Der Börsen-TagWirtschaftsweise kritisiert Tankrabatt
Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer pocht angesichts der unvollständigen Weitergabe des Tankrabatts an Autofahrer auf zielgerichtetere Entlastungen. Der Tankrabatt sei "teuer, entlastet auch diejenigen, die keine Unterstützung benötigen, und schwächt ausgerechnet das Preissignal, das bei knappen Kraftstoffen zum Sparen anregen sollte", kritisierte die Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der "Augsburger Allgemeinen". Sie forderte die Bundesregierung auf, "endlich" einen Mechanismus zu schaffen, mit dem Geld direkt an Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen ausgezahlt werden könne.
Der Tankrabatt gilt seit dem 1. Oktober. Der Bund verzichtet dabei auf Energie- und Mehrwertsteuer in Höhe von 16,7 Cent pro Liter. Laut iFO-Institut haben die Tankstellen in den ersten fünf Tagen im Schnitt nicht den gesamten rechnerisch möglichen Preisrückgang von etwa 17 Cent pro Liter an die Kunden weitergegeben. Beim Diesel und beim Super E10 lag die Vergünstigung demnach durchschnittlich bei rund 15 Cent und bei Super E5 bei gut 16 Cent.
