Frankreichs Finanzen in "Risikozone" - Dax im Minus
Der Börsen-Tag
Nach drei Börsentagen mit Gewinnen ist der Dax zur Wochenmitte unter Druck geraten. Der deutsche Leitindex sank um 1,35 Prozent auf 25.104,36 Zähler. Am Vortag hatte er noch zeitweise die Marke von 25.500 Punkten hinter sich gelassen. Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten verliert 1,41 Prozent auf 30.112,41 Zähler.
Angesichts der anstehenden Saison der Quartalsbilanzen hielten sich Investoren zurück. Steigende Ölpreise und die hohen Renditen an den Anleihemärkten, insbesondere französischer Staatspapiere, verunsicherten. Die von den Staatsschulden in Europa ausgehenden Risiken würden noch immer unterschätzt, hieß es von der Privatbank Merck Finck.
Der Präsident der französischen Zentralbank, Emmanuel Moulin, sagte in einem Gespräch mit France Inter Radio, dass Frankreich mit Blick auf das Staatsdefizit durchaus in einer Risikozone sei und der Haushaltsplan für 2027 wichtig werde, um die Finanzmärkte zu beruhigen.
In den USA hatten am Vortag zwar der marktbreite S&P 500 sowie der von Techwerten dominierte Nasdaq 100 Höchststände erreicht. Laut Marktexperte Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Markets ist dieses Bild jedoch trügerisch, denn die Rally werde zunehmend von wenigen großen Technologieunternehmen getragen. Am Mittwoch verzeichneten die New Yorker Börsen Verluste.