Wirtschaft

Kritik von der Konkurrenz dm verteidigt Verkauf von Pfefferspray

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Neben Zahnpasta und Mascara führt dm jetzt auch Pfefferspray.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Drogeriemarkt-Kette dm sorgt mit einem ungewöhnlichen Neuzugang im Sortiment für Diskussion: Kunden können neben Drogerieartikeln nun auch Pfefferspray erstehen. Das ruft Kritiker auf den Plan.

Die Drogeriekette dm hat die Aufnahme von Pfefferspray in ihr Sortiment mit Kundenwünschen begründet. Es habe "vermehrt Anfragen von Kundinnen" gegeben, sagte dm-Geschäftsführer Sebastian Bayer dem "Tagesspiegel". "Wir haben das geprüft und uns entschieden, das Tierabwehrspray in unser Angebot aufzunehmen." Es wird seit Mai online und seit Ende Juni in den Filialen verkauft.

Konkurrent Rossmann will solche Produkte nicht anbieten. "Bei uns gibt es keine Schlagstöcke, keine Pistolen und auch kein Pfefferspray, solche Produkte überlassen wir lieber dem Fachhandel", sagte ein Unternehmenssprecher dem "Tagesspiegel". Er verwies zugleich darauf, dass es sich bei dem offiziell zur Abwehr von aggressiven Tieren gedachten Spray "im Grunde um ein Menschenabwehrspray" handele.

Der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler, Ingo Meinhard, kritisierte die Entscheidung von dm. Um Abwehrmittel wie Pfefferspray richtig einsetzen zu können, sei eine gute Beratung notwendig, "sonst nebelt man sich am Ende noch selber ein".

Meinhards Angaben zufolge gibt es bereits seit Herbst vergangenen Jahres eine verstärkte Nachfrage nach Pfefferspray bei den Fachhändlern. Nach den Silvester-Übergriffen in zahlreichen Städten und den jüngsten Gewalttaten in Bayern habe sich dieser Trend noch verstärkt.

Quelle: n-tv.de, apo/AFP

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