Der Börsen-TagRaumfahrt-Aktie stürzt ab
Der US-Raumfahrtkonzern Rocket Lab hat den ersten Start seiner neuen Trägerrakete Neutron auf 2027 verschoben und damit seine Aktien einbrechen lassen. Die Titel verlieren im vorbörslichen Handel an der Wall Street mehr als elf Prozent. Grund für die Verschiebung seien Mängel in den Kohlefaserschichten der Treibstofftanks, teilte Rocket Lab mit. Ursprünglich war der Start für das vierte Quartal 2026 vorgesehen gewesen.
Die Analysten von TD Cowen prognostizierten, der erste Start könne sich bis ins zweite Quartal 2027 oder später verschieben. Rocket Lab betonte, man gebe der Zuverlässigkeit Vorrang vor der Geschwindigkeit. Die Neutron ist eine wieder verwendbare Rakete, mit der Rocket Lab um größere kommerzielle und staatliche Aufträge konkurrieren will. Analysten der Berenberg Bank schreiben in einer Studie, die Verzögerung sei zwar erwartet worden, belaste jedoch die Stimmung der Anleger. Die finanziellen Auswirkungen seien jedoch gering.