Dax kann die 13.000 nicht halten
Mit viel Schwung war der Dax am Morgen gestartet. Sogar Hoffnungen auf einen neuen Rekord hatte es gegeben. Doch bevor der Index das Allzeithoch bei 13.094 Punkten hätte knacken können, schwanden die Gewinne wieder.
Am Ende ging der Dax nahezu unverändert bei 12.985 Punkten aus dem Handel. Der MDax machte immerhin 0,1 Prozent auf 26.053 Punkte gut. Der TecDax dagegen notiert mit 1486 Punkten im 0,3 Prozent im Minus.
"Der wacklige Handel beim Dax um die 13.000 deutet darauf hin, dass die Luft erst einmal heraus sein könnte", kommentiert Daniel Saurenz von Feingold Research. Anleger sollten sich schon bald auf eine Pause der wohl schon laufenden Jahresendrally einstellen. "Denn auch die Quartalssaison taugt bisher nur für solide Bestätigung der Kurse, aber nicht für neue Impulse", so der Analyst. "Der Markt ist heiss gelaufen kurzfristig."
PSA-Chef will Opel umkrempeln
Opel muss sich nach der Übernahme durch den französischen Autobauer PSA Peugeot Citroen auf tiefgreifende Veränderungen gefasst machen.
Konzernchef Carlos Tavares zollte der deutschen Traditionsmarke Respekt für ihre Leistung. "Die Autos, die ich sehe, sind richtig gut", sagte er in einem Interview der Tageszeitung "Die Welt". Da könne Peugeot durchaus von Opel lernen. Die Abläufe der Rüsselsheimer Tochter seien jedoch nicht effizient genug.
"Mein Eindruck ist, viele Probleme rühren daher, dass Dinge bei Opel überdimensioniert sind, dass sie zu viel Energie verbrauchen." Tavares hat dem neuen Opel-Chef Michael Lohscheller bei der Übernahme Anfang August eine 100-Tage-Frist für einen Plan gesetzt, um die PSA-Tochter profitabel zu machen.
Dax kehrt zur Nulllinie zurück
Der Dax gibt am Nachmittag seine Gewinne ab und notiert mit 12.990 Punkten praktisch unverändert.
Im Handel wird zu einem auf die Kursschwäche von Siemens verwiesen, die von sehr schwachen Quartalszahlen von GE belastet wird. Zum anderen drückten Automobiltitel. BMW geben 1 Prozent nach, Daimler 1,2 Prozent und VW 1,1 Prozent. Die EU-Kommission hat bei BMW wegen Kartellverdachts eine Hausdurchsuchung durchgeführt.
An der Dax-Spitze stehen Linde mit einem Plus von fast 2,5 Prozent. Die Linde-Aktionäre sind mehrheitlich gewillt, ihre Aktien zur Fusion mit Praxair einzustauschen.
Air Berlin könnte doch noch teils an Condor gehen
Alles schien so gut wie eingetütet: Lufthansa und Easyjet sollen den Großteil der Air-Berlin-Flotte übernehmen, hatte es geheißen. Doch angesichts zäher Gespräche mit Easyjet könnten nun weitere Bieter ins Spiel kommen.
Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann kündigte an, über das Wochenende weiter zu verhandeln, hob zugleich aber wie geplant die Exklusivität der Easyjet-Gespräche auf. Damit wird es möglich, parallel Gespräche mit weiteren Interessenten zu führen, etwa dem Ferienflieger Condor.
Heute endete auch die Bieterfrist für die Tochterunternehmen Air Berlin Technik und Leisure Cargo. Air Berlin nannte in ihrer Stellungnahme keine Bieter. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur liegt der Berliner Logistiker Zeitfracht gut im Rennen um die beiden Töchter.
Bericht über Durchsuchungen bei BMW
Im Zuge der Kartellvorwürfe gegen die deutsche Autoindustrie hat es offenbar Durchsuchungen bei BMW gegeben. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf EU-Kreise.
Wie der Autohersteller selbst mitteilte, führten Kommissionsmitarbeiter eine sogenannte Nachprüfung durch, BMW unterstütze die EU-Kommission bei ihrer Arbeit. Einzelheiten nannte der Sprecher nicht.
An der Börse kommen diese Nachrichten nicht gut an. BMW liegen mit einem Minus von rund einem Prozent am Dax-Ende.
VW-Chef Müller pestet gegen Tesla
VW-Chef Müller hat es offenbar satt, dass ihm ständig angebliche Erfolge von Tesla vor die Nase gerieben werden:
Bei einer Veranstaltung der "Passauer Neuen Presse" wetterte Müller "Ankündigungsweltmeister" Tesla vernichte pro Quartal "einen dreistelligen Millionen-Betrag". Die Manager würden Mitarbeiter rauswerfen, "wie sie lustig sind".
Älteste Aktie im Dow Jones verliert den Anschluss
General Electric ist in den vergangenen Monaten dramatisch hinter die Entwicklung des boomenden US-Aktienmarktes zurückgefallen. Der Trend dürfte sich heute weiter verstärken:
Im dritten Quartal hat der Riesenkonzern, der dienstälteste im Dow Jones, trotz eines kräftigen Umsatzwachstums deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Überdies verfehlte das Unternehmen erstmals seit zweieinhalb Jahren die Gewinnerwartungen der Analysten klar, schnitt bei den Erlösen hingegen besser ab. Operativ machte GE das schwache Stromgeschäft zu schaffen.
Auf Neuigkeiten zur bevorstehenden Restrukturierung unter dem neuen CEO John Flannery müssen die Anleger noch etwas länger warten.
Der Nettogewinn sank im Zeitraum von Juli bis September um 9 Prozent auf 1,84 Milliarden Dollar.
Die Aktie fällt vorbörslich um 2,7 Prozent.
Kursgewinne an der Wall Street erwartet
Zum Wochenausklang dürfte es an der Wall Street weiter nach oben gehen. Der Future auf den S&P-500 zeigt sich vorbörslich 0,2 Prozent höher und deutet damit einen gut behaupteten Start am Aktienmarkt an.
Mit seiner - wenn auch knappen - Einigung auf einen Haushaltsentwurf für das kommene Fiskaljahr hat der US-Senat den Weg für neue Rekordhochs am Aktienmarkt freigemacht. Denn die Einigung gilt als Voraussetzung dafür, dass die große Steuerreform tatsächlich zustandekommt, die US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf versprochen hat.
Nutznießer der Einigung im Haushaltsstreit ist auch der Dollar. Der Euro sinkt auf Kurse um 1,18 von rund 1,1850 Dollar im späten New Yorker Handel am Donnerstag. Der festere Dollar wiederum belastet die Preise für Gold und Öl. Die beiden Rohstoffe werden in der US-Währung bezahlt und verteuern sich für Käufer aus anderen Währungsgebieten, wenn der Dollar steigt.
An Konjunkturdaten werden die Verkäufe bestehender Häuser aus dem September veröffentlicht. Volkswirte rechnen mit einem Rückgang um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat.
Daneben müssen Quartalsbilanzen großer Unternehmen verarbeitet werden. Vorbörslich werden unter anderem General Electric und Procter & Gamble einen Blick in die Bücher gewähren. Schon gestern nach Börsenschluss hat Paypal Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt, die über den Erwartungen der Analysten lagen. Die Aktie gewinnt im vorbörslichen Handel fast 4 Prozent.
Air Berlin Flieger steckt in Island fest
Ein Flugzeug der insolventen Air Berlin darf auf Island nicht mehr abheben. Die deutsche Fluggesellschaft habe Flughafengebühren nicht gezahlt, teilte der Betreiber des internationalen Flughafens Keflavik, Isavia mit.
Laut Isavia waren die Gebühren bereits vor dem Insolvenzantrag von Air Berlin im August fällig. Die Entscheidung, das Flugzeug jetzt nicht abheben zu lassen sei "die letzte Maßnahme, um die Bezahlung bereits erbrachter Dienstleistungen sicherzustellen".
Wie viele Passagiere für den Flug gebucht waren, ist nicht bekannt. Der Flughafenbetreiber teilte mit, zusätzliches Personal werde sich um Fluggäste kümmern, die nun festsitzen.
Metallrecycler soll Hunderte Millionen einspielen
Bei den aktuellen Metallpreisen lässt sich aus manchen Abfällen viel Geld machen: Der Finanzinvestor Triton bringt jetzt den deutsch-spanischen Metallrecycler Befesa an die Frankfurter Börse und macht Kasse.
Bei sehr hoher Nachfrage will sich Triton von bis zu 54 Prozent der Aktien trennen und erwartet daraus einen Erlös von bis zu 707 Millionen Euro, wie Befesa mitteilte. Am oberen Ende der Preisspanne würde das gesamte Unternehmen mit 1,3 Milliarden Euro bewertet.
Triton hatte Befesa 2013 für 850 Millionen von der spanischen Abengoa gekauft.
Befesa recycelt Wertstoffe aus der Stahl- und Aluminiumindustrie. Den Großteil seines Geschäfts macht das Unternehmen mit umweltschädlichem Stahlstaub. Befesa nimmt den Stahlkonzernen das Abfallprodukt ab, kassiert dafür eine Gebühr und gewinnt bei dessen Aufbereitung Zink. Das Metall verkauft Befesa unter anderem an Rohstoffhändler wie Glencore.
Letztes in Australien produziertes Auto rollt vom Band
Industrielle Wehmut in Australien: Der fünfte Kontinent besitzt ab sofort keine Auto-Industrie mehr.
Im Wekr der Traditionsmarke Holden ist das letzt Auto vom Band gerollt. Die Schließung des Werks im Norden von Adelaide im Bundesstaat South Australia ist das Ende einer Ära: Holden war 1856 als Sattlerei gegründet worden und stellte 1948 das erste Auto in Massenfertigung in Australien her.
Auch der japanische Autobauer Toyota und der US-Hersteller Ford haben ihre Werke in Australien bereits dicht gemacht - Ford vor rund einem Jahr, Toyota Anfang Oktober in Melbourne. Gründe sind der vergleichsweise kleine Absatzmarkt und die starke Konkurrenz von Werken in Asien. Holden ist eine Tochter des US-Konzerns GM.
Winkelmanns Millionen-Gehalt bleibt Aufreger
Software AG lösen nach Fehlstart Euphorie aus
Was bedeutet das Ergebnis der Software AG? Anleger sind sich offenbar nicht ganz klar darüber.
Zunächst rutschten die Aktien ins Minus, dann aber schossen sie mit mehr als sechs Prozent an die Spitze des TexDax.AG
Der Softwarehersteller hatte im dritten Quartal weniger erwirtschaftet als von Analysten erwartet. Allerdings seien das Cloud- und das Wartungsgeschäft sehr margenstark, betonte der Finanzchef.
Deutsche Bank führt Dax an
Spitzenwert im Dax, noch vor der Lufthansa, ist die Deutsche Bank. Mehr als 1,5 Prozent gewinnen die Papiere.
Die Bank verkauft ihre Fondsverwaltung Alternative Fund Services (AFS) an Apex Fund Services und die US-Beteiligungsgesellschaft Genstar Capital. Zum Preis machten Apex und Genstar am Donnerstag keine Angaben.
Der Geschäftsbereich AFS der Deutschen Bank ist in der globalen Fondsverwaltung tätig und erbringt unter anderem Dienstleistungen für Hedgefonds und Private Equity.
Dax eröffnet deutlich im Plus
Der Dax startet gut gelaunt in den Handel. Gute Daimler-Zahlen, Gerüchte um RWE und Uniper sowie ein schwächerer Euro ziehen den Markt deutlich ins Plus.
Der Dax notiert nach den ersten Handelsminuten 0,5 Prozent höher bei 13.050 Punkten. Der MDax macht etwa 0,3 Prozent auf 26.097 Punkte gut. Auch der TecDax steigt 0,3 Prozent auf 2503 Zähler.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand ebenfalls moderat im Plus.
Euro ist auf dem Rückzug
Mit dem Eurokurs ist es im frühen Handel abwärts gegangen. Marktbeobachter sprachen von einer allgemeinen Stärke des US-Dollar, nachdem eine Steuerreform der amerikanischen Regierung wahrscheinlicher wird. Die Gemeinschaftswährung wurde bei 1,1812 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs in der Nacht noch bei 1,1850 Dollar gestanden hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,1834 Dollar festgesetzt.
In der vergangenen Nacht bekam der Dollar Auftrieb und der Eurokurs rutschte im Gegenzug fast einen halben Cent nach unten. Der US-Senat hatte zuvor einen Haushaltsentwurf verabschiedet und damit eine Hürde für die von Präsident Donald Trump geplante Steuerreform aus dem Weg geräumt. In den vergangenen Monaten hatten Spekulationen auf eine Steuerreform in den USA immer wieder für Kursbewegung am Devisenmarkt gesorgt.
Nikkei mit längster Aufwärtsserie seit 1961
Wiederaufgeflammte Hoffnungen auf einen US-Wirtschaftsboom haben dem Nikkei-Index den 14. Tagesgewinn in Folge beschert. Das ist die längste Serie seit 1961. Der japanische Leitindex schloss zum Abschluss der Handelswoche knapp im Plus bei 21.458 Punkten.
"Der Markt ist hin- und hergerissen zwischen den Anlegern, die Gewinne mitnehmen und denjenigen, die die Kurse weiter nach oben treiben wollen", sagte Analyst Yutaka Miura von der Investmentbank Mizhuo. Genährt wurde der Konjunkturoptimismus von der Überwindung einer Hürde auf dem Weg zur geplanten Steuerreform des US-Präsidenten Donald Trump.
Unter Verkaufsdruck standen in Tokio dagegen Apple-Zulieferer wie Murata, Alps und Foster, deren Aktien bis zu 3,1 Prozent verloren. Einem Medienbericht zufolge kürzt der US-Konzern wegen eines schwächelnden Absatzes für die iPhone-Modelle 8 und 8 Plus die Bestellungen bei den Zulieferern um 50 Prozent. Apple-Titel verloren daraufhin an der Wall Street 2,4 Prozent.
Auch in Südkorea setzten Anleger auf Wirtschaftswachstum, nachdem die dortige Zentralbank ihre Prognosen angehoben hatte. Deren Experten stellten ein Plus von drei Prozent in Aussicht. In Seoul legte der Kospi daraufhin 0,5 Prozent zu.
Daimler-Aktie tendiert nach Zahlen leichter
Die Daimler-Aktie steht heute mit im Blickpunkt des Handelsgeschehens in Frankfurt. Grund sind die vorgelegten Zahlen des Dax-Konzerns für das dritte Quartal.
"Daimler verliert an Fahrt", so Heino Ruland von Ruland Research zu den Daten. Umsatz wie auch Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) seien zwar mehr oder weniger im Rahmen der Markterwartung ausgefallen, der Blick auf die Sparten zeige aber, dass die Ertragsseite bei Mercedes an Momentum verliere. Dagegen habe das Truck-Geschäft deutlich mehr als erwartet zum Ertrag beigetragen. Kleinwagen und Busse hätten wiederum nicht geliefert.
Weiterhin sei die Elektromobilität die große Herausforderung für das Unternehmen in den kommenden Quartalen. Hier werde noch viel Geld in die Entwicklung fließen. Wie im Vorfeld erwartet, habe Daimler den Ausblick bestätigt. Vorbörslich tendiert die Aktie etwas leichter.
Ölpreise bewegen sich etwas nach oben
Die Ölpreise verzeichnen eine leichte Aufwärtsbewegung. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete im frühen Handel 57,37 US-Dollar. Das sind 14 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 19 Cent auf 51,48 Dollar.
Marktbeobachter sprachen von einem vergleichsweise impulsarmen Handel am Ölmarkt. Die Sorgen vor einem Förderausfall in den ölreichen Regionen im Norden des Irak hätten spürbar nachgelassen. Nachdem am Vortag noch Gewinnmitnahmen die Ölpreise belastet hatten, wird zum Wochenschluss mit eher wenig Bewegung gerechnet.
Sixt-Leasing-Aktie bricht vorbörslich ein
Wie entwickelt sich das Papier von Sixt Leasing heute? Die Aktie ist gestern Abend nach einer Gewinnwarnung schon im Spezialistenhandel unter Druck geraten. Nach einem Xetra-Schluss bei 22,61 Euro schloss sie auf Tradegate bei 19,70 Euro. Vorbörslich bricht die Aktie um 15 Prozent ein.
"Wir können bei den Leasingfahrzeugen noch einige Überraschungen erleben", so ein Marktteilnehmer. Gerade erst hätten die Analysten von Morgan Stanley in einer Studie zu BMW darauf verwiesen, dass die Bewertungen der Diesel-Leasingfahrzeuge nach "Dieselgate" möglicherweise angepasst werden müssten. Hier werde es zudem spannend, wenn Daimler am Morgen seine Zahlen zum dritten Quartal vorlege.
Sixt Leasing erwartet für 2017 nun ein Ergebnis vor Steuern von rund 30 Millionen Euro nach 31,6 Millionen Euro im Vorjahr. Bislang wurde eine Steigerung des Ergebnisses im hohen einstelligen Prozentbereich angepeilt.
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Dax wird über 13.000 erwartet
Der Dax hat sich gestern unterhalb von 13.000 Punkten in den Feierabend verabschiedet. Es sieht aber ganz danach aus, dass der Frankfurter Leitindex zum Wochenausklang diese psychologisch wichtige Marke zurückerobert. Die europäischen Aktienmärkte werden nämlich zu Beginn im Plus erwartet.
So erwartet IG erwartet den Dax 50 Punkte höher bei 13.040 Punkten. Auch der Euro-Stoxx-50 dürfte mit Gewinnen starten. Einen Grund für die positive Erwartung liefert die Wall Street, dort schloss der Dow-Jones-Index nach einem Abschlag zum Handelsstart doch noch knapp im Plus und erneut auf einem Rekordhoch.
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Rückenwind kommt daneben davon, dass der US-Senat in der Nacht grünes Licht für den US-Haushalt 2018 gegeben hat. Der Haushalt räumt dem Senat die Möglichkeit ein, die Steuerreform zu beschleunigen, indem nur eine einfache Mehrheit verlangt wird. Damit ist eine wichtige Hürde für die Steuersenkungspläne von US-Präsidenten Donald Trump genommen.
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Der schwächere Euro dürfte die Aktienkurse ebenfalls stützen. Für etwas Volatilität könnte der kleine Verfalltermin am Terminmarkt am Mittag sorgen, wenn die Optionen auf die europäischen Benchmarkt-Indizes verfallen.
Schwacher Yen stützt Japans Börse
Der Kursverlust des Yen nach der Zustimmung des US-Senats zum Entwurf der Haushaltsresolution hat zum Wochenschluss die japanischen Börsen gestützt. In Tokio steuert der Nikkei-Index auf den 14. Tag mit Gewinnen in Folge und damit auf die längste Gewinnserie seit 1961 zu. Die schwächere Landeswährung, welche Exportunternehmen zugute kommt, sorge für Kauflaune, sagten Händler. "Die Leute waren eigentlich darauf vorbereitet, Gewinne mitzunehmen, aber jetzt gibt es die Erwartung, dass auch die US-Börsen im Tagesverlauf zulegen, und deswegen wollen sie nicht verkaufen", sagte Yutaka Miura, technischer Analyst bei Mizuho Securities.
Die US-Abgeordneten räumten mit ihrer Zustimmung ein Hindernis für die geplante Steuerreform von Präsident Donald Trump aus dem Weg. Eine umfassende Reform des Steuersystems mit massiven Steuersenkungen gehört zu den wichtigsten Wahlversprechen des Republikaners. Sie wird an den Aktienmärkten mit besonderer Spannung erwartet, weil sich US-Unternehmen davon massive Einsparungen erhoffen.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte leicht im Plus bei 21.452 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte ebenfalls leicht zu auf 1730 Zähler. Exportwerte wie Toyota gehörten zu den Gewinnern. Die Nissan-Aktien gaben dagegen knapp zwei Prozent nach. Der Skandal um unzulängliche Sicherheitschecks bei der Endabnahme von Neuwagen reicht einem Bericht zufolge mindestens 20 Jahre zurück.
Auch außerhalb Japans sorgte das Votum der Senatoren für gute Stimmung. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewann 0,3 Prozent.
Der US-Dollar legte nach der Abstimmung zu. Ein Dollar kostete mit 113,19 Yen 0,6 Prozent mehr als am Vortag. Der Euro gab 0,3 Prozent nach auf 1,1812 Dollar. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9820 Franken je Dollar und 1,1602 Franken je Euro gehandelt.