Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagMüder Dax schließt mit Mini-Plus

06.08.2026, 17:57 Uhr

Der Deutsche Aktienindex hat den Handelstag mit leichten Gewinnen beendet. Am Ende notierte der Dax 0,1 Prozent höher bei 26.140 Punkten. Der Index hielt sich damit weiter über der Marke von 26.000 Punkten. Im Tageshoch notierte er bei 26.217 Zählern, und damit deutlich unter dem Allzeithoch bei 26.404. Insgesamt verlief der Handel in Frankfurt in ruhigen Bahnen. Der Verkaufsdruck aus dem Juli scheint verschwunden.  Der MDax bewegte sich mit 32.431 Zählern nur um wenige Punkte vom Fleck.

Marktexperte Andreas Lipkow begründete die Stabilität mit gestiegenem Interesse von Anlegern. Er sagte: "Sowohl inländische als auch vermehrt ausländische Investoren billigen dem deutschen Aktienmarkt sehr viel Nachholpotenzial zu, steigen ein und halten den Dax damit über der Marke von 26.000 Punkten." 

Laut Lipkow tragen neben der Hoffnung auf eine tragfähige Lösung im USA-Iran-Konflikt auch die aktuell veröffentlichten Unternehmensbilanzen dazu bei. Die Berichtssaison präsentiert sich gemischt, aber es überwiegen laut Lipkow die positiven Grundtöne. Das steigert die Kauflaune der Anleger.

Im Fokus standen die Indexschwergewichte. Die Deutsche Telekom profitierte von der Ankündigung eines aufgestockten Aktienrückkaufprogramms. Die Titel waren mit plus 6,2 Prozent die Spitzenreiter im Dax. Siemens dagegen litten unter Gewinnmitnahmen. Die Titel schlossen 4,4 Prozent leichter. Die Aktie hatte im Vorfeld der Quartalszahlen bereits viel Konjunkturoptimismus eingepreist. Eine neue Rekordzahl bei den Auftragseingängen beeindruckte die Investoren nur wenig.

"Die große Frage für den Dax ist jetzt, wie weit Rücksetzer gehen müssen, bis wieder Käufer in den Markt kommen," kommetierte Thomas Altmann von QC Partners. "Die psychologisch wichtige Marke dürfte sich in dieser Rally von 25.000 auf 26.000 verschoben haben."

Das war der Börsen-Tag am Donnerstag. Wir verabschieden uns und wünschen einen schönen Feierabend. Wir würden uns wie immer freuen, Sie morgen Früh an dieser Stelle wieder begrüßen zu dürfen. Wer noch Kraft und Muße hat, dem sei der Artikel meines Kollegen Jan Gänger ans Herz gelegt: "Neue Kriegsstrategie: Hinter Kiews Angriffen auf Wildberries steckt mehr als nur Logistik". Bis morgen!

Quelle: ntv.de