Der Börsen-Tag"Haben nun drei Tage mit DAX-Verlusten in Folge"
Zur Wochenmitte hat der DAX seine bisherigen Verluste weiter ausgebaut. Der deutsche Börsenleitindex schließt mit einem Abschlag von 0,6 Prozent und einem Kurs von 14.261 Punkten, nachdem er bereits im Montags- und Dienstagsgeschäft leichte Verluste verzeichnen musste - belastet auch von schwachen Notierungen an der Wall Street. Der DAX zeigt sich im Handelsverlauf volatil, notiert zunächst im Minus, dreht dann leicht ins Plus und gibt die Gewinne danach wieder ab.
"Die Notenbanksitzungen in der kommenden Woche werfen ihre Schatten voraus", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Noch einmal Zinserhöhungen, aber wie hoch? Wie werden die Ausblicke ausfallen? Das beschäftigt die Anleger", erläutert Meyer. "Zudem sind Dow, DAX und Co in den vergangenen Wochen sehr gut gelaufen, haben um oder sogar mehr als 20 Prozent zugelegt. Da werden eben auch mal Gewinne mitgenommen", unterstreicht er. "Letzten Endes haben wir nun drei Tage mit DAX-Verlusten in Folge gesehen. Technischen Analysten zufolge ist nun die 14.150er Marke interessant."
Bei den Einzelwerten im DAX zeigen sich Airbus schwach: Mit einem Minus von knapp zwei Prozent sind die Titel des Flugzeugbauers das Schlusslicht im Leitindex. Der Boeing-Konkurrent hat mitgeteilt, die Auslieferungsziele für 2022 nicht länger aufrechtzuerhalten. Allerdings erwartet Airbus nicht, dass die Zahl wesentlich unter dem Ziel von "rund 700" Auslieferungen liegen wird. Zudem bekräftigte Airbus die Finanzprognosen, die bei Veröffentlichung der Neunmonatszahlen genannt worden waren. Von Analystenseite kommen darauf dennoch gesenkte Kursziele für die Aktie.
Deutsche Bank notieren rund ein halbes Prozent im Minus. Stützend wirkt hier der Aufschlag von teilweise bis zu 4,5 Prozent der Tochter DWS. Die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank strebt ab 2025 eine Dividenden-Auszahlungsquote von rund 65 Prozent an. Zudem soll 2024 eine Sonderdividende von bis zu 1,0 Milliarden Euro ausgeschüttet werden. Daneben hat sich DWS ehrgeizige neue Gewinnziele gesetzt.
Adidas verlieren etwas mehr als ein halbes Prozent. Bei der Fußball-WM in Katar tritt der Konzern als großer Sponsor auf, im Viertelfinale steht mit Argentinien aber nur ein Team mit Adidas-Trikot, während mit Jerseys des Hauptkonkurrenten Nike noch sechs Mannschaften auflaufen. Noch DAX-Mitglied Puma rüstet zudem Marokko aus.

