Marktberichte

Dow Jones tritt auf der Stelle US-Arbeitsmarktbericht stoppt Rekordjagd

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(Foto: AP)

Die tagelange Rekordserie an der Wall Street ist vorbei: Ein enttäuschender Jobbericht trübt die Stimmung, obwohl die Arbeitslosenquote auf den niedrigsten Stand seit 2001 fällt. Papiere der Softwarefirma Synchronoss schnellen in die Höhe.

Der erste Rückgang der US-Beschäftigung seit sieben Jahren hat die Stimmung an der Wall Street am Freitag leicht gedrückt. Wegen der Verwüstungen durch die Wirbelstürme "Harvey" und "Irma" gingen im September außerhalb der US-Landwirtschaft 33.000 Jobs verloren. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 90.000 Stellen gerechnet.

"So trostlos die Zahl oberflächlich betrachtet ist, sie ändert nichts an der Einschätzung, dass die US-Konjunktur stark ist", betonte Jacob Deppe, Chef-Händler des Online-Brokers Infinox. Die Arbeitslosenquote liege mit 4,2 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2001, während die Stundenlöhne stark gestiegen seien und damit den Inflationsdruck erhöhten. Damit steige die Wahrscheinlichkeit einer baldigen US-Zinserhöhung.

Belastend wirkten sich auch die Kursverluste bei den Energiewerten aus. Der S&P-Energie-Index gab 0,9 Prozent nach. Nach wochenlangem Anstieg erwarten Experten einen Rückgang bei den Ölpreisen wegen Gewinnmitnahmen und Sorgen vor einem Überangebot.

Costco-Scheine brechen ein

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte trat bei 22.773 Punkten auf der Stelle. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,1 Prozent auf 2549 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich dagegen um 0,1 Prozent auf 6590 Punkte. Der Dax ging mit knapp 12.956 Punkten in Sichtweite der psychologisch wichtigen 13.000er Marke aus dem Handel.

Bei den US-Einzelwerten brachen die Aktien von Costco um knapp 6,0 Prozent ein, obwohl der Einzelhändler ein Quartalsergebnis über Markterwartungen vorlegte. Analysten bemängelten die schrumpfenden Gewinnmargen, die unter dem Einstieg des Unternehmens in den Online-Lebensmittelhandel litten. Mittelfristig erschließe das neue Angebot aber zusätzliche  Kundenschichten und könne sich dadurch positiv auf Umsatz und Gewinn auswirken, betonte Analyst Daniel Binder von der Investmentbank Jefferies.

Die Papiere der Softwarefirma Synchronoss schnellten um 32,0 Prozent in die Höhe, nachdem die Verkaufsgespräche mit dem Großaktionär Siris Capital wieder gestartet worden waren.  

Quelle: ntv.de, chr/rts

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