Marktberichte

Dell und IBM verlieren Konjunktdurdaten befeuern Wall Street

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(Foto: imago images/Levine-Roberts)

Der Höhenflug an der Wall Street geht weiter. Dank positiver Konkjunkturwerte zeigen sich die Anleger einen Tag vor "Thanksgiving" noch einmal risikobereit. Nicht so gut läuft es hingegen für einige Technologie-Konzerne.

Die Rekordjagd an der Wall Street hat sich fortgesetzt. Gestützt von ermutigenden Konjunkturdaten und zuversichtlichen Signalen im Handelsstreit kletterten die US-Börsen auf neue Höchststände. Für gute Stimmung sorgte unter anderem die zweite Schätzung zum US-Wirtschaftswachstum im dritten Quartal. Demnach legte das Bruttoinlandsprodukt der weltgrößten Volkswirtschaft etwas stärker zu als zunächst berechnet.

Intel
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Ferner nährte US-Präsident Donald Trump die Hoffnung auf eine baldige Entspannung im Zollkonflikt mit China. Seinen Worten zufolge liegen die Gespräche über eine Handelseinigung in den letzten Zügen. Investmentstrategin Kim Forrest vom Anlageberater Bokeh Capital Partners sagte, diese Aussicht gebe den Aktienmärkten weiter Auftrieb.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,2 Prozent auf 28.164 Punkten, die neue Rekordmarke lag nun bei 28.175 Zählern. S&P-500 und Nasdaq-Composite verbesserten sich um 0,4 bzw. 0,7 Prozent.

Für Öl und Gold geht es abwärts

Unter den Einzelwerten standen insbesondere Technologiewerte im Mittelpunkt. HP zeigten sich 1,3 Prozent schwächer, nachdem die Viertquartalszahlen auf bereinigter Basis etwas besser als erwartet ausgefallen waren. Allerdings machte dem Konzern - wie auch Dell - die Chip-Knappheit zu schaffen. Dell übertraf gewinnseitig zwar die Prognosen, verfehlte diese jedoch beim Umsatz knapp. Unter anderem profitierte das Ergebnis vom guten Geschäft der Software-Tochter VMware. Hier fielen Gewinn und Umsatz zwar besser als von Analysten geschätzt aus. Wegen des geringen Chip-Angebots im Sektor wurde aber der Ausblick gesenkt. Dell gaben um 5,4 Prozent nach, VMware um 2,3 Prozent.

IBM
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Die Aktien des Chipherstellers Intel verloren 0,6 Prozent, jene von IBM 1,0 Prozent - AMD legten hingegen 1,1 Prozent zu. Apple erhöhten sich um 1,3 Prozent. Der Technologiegigant will laut einem Bericht die Fertigung bestimmter Kopfhörer in China verdoppeln.

Am Devisenmarkt legte der WSJ-Dollarindex um 0,2 Prozent zu - gestützt von den positiven US-Daten. Am Ölmarkt ging es mit den Preisen moderat nach unten - volle US-Lager belasteten. Die Rohölvorräte in den USA hatten sich in der Vorwoche unerwartet ausgeweitet. Auch das private American Petroleum Institute (API) hatte eine deutliche Zunahme gemeldet. US-Leichtöl der Sorte WTI gab 0,5 Prozent nach auf 58,11 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 64,06 Dollar. Der Goldpreis verlor 0,4 Prozent auf 1.455 Dollar. Die Hoffnungen im Handelskonflikt hätte Anleger in risikoreichere Anlagen wie Aktien umschichten lassen, hieß es.

Quelle: n-tv.de, jpe/rts/DJ