Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagHeute geht es heiß her

29.07.2026, 05:59 Uhr

Der Dax hat sich nach dem positiven Wochenauftakt weiter im Bereich von gut 25.465 Punkten stabilisiert. Der deutsche Börsenleitindex koppelte sich im gestrigen Handel von den schwachen asiatischen Aktienmärkten ab, wo vor allem der technologielastige Kospi unter die Räder gekommen war. Die Anleger haben Marktteilnehmern zufolge die Berichtssaison in ihren Fokus gerückt.

Und die hat auch zur Wochenmitte einiges zu bieten: So dürfte etwa die Deutsche Bank, anders als ihre US-Wettbewerber, im zweiten Quartal Experten zufolge aufgrund von Sondereffekten einen Gewinnrückgang verbucht haben. Analysten rechnen unter dem Strich und nach Minderheiten mit einem Gewinn von 1,377 Milliarden Euro für die Zeit von April bis Juni. Vor Jahresfrist standen hier noch 1,485 Milliarden Euro in den Büchern. Vertreter der Deutschen Bank hatten angedeutet, dass der Verkauf von Geschäften und Kosten für den Umbau der Bank auf den Zahlen des zweiten Quartals lasten könnte. US-Großbanken hatten dagegen im Quartal dank Zuwächsen in Investmentbanking und Handelsgeschäft große Gewinnsprünge gemacht.

BASF legt nach überraschend starken vorläufigen Zahlen seinen Halbjahresbericht vor. Der Chemiekonzern hatte Mitte Juli seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben, nachdem Preiserhöhungen und eine anziehende Nachfrage das operative Ergebnis gestützt hatten. Der Vorstand warnte jedoch vor erheblichen geopolitischen Unsicherheiten wie einer möglichen Schließung der Straße von Hormus und steigenden Ölpreisen. Zudem steht der Dax-Konzern wegen der Strukturkrise in der europäischen Chemieindustrie unter Druck und reagiert darauf mit einem verschärften Sparkurs sowie weiterem Stellenabbau.

Bei den Geschäftszahlen der beiden US-Technologieschwergewichte Microsoft und Meta, die nach US-Börsenschluss erwartet werden, dreht sich erneut alles um das KI-Geschäft. Börsianer hoffen auf Hinweise, dass sich die milliardenschweren Investitionen in neue Rechenzentren wie bei Alphabet in beschleunigtem Wachstum niederschlagen. Ein besonderes Augenmerk richten sie zudem auf eine mögliche erneute Ausweitung der KI-Investitionen. Microsoft hat für das abgelaufene Quartal einen Umsatz zwischen 86,7 und 87,8 Milliarden Dollar prognostiziert. Meta rechnet mit 58 bis 61 Milliarden Dollar.

Und davor gibt es ja auch noch den Zinsentscheid der Fed. Hier erwarten Experten, dass die US-Notenbank in ihrer Warteposition bleibt. Viele Kenner der Lage gehen davon aus, dass die Federal Reserve den geldpolitischen Schlüsselsatz in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belässt. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh hat sich mit Signalen zum Zinskurs bewusst zurückgehalten, was die Einschätzung erschwert. Warsh will die hohe Teuerung nach eigenen Worten in den Griff bekommen. An den Finanzmärkten wird es für wahrscheinlich gehalten, dass die Fed erst auf der Sitzung Mitte September die geldpolitischen Zügel anziehen wird.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Quelle: ntv.de