Marktberichte

Dow schließt Jahr mit Plus ab Trump-Ankündigung lässt US-Börsen kalt

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Donald Trump ist bereits wieder im Wahlkampfmodus. Die US-Börsen bewegt das nur wenig.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Die Terminverkündigung des US-Präsidenten zum Handelsabkommen mit China soll den US-Börsen vor dem Jahreswechsel nochmal Schwung geben. Doch die Auswirkungen sind gering. Großer Verlierer am letzten Börsentag ist Flugzeugbauer Boeing.

Der US-Aktienmarkt hat dank eines Kursanstiegs vor Handelsschluss den letzten Tag in diesem Jahr im Plus beendet. Zuvor hatten die Indizes seit dem Beginn des Geschäfts nahezu unbewegt etwas unter der Nulllinie notiert. Händler berichteten von dünnen Umsätzen. Am Dienstag hatten in Europa auch die letzten Börsen ihre Tore für 2019 noch vor dem Start des US-Aktienhandels geschlossen. Auf vielen Märkte weltweit, so in Frankfurt oder Tokio, war schon am Montag der letzte Handelstag gewesen.

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Dow Jones 25.971,89

Der Dow Jones stieg zum Schluss um 0,27 Prozent auf 28 538,44 Punkte. Sein Jahresgewinn liegt damit bei 22,34 Prozent. Der marktbreite S&P 500 legte am Dienstag um 0,29 Prozent auf 3230,78 Punkte zu. Der technologielastige Nasdaq-Auswahlindex 100 kletterte um 0,27 Prozent auf 8733,07 Zähler.

Marktbewegende Unternehmensnachrichten gab es kaum. Die veröffentlichten US-Konjunkturdaten fielen mau aus. So war der FHFA-Hauspreisindex im Oktober nicht so deutlich gestiegen wie Experten erwartet hatten. Zudem hatte sich die Verbraucherstimmung im Dezember überraschend eingetrübt.

Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass der erste Teil eines umfassenden Handelsabkommens mit China am 15. Januar im Weißen Haus unterzeichnet werden soll, bewegte den Markt offenbar nicht. Er werde zu einem späteren Zeitpunkt nach Peking reisen, um ein zweites Folgeabkommen auszuhandeln, schrieb Trump weiter auf Twitter. Es ist das erste Mal, dass eine der Streitparteien einen konkreten Termin für die Unterzeichnung der Vereinbarung angekündigt hat. Auf den zweitletzten Platz im Dow Jones sackte Boeing um 0,20 Prozent ab. Die Fluggesellschaft Turkish Airlines und der US-Flugzeugbauer haben sich angesichts der Krise um den Jet 737 Max auf eine Entschädigungszahlung geeinigt.

Der Euro wurde zuletzt mit 1,1214 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1234 (Montag: 1,1189) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8902 (0,8937) Euro. Am Rentenmarkt gaben zehnjährige US-Staatsanleihen um 11/32 Punkte auf 98 15/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 1,917 Prozent.

Quelle: ntv.de, mba/dpa