Der Börsen-TagKommt nun wieder "Swoosh" in den Markt?
Der statistisch schlechteste Börsenmonat des Jahres liegt hinter den Anlegern. Der Dax büßte mehr als vier Prozent ein. Gestern schloss er noch einmal 0,8 Prozent tiefer mit einem Stand von 25.199 Punkten. Vor allem die sehr hohen Inflationsdaten aus Europa haben schockiert. Der von US-Präsident Donald Trump gestartete Krieg gegen den Iran und die folgende Ölpreis-Explosion fressen sich immer stärker in die Kostenstrukturen von Europas Wirtschaft. Die EU warnt nun vor "sehr hohen" Energiekosten auch im Winter, das IFO-Institut stellt fest, dass sich immer mehr Zweitrunden-Effekte der Inflation zeigen.
Auch deshalb greift seit heute erneut ein Tankrabatt. Er soll für drei Monate bis Ende Dezember die Preise für Benzin und Diesel um rund 17 Cent je Liter drücken. Sie sind zuletzt wegen der Folgen des Nahost-Krieges auf Öllieferungen vom Persischen Golf deutlich nach oben geschossen. Beim vorherigen Tankrabatt im Mai und Juni dauerte es Tage, bis die Preise spürbar sanken. Dem Kartellamt zufolge wurden damals insgesamt rund 80 Prozent an die Konsumenten weitergereicht. Verbraucherschützer fordern, dass der Rabatt dieses Mal komplett den Autofahrern zugutekommen muss. Ökonomen kritisieren eine Entlastung per Gießkanne, die nicht zielgenau und zudem teuer ist. Der jetzige Tankrabatt dürfte Bund und Länder zusammen rund 2,5 Milliarden Euro kosten.
Unternehmensseitig wird es sportlich und die Anleger gehen der Frage nach: Wie schnell kommt der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike aus der Krise? Anleger erhoffen sich dazu weitere Fingerzeige, wenn Nike nach Börsenschluss seine Zahlen für das erste Quartal 2026/27 vorlegt. Fast zwei Jahre ist es her, dass Elliott Hill mit der Erwartung angetreten ist, das Ruder herumzureißen. Aber immer noch ist zu viel Ware in den Regalen, als dass die Hersteller um hohe Rabatte herumkommen würden - es sei denn, die Schuhe und Textilien sind so begehrt wie die des Erzrivalen Adidas.
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