Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagNahost-Sorgen bremsen Asien-Börsen aus

10.09.2026, 07:23 Uhr

Die Furcht vor einer Ausweitung des Nahost-Konflikts und ein damit verbundener Anstieg der Ölpreise belasten die asiatischen Aktienmärkte. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,8 Prozent auf 64.597,46 Punkte nach, und der breiter gefasste Topix notiert 0,3 Prozent niedriger bei 4032,89 Zählern. Auch in China halten sich die Anleger zurück: Der Shanghai Composite verliert 0,1 Prozent auf 3946,28 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fält um 0,2 Prozent auf 4564,87 Punkte.

Auslöser für die Zurückhaltung sind geopolitische Spannungen, nachdem der Iran zehn Schiffe nahe der Straße von Hormus angegriffen und die USA fünf iranische Öltanker versenkt hatten. Zudem schüren Äußerungen aus der japanischen Notenbank (BOJ) die Erwartung rascher Zinserhöhungen. "Für den japanischen Aktienmarkt insgesamt wirken der Anstieg der Rohölpreise und der Zinsen als Bremsklotz", sagt Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities. Zu den Verlierern in Tokio zählt Nintendo mit einem Minus von 5,8 Prozent. Auch die Kabelhersteller Fujikura und Furukawa Electric geben deutlich nach.

In China sorgt der Rückzug der Schweizer Großbank UBS aus einem Teil ihres Geschäfts für Aufsehen. Das Institut teilte mit, seine 2022 gegründete Fondsvertriebseinheit in Shenzhen Ende September zu schließen, da sie sich in einem hart umkämpften Markt nicht behaupten konnte. Übergeordnet blicken Investoren nervös auf die anstehenden US-Inflationsdaten, die den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed mitbestimmen dürften. "Der Anleihemarkt steht unter Druck, da die Ölpreise die Inflationsängste neu entfachen", erklärt Prashant Newnaha, Stratege bei TD Securities.

Quelle: ntv.de