Der Börsen-TagPharmakonzern erleidet Schiffbruch mit weiterem Krebsmittel
Der britische Pharmakonzern AstraZeneca hat bei der Entwicklung neuer Medikamente einen weiteren Rückschlag erlitten. Das Unternehmen stellte eine entscheidende klinische Studie der Phase-3 mit dem Wirkstoff Volrustomig zur Behandlung von Lungenkrebs ein. Ein unabhängiges Kontrollkomitee sei zu dem Schluss gekommen, dass die Kombinationstherapie mit einer Chemotherapie ihre Hauptziele voraussichtlich nicht erreichen werde, teilte AstraZeneca mit. Dabei ging es um die Überlebenszeit ohne ein Fortschreiten der Krankheit sowie das Gesamtüberleben bei einer bestimmten Form von metastasierendem, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs.
Der Abbruch reiht sich in eine Serie von Rückschlägen ein, die das Vertrauen der Anleger zuletzt gedämpft und die Medikamenten-Pipeline von AstraZeneca verstärkt in den Fokus gerückt haben. Zuvor war bereits das Herzmedikament Wainua in einer späten Studienphase gescheitert. Zudem verweigerten die US-Behörden dem Brustkrebsmittel Camizestrant wegen des Studiendesigns die Zulassung, und auch das Medikament Ultomiris verfehlte bei einer seltenen Krankheit die Ziele.