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Neue Hoffnung im Handelsstreit Trump-Statement befeuert Wall Street

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(Foto: AP)

Nach positiven Signalen aus Peking machen auch Äußerungen von US-Präsident Trump Hoffnung auf ein baldiges Ende des Handelsstreits. An der Wall Street sorgt der versprühte Optimismus für steigende Kurse.

Zuversichtliche Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu den Handelsgesprächen mit China haben den US-Börsen zu neuen Rekordständen verholfen. Trump sagte, die USA seien in den letzten Zügen auf dem Weg zu einer Vereinbarung im Zollkonflikt. Zuvor hatte bereits die Regierung in Peking erklärt, mit den Vereinigten Staaten einen Konsens in relevanten Problemen erzielt zu haben. Diese Äußerungen sorgten für eine positive Tendenz, sagte Portfoliomanager Paul Nolte vom Vermögensverwalter Kingsview Asset Management. Die Eintrübung der Verbraucherstimmung im November rückte in den Hintergrund.

Der Dow Jones gewann 0,2 Prozent auf 28.121,68 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,2 Prozent auf 8.647,93 Punkte vor und der breit gefasste S&P 500 legte 0,2 Prozent auf 3.140,48 Punkte zu.

Hewlett-Packard
Hewlett-Packard 18,52

Unter den Einzelwerten knickten HP Enterprise um 8,5 Prozent ein, nach insgesamt durchwachsen ausgefallenen Quartalszahlen. Der Umsatz ging im Jahresvergleich um 9 Prozent weiter zurück und verfehlte die Erwartung, während sich der Gewinn verbesserte und auch die Erwartung übertraf. Palo Alto Networks sackten um 12 Prozent ab. Das Unternehmen hatte Quartalszahlen vorgelegt und daneben auch eine Übernahme mitgeteilt - bereits die achte seit Anfang 2018. Diese wird das Ergebnis im zweiten Quartal belasten. Die Gewinnprognose verfehlte entsprechend die bisherigen Erwartungen der Analysten.

Kräftig aufwärts ging es für Nutanix um 16,5 Prozent nach besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen des Datenzentrumspezialisten. Unter dem Strich schrieb Nutanix aber rote Zahlen. Die Aktie des Bekleidungskonzerns PVH mit Marken wie Tommy Hilfinger und Calvin Klein profitierte nur zeitweise davon, dass das Unternehmen den Ausblick für die Gewinnspanne am oberen Rand eingeengt hat. Die Aktie gab anfängliche Gewinne wieder ab und schloss 0,5 Prozent leichter.

Britisches Pfund / US-Dollar
Britisches Pfund / US-Dollar 1,31

Am Devisenmarkt gab das britische Pfund auf 1,2864 Dollar nach. Am Morgen ging es noch für 1,2887 Dollar um. Der Vorsprung der britischen Konservativen ist in einer Umfrage für die Wahl am 12. Dezember ein wenig abgeschmolzen, während die oppositionelle Labour Party etwas zulegen konnte. Der Euro zeigte sich indessen kaum verändert bei 1,1024 Dollar.

Der Goldpreis legte mit anhaltender Vorsicht etwas zu. Die Feinunze verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 1.462 Dollar. Auch die Erdölpreise legten zu. Eine Einigung im Handelskonflikt könnte die Rohölnachfrage befeuern, hieß es. Zudem rechneten Experten mit sinkenden US-Erdöllagerbeständen in der laufenden Woche. Hinweise über die Entwicklung der Lagerbestände könnten nach Börsenschluss die API-Daten geben. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 58,36 Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent stieg um 1,0 Prozent auf 64,26 Dollar je Fass.

Quelle: n-tv.de, jpe/rts/DJ