Marktberichte

US-Börsen legen zu Anleger erliegen weiter der Fed-Fantasie

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Der Blick der US-Anleger geht Richtung Fed, die den Zinssatz senken könnte.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Prinzip Hoffnung treibt weiterhin die US-Börsen an. Anleger wünschen sich eine Zinssenkung durch die Bundesbank Fed und investieren weiter fleißig. Dabei sorgt Donald Trump erneut für einen kleinen Dämpfer.

Die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank Fed hat am Donnerstag die Wall Street gestützt. Wegen des Zollstreits mit China und Mexiko scheuten Investoren aber größere Engagements. Aktienstratege Peter Kenny sprach von einer "Mauer des Zynismus" angesichts der Handelskonflikte, was sich in der Risikoscheu der Anleger zeige. Erst wenn es substanzielle Verbesserungen in der Politik gebe, könne dieses Muster durchbrochen werden.

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Der Dow-Jones-Index gewann 0,7 Prozent auf 25.721 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite stiegen um 0,6 bzw. 0,5 Prozent. Den insgesamt 1.811 (Vortag 1.515) Kursgewinnern standen an der Nyse 1.152 (554) -verlierer gegenüber.

Hoffnung schöpften US-Anleger weiter aus den jüngsten Aussagen des Fed-Chefs Jerome Powell, der sich die Option für Zinssenkungen offenhält. Nervös machte die Investoren aber, dass US-Präsident Donald Trump China mit neuen Strafzöllen drohte. Letztlich darüber entscheiden will er nach eigenem Bekunden wahrscheinlich unmittelbar nach dem G20-Gipfel Ende Juni, so dass die Ungewissheit anhält. Im Streit mit Mexiko wiederholte Trump seine Drohung, ab Montag Aufschläge von zunächst fünf Prozent auf Importe aus dem südlichen Nachbarland zu verhängen, sollte dessen Regierung nicht stärker gegen Einwanderung in die USA vorgehen.

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Zu den größten Gewinnern an der Wall Street gehörten nach einer Heraufstufung die Anteilsscheine von Advanced Micro Devices mit einem Plus von mehr als acht Prozent. Titel von Tesla setzten ihren Erholungskurs fort und gewannen 4,9 Prozent. Der Branchen-Webseite Electrek zufolge hat der Elektroauto-Pionier im laufenden Quartal bereits 33.000 Fahrzeuge in Nordamerika ausgeliefert. Im Juni peile das Unternehmen weitere 33.000 Auslieferungen an.

Google gaben dagegen 0,4 Prozent nach, nachdem der Internetkonzern die Übernahme des Datenanalyse-Spezialisten Looker für 2,6 Milliarden Dollar in bar angekündigt hatte. Mit einem Minus von fast 50 Prozent ging es besonders steil bergab mit dem Kurs von Kirkland's. Das Einrichtungshaus blieb mit seinen Quartalszahlen hinter den Erwartungen zurück.

Quelle: n-tv.de, mba/rts