Der Börsen-TagVerluste in Japan

Sorgen um die immensen Kosten für Künstliche Intelligenz belasten die asiatische Aktienmärkte, während überraschend starke Wirtschaftsdaten aus China die Verluste eindämmen.
Die japanische Börse tendiert schwächer. In Tokio gibt der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,2 Prozent auf 64.534 Punkte nach, der breiter gefasste Topix notiert 0,4 Prozent niedriger bei 4.050 Zählern. Die Börse Shanghai gewinnt hingegen 0,3 Prozent auf 3727 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt um 0,4 Prozent auf 4185 Punkte.
In Japan drücken schwache Vorgaben der Wall Street und Zinssorgen die Kurse von Technologieunternehmen. Notenbankchef Kazuo Ueda signalisierte, dass die Kerninflation nahe dem Zielwert von zwei Prozent liege und die starke KI-Nachfrage den Preisdruck erhöhe. "Während chipbezogene Aktien den Index nach unten ziehen, dürften Käufe von Substanz- und defensiven Werten den Markt stützen", sagt Analyst Yuta Okamoto von Tokai Tokyo.
Zu den größten Verlierern zählen Taiyo Yuden mit einem Minus von 7,4 Prozent sowie Sumitomo Electric und Sumco, die knapp 6 Prozent abgeben. Gefragt sind dagegen Toho mit einem Plus von 3,6 Prozent, Baycurrent und Aeon.
In China sorgte das Wirtschaftswachstum für Erleichterung: Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal um 4,5 Prozent und übertraf damit die Erwartungen, was den Druck auf die Regierung in Peking verringert, weitere aggressive Konjunkturpakete aufzulegen. Dennoch blieb die Stimmung angesichts der anstehenden US-Bilanzen von Tech-Giganten gedämpft. "Investoren sorgen sich schon lange, dass die KI-Einnahmen nicht ausreichen werden, um die massiven Vorabinvestitionen wieder hereinzuholen", sagte Ökonom My Bui vom Vermögensverwalter AMP. Steigende Finanzierungskosten machten es zudem schwerer, den Ausbau der KI-Infrastruktur aufrechtzuerhalten.