Marktberichte

Dow Jones stagniert Firmenbilanzen machen US-Anleger nervös

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(Foto: picture alliance / -/XinHua/dpa)

Licht und Schatten bei den Quartalszahlen der börsendotierten Unternehmen verunsichern die US-Anleger. Auch weil die interessantesten Zahlen, unter anderem von Microsoft und Facebook, erst nach der Schlussglocke veröffentlicht werden.

Gemischte Firmenbilanzen haben die US-Börsen am Mittwoch in Schach gehalten. Alle drei großen Indizes bewegten sich nach der jüngsten Kursrally kaum vom Fleck. Die Märkte seien im positiven Sinne nervös, sagte der Börsen-Experte Michael James von Wedbush Securities. Die Frage sei, ob die Zahlen und Ausblicke der Unternehmen so gut seien, dass sie weitere Kursanstiege rechtfertigen würden.

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Der Dow-Jones-Index schloss 0,2 Prozent niedriger bei 26.597 Punkten. Der S&P-500 sank um ebenfalls 0,2 Prozent auf 2927 Punkte, hatte aber im Verlauf ein neues Jahreshoch markiert. Der Nasdaq-Composite fiel um 0,2 Prozent auf 8102 Punkte.

Bei den Einzelwerten ging es für Caterpillar 3,2 Prozent bergab. Der weltgrößte Hersteller von Baumaschinen, der auch als Gradmesser für die Entwicklung der Weltwirtschaft gilt, übertraf zwar die Gewinnprognosen der Analysten für das laufende Quartal. Der Umsatz der Bau-Sparte in der wichtigen Region Asien-Pazifik ging aber um vier Prozent zurück.

Ebay-Papiere legten 5,3 Prozent zu. Die Online-Verkaufsplattform hat ihre Prognosen für das Gesamtjahr bei Umsatz und Gewinn angehoben. AT&T ließen nach Vorlage der Quartalszahlen mehr als vier Prozent Federn. Wegen unerwartet niedriger Erlöse bei der Tochter WarnerMedia hat der US-Telekomkonzern im ersten Quartal die Umsatzerwartungen verfehlt. Der Konzern, zu dem mit WarnerMedia auch Turner und der Premium-TV-Sender HBO gehören, wies einen Umsatz von 8,38 Milliarden Dollar aus und verfehlte damit die Analystenschätzungen von 8,45 Milliarden Dollar. Der Gewinn sank auf 4,1 (Vorjahr: 4,66) Milliarden Dollar.

Der Gewinn des US-Flugzeugbauers Boeing brach im ersten Quartal 2019 nach den Problemen mit der 737-Max-Reihe um rund ein Fünftel ein. Das Unternehmen kassierte deshalb auch seinen Ausblick für das Gesamtjahr. Die Boeing-Aktie hielt sich trotzdem stabil (+ 0,1 Prozent).

Eine Serie ermutigender Firmenbilanzen zog dagegen weitere Anleger in den deutschen Aktienmarkt. Überraschend schlechte Stimmung in den deutschen Chef-Etagen dämpfte die Kauflaune aber etwas. Der Dax stieg dennoch um 0,6 Prozent auf 12.313 Punkte. Damit verbuchte das Marktbarometer den neunten Tagesgewinn in Folge. Der EuroStoxx50 notierte dagegen kaum verändert auf 3502 Zählern.

Quelle: n-tv.de, mba/rts