Die Stimmung bleibt jedoch fragil. Das Angebot sei weiterhin die Hauptsorge, erklärt Nick Twidale, Chef-Marktstratege bei ATFX Global. Sollten die Exporte bedroht werden, könnte der Brent-Preis die jüngsten Höchststände schnell wieder erreichen und möglicherweise in Richtung 120 Dollar steigen. Der seit fast acht Monaten andauernde Krieg hat weite Teile des Nahen Ostens erfasst, die Ölpreise in die Höhe getrieben und Inflationssorgen geschürt. Dies hat auch die globalen Zinsaussichten verändert und rückt die anstehenden Entscheidungen der Zentralbanken in dieser Woche stärker in den Fokus.
