Der Börsen-TagÖlpreis rutscht ab: So reagieren Asiens Börsen
Die internationalen Börsen reagieren verhalten auf eine Waffenruhe am Golf. Die damit einhergehende Entspannung bei den Ölpreisen dämpft die Inflationssorgen und geb Anleihen Auftrieb. Die Anleger blicken zudem auf eine Woche voller wichtiger Zentralbanksitzungen und Unternehmensbilanzen. Der Iran hatte erklärt, er werde seine Angriffe einstellen, solange die USA ihre ebenfalls einstellen. Die vom Iran unterstützten Huthi im Jemen greifen einem Bericht zufolge jedoch weiterhin saudische Ölanlagen an der Küste des Roten Meeres an.
"Unterm Strich sieht es so aus, als hätten sich die Entwicklungen im Nahen Osten über das Wochenende positiv entwickelt", sagt Sally Auld, Chefvolkswirtin bei der NAB. Dies stütze die Annahme, dass ein Ölpreis von über 100 Dollar pro Barrel beide Seiten zur Deeskalation veranlasse. Analysten von Goldman Sachs stellen fest, dass die Anleger den Ausgang der Fed-Sitzung im Juli als ungewöhnlich unsicher einschätzten. "Wahrscheinlich, weil die Fed in letzter Zeit gespalten war, die Position von Fed-Präsident Warsh unklar bleibt und ein Teil der erneuten Eskalation mit dem Iran in die Stillhalteperiode fiel." Es werde wahrscheinlich mindestens eine abweichende Stimme für eine Zinserhöhung geben, aber die meisten stimmberechtigten Mitglieder dürften nach den schwächeren Inflationsdaten für Juni in dieser Woche nicht auf einen solchen Schritt drängen.
Die vorübergehende Ruhe an der Straße von Hormus lässt den Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent um 5,2 Prozent auf 91,73 Dollar fallen, während US-Leichtöl um 5,4 Prozent auf 84,45 Dollar nachgibt. An den Aktienmärkten sorgt dies für Erleichterung. In Asien legt der Nikkei-Index um 0,1 Prozent zu, während der stark von Chipherstellern beeinflusste Index in Südkorea um 1,1 Prozent nachgibt. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans bleibt stabil. Der chinesische Index der Standardwerte legt um 0,4 Prozent zu.