Marktberichte

Leichtes Minus zum Wochenende Iran-Krise belastet Wall Street

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Der G20-Gipfel wirft an der Börse bereits seine Schatten voraus.

(Foto: dpa)

Mit leichten Abgaben beendet die Wall Street einen recht volatilen Handel. Der Markt bewegt sich dabei im Spannungsbogen von Zinsfantasie, Iran-Krise und Gegenwind bei der geplanten Fusion zweier Mobilfunkanbieter.

US-Anleger haben sich zum Wochenschluss zurückgehalten. Zwar stiegen die Hoffnungen auf Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Auf der anderen Seite belastete der Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Der Leitindex Dow Jones fiel 0,1 Prozent auf 26.719 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 fiel ebenfalls 0,1 Prozent und landete bei 2950 Zählern. Der Technologieindex Nasdaq bröckelte 0,2 Prozent ab.

Der 20-Gipfel Ende nächster Woche in Japan, in dessen Rahmen sich US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping treffen wollen, warf bereits seine Schatten voraus. Anleger erwarten davon positive Signale. Genährt wurde der Optimismus durch US-Vizepräsident Mike Pence. Er sagte eine geplante Rede über China ab, um offenbar keine Störfeuer zu liefern.

Für Unruhe sorgte allerdings die Krise mit dem Iran. Nach dem Abschuss einer US-Drohne stoppte Trump einen Vergeltungsangriff nach eigener Darstellung nur wenige Minuten vor dem Beginn. Die Entwicklung trieb den Preis für die US-Rohölsorte WTI bis zu 1,6 Prozent auf 57,98 Dollar je Barrel (159 Liter). In ihrem Windschatten gewannen die Aktien des Ölkonzerns Exxon Mobil 1,4 Prozent. Brent gewann 1,2 Prozent auf 65,20 Dollar.

Die Aktien von T-Mobile US und Sprint gerieten im Handelsverlauf unter Abgabedruck und reduzierten sich um 2,9 bzw. 7,2 Prozent. Hintergrund ist ein sich weiter verschärfender Gegenwind für die geplante Fusion der beiden US-Mobilfunkanbieter. Wie die New Yorker Staatsanwältin Letitia James mitteilte, haben sich die Staatsanwälte von Hawaii, Massachusetts, Minnesota und Nevada einer Klage mehrerer Bundesstaaten gegen den Zusammenschluss angeschlossen. Bisher stehen 14 Staaten auf der Liste. Die Kläger befürchten, dass die 26 Milliarden Dollar schwere Fusion für steigende Preise, abnehmenden Wettbewerb und Jobverluste sorgt.

Quelle: n-tv.de, ftü/rts

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