Der Börsen-TagPanzerbauer-Börsengang noch 2026 möglich
KNDS hält an seinem im Sommer ausgesetzten Börsengang grundsätzlich fest, legt sich aber nicht auf einen Zeitpunkt fest. "Der Börsengang ist vorerst ausgesetzt, aber nicht abgesagt", sagte Konzernchef Jean-Paul Alary dem "Handelsblatt". Der Verwaltungsrat habe das Management aber gebeten, sich dafür bereitzuhalten, "dass es jederzeit losgehen kann". Er fügte hinzu: "Ein Börsengang 2026 ist weiterhin möglich – sofern die Marktbedingungen den Erwartungen der Aktionäre entsprechen." Später als 2026 sei aber auch denkbar.
Der deutsch-französische Panzerbauer hatte seine Börsenpläne Anfang Juli wegen eines Abschwungs bei Rüstungsaktien verschoben. Inzwischen haben sich die Kurse vieler Rüstungsunternehmen von ihrem Einbruch erholt. Der französische Staat und die in der Wegmann-Holding zusammengeschlossenen deutschen Eigentümerfamilien, die je 50 Prozent der Anteile an KNDS halten, wollen bei dem Börsengang je zehn Prozent abgeben. Mit der Verschiebung hatte sich auch der geplante Einstieg der deutschen Staatsbank KfW bei dem Panzerbauer verzögert. Dem Bund geht es darum, die gleichen Einflussrechte zu haben wie Frankreich.
