Der Börsen-TagTech-Aktien unter Druck

Die asiatischen Aktienmärkte tendieren zum Wochenauftakt im Vorfeld wichtiger Notenbanksitzungen und Firmenbilanzen überwiegend schwächer. In Tokio gibt der 225 Werte umfassende exportlastige Nikkei-Index 0,4 Prozent auf 62.431 Punkte nach, während der breiter gefasste Topix 0,4 Prozent höher bei 3.982 Zählern notiert. Auch in China halten sich die Anleger zurück: Die Börse Shanghai verliert 0,2 Prozent auf 3683 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt um 0,5 Prozent auf 4083 Punkte.
In Japan drücken vor allem schwache Technologiewerte den Leitindex ins Minus, nachdem die Wall Street entsprechende Vorgaben geliefert hatte. Zu den größten Verlierern zählen Chip-Werte wie Sumco mit einem Minus von gut 4 Prozent sowie Kokusai Electric und Screen Holdings. "Der Nikkei zeigt Anzeichen einer kurzfristigen technischen Unterbewertung", so Analyst Satoshi Saito von Monex Securities. Gefragt sind hingegen Energiewerte, die von den jüngsten Ölpreisanstiegen profitierten. Hier zählen Inpex, JGC Holdings und Mitsubishi Corp zu den größten Gewinnern.
In China blicken die Investoren auf die Politik, wo die regierende Kommunistische Partei in Peking zu ihrem fünften Plenum zusammenkam. Das Treffen hinter verschlossenen Türen gilt als letzte große Parteiversammlung vor der für 2027 geplanten Umbildung der Führung und bietet Präsident Xi Jinping die Gelegenheit, seine Autorität weiter zu festigen.
Die chinesischen Börsen stehen jedoch bereits seit elf Wochen unter Druck, da sich die Anleger trotz starker Exporte Sorgen um die schwache Binnennachfrage machen. Zudem dämpft die Erwartung, dass große Zentralbanken wie die US-Notenbank Fed die Zinsen vorerst hochhalten könnten, die Risikobereitschaft der Investoren in der gesamten Region.