Marktberichte

Dow Jones wieder über 30.000 Mögliche Konjunkturhilfen treiben Wall Street an

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(Foto: AP)

Hinweise auf eine mögliche Annäherung bei den Verhandlungen um ein neues US-Konjunkturpaket verhelfen der Wall Street zu Kursgewinnen. Apple-Aktien ziehen deweilen an, weil der Konzern die iPhone-Produktion hochfahren will.

Die Aussicht auf Bewegung im Streit um weitere Konjunkturhilfen gibt der Wall Street Auftrieb. Wegen der weiter steigenden Coronavirus-Infektionszahlen und in Erwartung der geldpolitischen Beratungen der Notenbank Fed hielten sich Investoren mit größeren Käufen allerdings zurück. Der Dow Jones Industrial überwand die vielbeachtete Marke von 30.000 Punkten und schloss 1,13 Prozent im Plus mit 30.199,31 Zählern. Am Vortag hatte der US-Leitindex mit 30.325 Punkten ein Rekordhoch markiert, war dann aber zurückgefallen. Der marktbreite S&P 500 rückte um 1,29 Prozent auf 3694,62 Punkte vor. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,07 Prozent auf 12.595,92 Zähler aufwärts.

Moderna Inc.
Moderna Inc. 359,15

Von der Fed versprechen sich Börsianer am Mittwoch kaum Impulse. Eine erneute Aufstockung der Wertpapierkäufe sei vorerst nicht zu erwarten, prognostizierte Anlagestratege Francois Rimeu vom Vermögensverwalter La Francaise. Stattdessen werde die Fed die Laufzeit des Programms verlängern und die Festschreibung der aktuellen Nullzinspolitik für mehrere Jahre signalisieren. Dies schüre Spekulationen auf eine anziehende Inflation, zumal das Infektionsgeschehen die Wahrscheinlichkeit weiterer Geldspritzen erhöhe, sagte Analyst Ole Hansen von der Saxo Bank. Daher griffen einige Investoren zu Gold, das sich um gut ein Prozent auf 1850 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) verteuerte.

Bei den Aktienwerten rückte Moderna ins Rampenlicht. Der Coronavirus-Impfstoff der Biotechfirma nahm eine wichtige Hürde auf dem Weg zu einer Zulassung in den USA. Die Aktie des Unternehmens fiel dennoch um fast fünf Prozent. Die Prüfungsunterlagen der US-Gesundheitsbehörde hätten keine Überraschungen gebracht, kommentierte Analyst Michael Yee von der Investmentbank Jefferies. Er rechne mit einer Freigabe des Mittels in der kommenden Woche. Gefragt waren dagegen die Titel von Eli Lilly, die sich um vier Prozent verteuerten. Der Pharmakonzern will die auf lukrative Gentherapien spezialisiserte Biotechfirma Prevail für rund eine Milliarde Dollar übernehmen. Deren Aktien stiegen in der Spitze um 82 Prozent auf ein Rekordhoch von 22,75 Dollar.

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt gehörte auch Apple mit einem Kursplus von knapp fünf Prozent. Einem Zeitungsbericht zufolge will der Elektronik-Konzern die Produktion von iPhones 2021 um fast 30 Prozent hochschrauben. Dies bescherte Apple-Zulieferern wie Lumentum, Qorvo oder Skyworks Kurszuwächse von bis zu sieben Prozent. Der chinesische Google-Rivale prüft Insidern zufolge den Bau eigener Elektroautos. Vorgespräche mit chinesischen Fahrzeug-Herstellern liefen bereits. Unterdessen setzten Online-Händler ihren Höhenflug fort. Sie profitieren von den Pandemie-Beschränkungen für den stationären Einzelhandel. So gewannen die Aktien von Etsy oder Wayfair um mehr als sieben Prozent.

Quelle: ntv.de, mba/rts

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