Marktberichte

Anleger schieben Krise beiseite Mut drückt Goldpreis

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Im August hatte die Rohöl-Produktion der Opec ein Jahreshoch erreicht.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Ölpreis ist weiter auf dem Rückzug. Experten sehen die Gründe in der hohen Fördermenge der Opec und einem leichten Verkaufsdruck auf den Märkten. Die Ukraine-Krise ficht den Goldpreis erstmal nicht an.

Die wieder zunehmende Risikofreude der Anleger hat den Goldpreis belastet. Die Feinunze verbilligte sich um bis zu 1,7 Prozent auf 1260,10 Dollar und kostete damit so wenig wie zuletzt im Juni dieses Jahres. "Offenbar trauen sich die Anleger wieder an die Aktienmärkte", sagte ein Händler mit Blick auf den Anstieg der Kurse in Europa. Gold sei daher weniger gefragt. Dazu kämen markttechnische Gründe.

Das Unterschreiten wichtiger charttechnischer Marken habe zu Anschlussverkäufen geführt, erklärten die Analysten der Commerzbank. Auch vom Terminmarkt kam Händlern zufolge Druck: Die Gold-Futures verloren bis zu 1,7 Prozent.

Der Preis für Palladium fiel um bis zu 2,9 Prozent auf 877,50 Euro. Händler sprachen von einer technischen Reaktion, nachdem der Preis am Vortag auf ein 13-1/2-Jahres-Hoch geschnellt war. Viele Anleger fürchteten, dass der Ukraine-Konflikt die Versorgung durch den wichtigsten Produzenten - nämlich Russland - gefährden könnte. Palladium wird für den Bau von Katalysatoren in Autos verwendet.

Die gute Versorgungslage und der Höhenflug des Dollars belasten derweil die Ölpreise: US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligt sich um 1,1 Prozent auf 94,86 Dollar. Die geopolitischen Krisen hätten bislang nicht zu Versorgungsengpässen geführt, heißt es. Trotz des politischen Chaoses und der anhaltenden Kämpfe normalisiere sich die Ölförderung in Libyen beispielsweise weiter, urteilt die Commerzbank.

Quelle: ntv.de, kst/jwu/DJ/dpa/rts

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