Marktberichte

Dow Jones schließt mit Minus China-Streit dämpft Stimmung an Wall Street

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(Foto: imago images/ZUMA Press)

Enttäuschende Daten aus dem US-Einzelhandel und neue Zweifel an einer Beilegung des US-chinesischen Handelsstreits belasten die Wall Street. Dafür hat eine Sonderbelastung bei der zweitgrößten US-Bank keine größeren Auswirkungen auf Dow Jones und Co.

An der Wall Street ist nach der jüngsten Rally wieder ein Stück weit Ernüchterung eingekehrt. Die wichtigsten Aktienindizes gaben am Mittwoch etwas nach. Für Belastung sorgten Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel: Die Erlöse waren im September erstmals seit gut einem halben Jahr wieder gesunken. Zudem sahen Marktbeobachter angesichts neuer Spannungen zwischen den USA und China die Chancen für ein umfassendes Handelsabkommen beider Länder ein wenig schwinden.

Der Dow Jones Industrial fiel um 0,1 Prozent auf 27.001,98 Punkte, nachdem der US-Leitindex noch die Marke von 27.000 Punkten zeitweise deutlich hinter sich gelassen hatte. Der marktbreite S&P 500 schloss 0,2 Prozent tiefer bei 2989,69 Zählern und der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,3 Prozent auf 7920,21 Punkte.

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Das US-Abgeordnetenhaus hat mehrere Gesetze auf den Weg gebracht, die die pro-demokratischen Demonstranten in Hongkong unterstützen sollen. China reagierte darauf mit Vergeltungsdrohungen. An den Börsen herrschte daher Angst vor Rückschlägen im Zollstreit. Ernüchterung lösten auch die US-Einzelhandelsumsätze im September aus. Sie schrumpften zum Vormonat um 0,3 Prozent. Analysten hatten dagegen eine Zunahme um 0,3 Prozent erwartet.

Unter den Einzelwerten legten die Anteilsscheine der Bank of America 1,7 Prozent zu. Der Gewinn des zweitgrößten US-Geldhauses nach Bilanzsumme brach zwar um ein Fünftel ein, aber nicht so stark wie befürchtet. Die Aktien von General Motors verteuerten sich um 1,2 Prozent. Der US-Autobauer hat mit der mächtigen Gewerkschaft UAW nach deren Angaben eine vorläufige Einigung in den Tarifauseinandersetzungen erzielt. Damit rückt ein Ende des seit dem 16. September anhaltenden Streiks näher. United-Airlines-Papiere legten zwei Prozent zu. Die US-Fluggesellschaft steigerte ihren Quartalsgewinn. Zudem erhöhte sie ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr.

Das Brexit-Drama ließ Europas Anleger zwischen Hoffen und Bangen schwanken. Angesichts der auf Hochtouren laufenden Gespräche am Mittwoch ging das britische Pfund auf Berg- und Talfahrt. An den Aktienmärkten hielten sich die Anleger weitgehend zurück. Der Dax schloss 0,3 Prozent im Plus auf 12.670 Punkten. Der EuroStoxx50 stagnierte bei 3599 Zählern.

Quelle: n-tv.de, mba/rts