Marktberichte

Rubel auf neuem Rekordtief Euro sackt unter die 1,25-Dollar-Marke

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Der Euro ist am Mittwoch unter Druck geraten, der Dollar hingegen konnte zulegen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Reihe der fallenden Dominosteine erreicht den Euro: Der Sieg der Republikaner in den USA macht Hoffnung auf eine wirtschaftsfreundlichere Politik. Diese könnte am Ende den Dollar stärken, was den Euro wiederum uninteressanter macht.

Der Euro ist am Mittwoch unter Druck geraten. Dagegen konnte der US-Dollar gegenüber vielen Währungen zulegen. Offenbar setzen Investoren nach dem Sieg der Republikaner bei den amerikanischen Parlamentswahlen auf eine wirtschaftsfreundlichere Politik. Der Euro fällt zurück unter 1,25 Dollar und kostet am Nachmittag 1,2488Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs kurz zuvor auf 1,2480 (Dienstag: 1,2514) Dollar festgesetzt. Anleger warten nun gespannt darauf, ob sich die Europäische Zentralbank im Anschluss an ihre Sitzung am Donnerstag wegen der schwächelnden europäischen Wirtschaft "taubenhafter" gibt.

Zur Handelseröffnung fiel der Rubel auf das Rekord-"Tief" von 44,98 gegenüber dem Dollar und 56,37 gegenüber dem Euro. Die russische Zentralbank hat einen Schritt näher an einen freien Wechselkurs der russischen Währung gemacht. Die Entscheidung, die Engriffe am Devisenmarkt auf maximal 350 Millionen US-Dollar pro Tag zu begrenzen, ist auch die Ursache für den erneuten Kursrutsch. Das Limit gilt sogar, wenn der Rubel sich über die tägliche Handelsspanne hinaus abschwächen sollte.

Zuvor war das Volumen der Interventionen beinahe unbegrenzt, die Notenbank war bereit, jedes Mal, wenn der Rubel sich dem unteren Ende der Handelsspanne nähert, bis zu 350 Millionen Dollar zu verkaufen. Im Oktober hat die Notenbank fast 30 Milliarden Dollar eingesetzt, um den Kursverfall des Rubel zu verlangsamen. Der neue Interventionsmechanismus wird es Spekulanten nach Aussage der Zentralbank schwieriger machen, auf einen schwachen Rubel zu wetten.

Quelle: n-tv.de, kst/DJ/dpa