Der Börsen-TagFrankreich-Touristen retten Hermès das Quartal - Kurs rauscht weiter in die Tiefe

Der französische Luxusgüterkonzern Hermès verzeichnete im zweiten Quartal ein erneut stärkeres Wachstum, was unter anderem auf die Erholung des Tourismus in seinem Heimatmarkt zurückzuführen ist. Wie der Hersteller von Luxuslederwaren mitteilt, stieg der Umsatz währungsbereinigt um 6,7 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Im ersten Quartal hatte das Plus noch bei sechs Prozent gelegen.
Die wichtige Lederwarensparte, die fast die Hälfte der Erlöse ausmacht, wuchs um zehn Prozent und verfehlte damit die Analystenerwartungen von 10,8 Prozent nur knapp. Die Hermès-Aktien fielen am Vormittag um 7,8 Prozent. In diesem Jahr haben sie bereits 20 Prozent an Wert verloren.
Das Geschäft von Hermès gilt in der Branche als besonders robust, da der Konzern Produktion und Verkauf stark kontrolliert, um die Exklusivität der Marke zu wahren. Taschen wie die Birkin-Bag kosten teilweise mehr als 10.000 Euro. Zu Jahresbeginn hatte der Konzern dennoch die Kaufzurückhaltung der Kunden infolge des Nahost-Konflikts zu spüren bekommen.