Der Börsen-Tag Inflationsbarometer rast auf höchsten Stand seit 40 Jahren
Die deutschen Importe haben sich im Juni wegen höherer Preise für Öl, Gas und andere Energieprodukte so stark verteuert wie seit fast 40 Jahren nicht mehr. Die Einfuhrpreise stiegen um 12,9 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Eine höhere Zunahme hatte es zuletzt im Oktober 1981 in der zweiten Ölkrise gegeben (plus 13,6 Prozent) gegeben. Experten erwarten, dass diese Entwicklung bei den Verbrauchern in Form von Preiserhöhungen ankommen wird.
Der starke Anstieg geht vor allem auf die Entwicklung bei der Energie zurück: Sie verteuerte sich um 88,5 Prozent im Vergleich zum Juni 2020. "Dieser Anstieg begründet sich durch das außerordentlich niedrige Preisniveau des Vergleichsmonats", erklärten die Statistiker diesen sogenannten Basiseffekt. Damals hatte die Nachfrage aufgrund der Corona-Rezession ihren Tiefpunkt erreicht, bei einem gleichzeitig starken Angebotsüberhang. Erdgas verteuerte sich mit 150 Prozent besonders stark, Erdöl um knapp 82 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energie stiegen die Einfuhrpreise im Juni um 7,2 Prozent.