Der Börsen-Tag Rekordwert an Neuinfektionen: Tokioter Börse schwach
Im Sog schwächerer Vorgaben der Wall Street ist es an den Aktienmärkten in Ostasien überwiegend nach unten gegangen. Getrübt wurde die Stimmung von den jüngsten starken Verlusten an den chinesischen Börsen, die ausgelöst wurden vom verschärften Vorgehen der Regulierer in erster Linie gegen zu mächtig werdende Technologieriesen, zuletzt aber auch gegen Unternehmen aus dem Bildungssektor.
Daneben sorgten die am Abend (MESZ) anstehenden Beschlüsse der US-Notenbank für Zurückhaltung. Marktbeobachter halten es für möglich, dass sich die Notenbanker angesichts der derzeit hohen Inflationsraten falkenhafter äußern werden.
Der HSI (+1,3% im Späthandel) in Hongkong zeigte einen ersten Erholungsansatz nach dem Einbruch der Vortage. Dazu passend legten die Kurse der Technologieschwergewichte Alibaba (+1,8%) und Meituan (+7,0%) zu, während Tencent um weitere 1,9 Prozent nachgaben. Kräftig erholt zeigten sich dagegen New Oriental Education (+12,9%). Der Schanghai-Composite gab derweil erneut nach um 0,6 Prozent.
Größter Verlierer war Tokio mit einem Minus des Nikkei-Index von 1,4 Prozent auf 27.581 Punkte. Er hatte sich am Vortag dem Abwärtsstrudel noch entziehen können, bekam aber nun Gegenwind vom festeren Yen. Der zog an, weil er als sicherer Hafen gesucht war in der eingetrübten Stimmung. Belastend wirkte aber auch, dass in Tokio am Dienstag ein Rekordwert an Neuinfektionen mit dem Covid-19-Virus gemeldet wurde.