Marktberichte

Dow Jones mit Minus Firmenbilanzen ziehen Wall Street runter

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(Foto: imago/UPI Photo)

An den US-Börsen misslingt der Einstieg in die wohl heftigste Woche der Berichtssaison. Für negative Stimmung sorgen die enttäuschenden Quartalszahlen von Caterpillar und eine Umsatzwarnung von Chiphersteller Nvidia.

Aus Enttäuschung über die Bilanzen von Großkonzernen wie Caterpillar haben sich Anleger am Montag aus US-Aktien zurückgezogen. Zum Auftakt einer ereignisreichen Woche gingen zudem einige Investoren auf Nummer sicher und machten Kasse. Daneben warfen die anstehenden Verhandlungen zur Beilegung des Zollstreits zwischen den USA und China ihre Schatten voraus. "Der Graben zwischen den Parteien erscheint noch sehr breit, daher agieren Investoren nach dem Motto: 'Abwarten und Tee trinken'", sagte David Madden vom Online-Broker CMC Markets.

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Zudem berät die US-Notenbank diese Woche über ihre Geldpolitik. Eine Zinserhöhung gilt an der Börse als ausgeschlossen. Investoren hofften auf eine Bestätigung ihrer Einschätzung, dass die Fed den Schlüsselsatz in diesem Jahr nicht mehr anheben wird, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

Der Dow-Jones-Index verlor 0,8 Prozent auf 24.528 Punkte. Der S&P-500 reduzierte sich um 0,8 Prozent auf 2.644 Punkte, der Nasdaq-Composite fiel um 1,1 Prozent auf 7.086 Punkte.

Bei den Einzelwerten verloren die Titel von Caterpillar knapp neun Prozent. Der Baumaschinen-Hersteller legte wegen eines schwächelnden China-Geschäfts ein Quartalsergebnis unter den Markterwartungen vor. Dies sei die erste Enttäuschung in zehn Quartalen, so Analyst Stephen Volkmann von der Investmentbank Jefferies. Das Unternehmen sei aber in guter Verfassung. Schließlich schütte es insgesamt fast sechs Milliarden Dollar an Dividenden und über Aktienrückkäufe an seine Eigner aus.

Die Papiere von Nvidia brachen um gut 14 Prozent ein. Der Spezialist für Grafikkarten-Chips machte ersten Berechnungen zufolge im abgelaufenen Quartal einen Umsatz von 2,2 statt der zuvor in Aussicht gestellten 2,7 Milliarden Dollar. Auch Nvidia begründete das schwache Abschneiden mit einer geringeren Nachfrage aus China. Amgen fielen über 3,6 Prozent. Zuvor hatte ein Broker die Aktien des Biotechnologiekonzerns herabgestuft und zur Begründung auf eine härtere Konkurrenz für das Medikament zur Behandlung von Arthritis verwiesen.

In Frankfurt ging der Dax mehr als ein halbes Prozent tiefer auf 11.210 Punkten aus dem Handel. Der EuroStoxx50 verlor 0,8 Prozent auf 3137 Zähler. Mehr dazu können Sie in unserem Börsen-Tag nachlesen.

Mit Spannung warteten Börsianer unter anderem auf die Unterhaus-Abstimmung über den Brexit-Plan von Premierministerin Theresa May am Dienstag. Zwar zeichne sich im Parlament eine Mehrheit für eine Verschiebung des offiziellen Austritts Großbritanniens aus der EU ab, sagte Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. Einer Lösung der Probleme sei man dadurch aber keinen Schritt näher.

Quelle: ntv.de, mba/rts