Der Börsen-TagKI-Ausverkauf erschüttert Börsen
Europas Börsen dürften mit Abgaben in den Handel starten. Die stärker als erwartet gestiegenen Verbraucherpreise in den USA haben neue Zinsängste an den Märkten ausgelöst. Eine Zinserhöhung durch die Fed auf ihrer Oktober-Sitzung wird nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 27 Prozent eingepreist nach rund 20 Prozent vor den Daten. Das belastet zinssensible Sektoren wie Technologieaktien. An den asiatischen Börsen bricht der stark gehebelte Kospi um acht Prozent ein.
Auf Technologiewerte drückt nicht nur das Gespenst höherer Leitzinsen, sondern auch die Sorge vor zunehmender Konkurrenz bei DRAM-Technologien durch chinesische Wettbewerber. Und das in einem Umfeld, in dem viele Anleger ohnehin befürchten, dass der KI-Trade blasenhafte Züge angenommen habe. Medienberichte, laut denen Anthropic die Umsätze im dritten Quartal fast verdoppelt habe und profitabel arbeiten soll, verhallen an den Börsen ungehört.
Derweil nimmt die Berichtssaison auf beiden Seiten des Atlantiks weiter langsam an Fahrt auf. Am Vormittag werden Daten zur europäischen Industrieproduktion für August veröffentlicht. Am Nachmittag folgen US-Erzeugerpreise, die allerdings für die Börsen nicht die gleiche Bedeutung haben wie die Verbraucherpreise. Das Highlight des Tages sind die US-Einzelhandelsumsätze für September. Es wird ein Anstieg von 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat erwartet.