Der Börsen-TagZunehmende Nervosität sorgt für Abgabedruck
Europas Börsen dürften mit Verlusten in den Handel starten. An der Gemengelage hat sich nichts geändert. Die USA und der Iran setzen die gegenseitigen Militärschläge fort. Die USA sollen 5 iranische Tanker in der Straße von Hormus zerstört haben, der Iran will darauf mit Gegenschlägen reagiert haben. Ein Ende der Eskalationsspirale zeichnet sich derzeit nicht ab. Entsprechend steigt der Ölpreis weiter.
"An der Börse hoffen zwar weiterhin alle auf ein schnelles Ende dieser erneuten Eskalation. Dennoch nimmt die Nervosität zu. Die Kaufbereitschaft für Risikoassets wie Aktien hat zuletzt deutlich nachgelassen. Die Stabilität der Aktienmärkte ist aktuell mehr auf geringe Gewinnmitnahmen zurückzuführen und weniger auf große Käufe", so Stratege Thomas Altmann von QC-Partners.
Derweil richten sich die Blicke auf die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Eine Erhöhung um 25 Basispunkte gilt als ausgemacht, daher steht der Ausblick im Fokus. Heute halten EZB-Präsidentin Christine Lagarde sowie EZB-Ratsmitglied Thomas Nagel Reden. Wichtiger für die Finanzmärkte dürfte aber die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche werden, da sie von sehr viel größerer Unsicherheit geprägt ist. Wichtig werden die im Vorfeld anstehenden US-Preisdaten am Donnerstag und Freitag.
