Der Börsen-Tag "Markt scheint krampfhaft nach guten Nachrichten zu suchen"
Die Hoffnung auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran gibt den Aktienmärkten am Auftrieb. Der Dax und der EuroStoxx50 notieren jeweils rund 1,5 Prozent höher.
Für gute Stimmung sorgte ein kräftiger Rückgang bei den Ölpreisen: Die Nordsee-Rohölsorte Brent verbilligte sich um fast acht Prozent auf 89,12 Dollar je Fass (159 Liter). US-Leichtöl WTI verlor knapp sieben Prozent auf 83,21 Dollar pro Barrel. Damit steuerten die Preise auf ihr größtes Intraday-Minus seit mehr als zwei Monaten.
Analysten zeigen sich jedoch skeptisch. "Der Markt scheint krampfhaft nach guten Nachrichten zu suchen, selbst wenn es keine gibt", sagt John Evans vom Ölmakler PVM.
Da sich der Konflikt auf das Rote Meer ausgeweitet habe und auch ukrainische Drohnen weiter russische Schiffe und Raffinerien angegriffen hätten, dürften anhaltende Lieferunterbrechungen dafür sorgen, dass die Ölpreise hoch bleiben, schreiben die Analysten der United Overseas Bank in Singapur.
Zugleich bleibe das Risiko einer erneuten Eskalation im Nahen Osten hoch, warnten die Experten von UBS.