Der Börsen-TagGoldman malt Ölpreis-Horrorgemälde
Angesichts der verschärften Angriffe auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus und im Roten Meer könnte der Preis für Brent-Rohöl auf mehr als 120 US-Dollar pro Barrel steigen. Davor warnte Goldman Sachs in einer neuen Ölpreisprognose. "Die Märkte preisen zunehmend einen länger andauernden Nahost-Konflikt ein", erklärten die Analysten der Bank in einem Research Note. Goldman teilte mit, die Basisannahme sei nun, dass die Störungen der Schifffahrt im Nahen Osten bis ins nächste Jahr andauern würden. Die Bank prognostizierte, dass ein Ölpreis von 120 Dollar im Jahr 2027 im pessimistischsten Szenario für die Rohölproduktion im Nahen Osten zur Normalität werden könnte. In diesem Szenario würden die Ölexporte der Region aufgrund anhaltender Spannungen weiterhin Engpässe aufweisen.
In ihrem Basisszenario hob Goldman die Preisprognose für Brent für Dezember 2026 auf 85 Dollar pro Barrel an, von zuvor 80 Dollar. Die Bank merkte an, dass wachsende Lieferungen aus den USA und von anderen Produzenten außerhalb des Nahen Ostens dazu beitragen könnten, die Auswirkungen der Störungen in der Region auszugleichen.