Der Börsen-TagÖlpreisschock löst Ausverkauf aus
Steigende Ölpreise fachen die Inflationssorgen an und führen weltweit zu einem Ausverkauf an den Anleihe- und Aktienmärkten. Anleger preisen eine straffere Geldpolitik der großen Zentralbanken ein. Der Ölfluss durch die Straße von Hormus bleibt nach gegenseitigen Angriffen der USA und des Irans eingeschränkt. Zudem übernehmen die mit dem Iran verbündeten Huthi-Milizen die Kontrolle über den jemenitischen Hafen Mocha, was die saudischen Ölexporte im Roten Meer bedroht.
"Der Schiffsverkehr durch das Bab el-Mandeb ist durch die Huthi-Vormärsche stark gefährdet", sagt Helima Croft, Leiterin der globalen Rohstoffstrategie bei RBC Capital Markets. Sie prognostizierte, dass der Brent-Preis im weiteren Jahresverlauf aufgrund der Wiederaufnahme eines umfassenden Krieges zwischen Saudi-Arabien und den Huthi 121,99 Dollar pro Barrel erreichen könnte.
An den Aktienmärkten führen die höheren Anleiherenditen zu starken Verlusten. Die japanische Börse tendiert schwächer. In Tokio gibt der Nikkei-Index 2,8 Prozent auf 63.469,39 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notiert 1,1 Prozent. Der Shanghai Composite verliert 2,1 Prozent auf 3853,29 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 1,8 Prozent auf 4464,20 Punkte.
